Rückersdorf. Bisher war der Aufsteiger bis auf eine Niederlage durch die Thüringenliga marschiert. Warum ausgerechnet gegen die Jenaer gar nichts zusammenlief

Das hatten sich die Tischtennisspieler der SG Braunichswalde anders vorgestellt. Bisher war das Team als Thüringenliga-Aufsteiger mit Ausnahme der Niederlage in Bleicherode ungerupft durch die Saison marschiert. Doch nun kassierten die Braunichswalder, die ihre Heimspiele in der Grundschule Rückersdorf bestreiten, eine 1:8-Heimpleite gegen den Tabellenachten USV Jena II. Was war passiert? Aus privaten Gründen mussten die Gastgeber auf ihre Nummer 1, Marius Marth, verzichten. Hinzu kam, dass sich die USV-Reserve in der Rückrunde deutlich verbessert zeigt. „Bei uns lief heute gar nichts zusammen. Das fing schon damit an, dass ich mit Lukas im Doppel einen Matchball vergeben habe und wir unsere erste Saisonniederlage kassiert haben. Dieses Negativerlebnis zog sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel“, meinte Johannes Böhme. „Ohne Marius Marth ist es immer schwer. Wenn ich es mit Lukas dann nicht schaffe, das eigene Leistungsvermögen auszuschöpfen, dann verlieren wir mal ein Spiel. Die anderen können auch Tischtennis spielen.“

Bisher hatten Johannes Böhme/Lukas Böhme ihre neun Thüringenliga-Doppel gewonnen. Diesmal wurden sie von Florian Voigt/Armen Torosjan mit 2:3 in die Schranken verwiesen, wobei die Braunichswalder Brüder im vierten Satz beim Stand vom 10:9 einen Matchball nicht verwerten konnten. „Wir haben uns regelrecht in einen Rausch gespielt. Wir hatten hier nichts zu verlieren, haben nun sogar unserer Ersten Schützenhilfe geleistet“, freute sich Florian Voigt, der im Einzel auch Johannes Böhme (3:1) und Lukas Böhme (3:0) das Nachsehen gab. Gegen Lukas Böhme lag er im ersten Satz schon mit 0:6 hinten, gewann den dann noch mit 12:10 - bezeichnend. In einer sehenswerten Begegnung mit vielen langen Ballwechseln und Beifall auf offener Szene von den etwa 20 Zuschauern entschied der Jenaer auch die folgenden beiden Sätze jeweils mit 11:7 für sich. Für den Ehrenpunkt der Hausherren sorgte der Pole Antek Zglinski gegen Eric Nußbicker.