Stadtroda. Nach der umstrittenen Roten Karte gegen den Torhüter in der Landesklasse-Partie zwischen Grün-Weiß Stadtroda und den SC 1903 Weimar gibt es nunmehr ein Urteil

Niklas Padutsch, Torhüter beim FSV Grün-Weiß Stadtroda, muss die kommenden zwei Pflichtspiele seiner Mannschaft in der Landesklasse aus der Zuschauerperspektive verfolgen. Nach seiner Roten Karte im Spiel gegen den SC 1903 Weimar wurde der
24-Jährige für zwei Spiele gesperrt - das ist das Urteil der Sportgerichtsbarkeit des Thüringer Fußball-Verbandes.

Finden die Punktspiele im Februar wie geplant statt, wird Padutsch am 17. Februar beim Neuling FSV Orlatal und am 24. Februar im Derby beim SV Eintracht Eisenberg fehlen. Sollte die Partie auf dem Rasenplatz in Langenorla ausfallen, was aufgrund der Jahreszeit nicht ungewöhnlich wäre, wäre Padutsch auch im ersten Heimspiel des Jahres am 2. März gegen den Liga-Primus SV Schmölln 1913 noch nicht spielberechtigt.

Rote Karte völlig unberechtigt

Für Stadtrodas Trainer Peter Dauel ist die Strafe von zwei Spielen für Padutsch „immer noch ein Wahnsinn und nicht zu begreifen“. Der Grün-Weiß-Coach bleibt bei seiner Meinung, dass die Rote Karte, die Padutsch im Heimspiel gegen Weimar am 25. November 2023 gesehen hatte, völlig unberechtigt war. „Wenn in dieser Szene überhaupt einer Rot hätte bekommen müssen, dann unser Verteidiger, aber niemals unser Hüter“, sagte Dauel.

Das Verhindern einer Torchance sei laut Dauel nicht von Niklas Padutsch ausgegangen, sondern von Martin Rennert. „Malz hat den Spieler von Weimar an der schnellen Ausführung des Einwurfes gehindert. Das hat fast Jeder auf dem Sportplatz gesehen, nur der Schiedsrichter nicht“, monierte der Trainer.

Die Szene hatte auch der Schiedsrichter-Assistent, der an der Linie gegenüberstand, derartig beschrieben - auch er sah das Vergehen des Stadtrodaer Verteidigers. So steht es im Sonderbericht des Schiedsrichters Moritz Feuerstein. Der Spielleiter blieb aber bei seiner Version: Der Stadtrodaer Torwart hätte den Spieler aus Weimar am Einwurf gehindert.

Schiedsrichter Moritz Feuerstein bleibt bei seiner Version

Der nunmehr für zwei Spiele gesperrte Padutsch ist indes der Leidtragende. „Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Für mich bleibt es ein Rätsel, warum ich da Rot bekommen hatte“, sagte Niklas Padutsch.

Die Verantwortlichen des FSV Grün-Weiß Stadtroda haben das Urteil akzeptiert. Diese geht mit einer Geldstrafe von 60 Euro einher. „Ein Einspruch hätte nichts gebracht. Man hätte ihn abgeschmettert und auf den Faktor Tatsachenentscheidung verwiesen. Deshalb müssen wir jetzt die Strafe hinnehmen, so leid es mir für Padu tut und auch für die Mannschaft“, sagte Peter Dauel.

Für Niklas Padutsch wiederum wird die Nummer zwei im Tor der Grün-Weißen, Philipp Kraft, nachrücken.