Neustadt a. d. Orla. Fußball: Blau-Weiß 90 dreht nach Rückstand im Duell der Neulinge auf und feiert am Schluss einen 6:1-Erfolg über Ohrdruf

Neustadts Trainer Jürgen Walther warnte seine Jungs vor einer lockeren Einstellung für diese Partie gegen Ohratal und erwartete eine tief stehende Mannschaft, die seinem Team viel Geduld abverlangen würde.

In der ersten Aktion wurde Josia Walther im Strafraum gelegt, den fälligen Strafstoß konnte aber der ins Tor gerückte Oliver Apel festhalten (3.). In der nächsten Aktion kamen die Gäste schnell über die rechte Seite, beim ersten Abwehrversuch war Maximilian Paul noch dran, konnte aber das 0:1 von Rast nicht verhindern (9.). – Ein optimaler Beginn für die Gäste, die dann aber ihren Weg nicht weitergingen.

Doppelschlag zur Vorentscheidung

Mit individuellen Fehlern entglitt den Gästen alsbald der Strohhalm. Maxim Engler pfeilschnell über die linke Seite spielte quer auf Bruder Robin, der das leere Tor vor sich hattte (1:1, 18.). Rückkehrer Bernhard Grimm hatte die Führung auf dem Fuß (23.). Kurz darauf war es soweit: Robin Englers Pass in die Schnittstelle nutzte Peter Wittwer zum 2:1 (30.). Und noch einer: Fabien Seidel zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern ins Eck zur klaren 3:1-Halbzeitführung (33.). Der Doppelschlag zog Ohrdruf schon frühzeitig den Zahn.

In der zweiten Hälfte dann das gleiche Bild. Neustadt hielt das Tempo hoch und entschied frühzeitig die Begegnung. Einen erneuten Strafstoß nutzte diesmal Josia Walther und verwandelet diesmal sicher zum 4:1 (52.). Trainer Jürgen Walther resümierte: „Dass wir das Spiel danach etwas ausplätschern lassen, war nach der klaren Führung dann okay, aber wenn wir das Tempo haben anziehen müssen, haben wir das auch gut gemacht und am Ende auch verdient gewonnen. Deshalb freue ich mich, dass wir die Pflichtaufgabe erfüllen konnten.“

Schlusspunkt durch Tschurtschun

Mit der klaren Führung im Rücken spulten die Hausherren ihr Spiel runter und waren dabei noch zweimal erfolgreich. Schulbuchmäßig trieb Grimm den Ball bis zur Grundlinie, sein Pass in den Rücken der Abwehr erreichte den goldrichtig postierten Robin Engler, der sich die Ecke zum 5:1 aussuchte (69.). Bogdan Tschurschun bereitet dann den letzten Treffer der Partie vor, setzte Maxim Engler in Szene, der den Überblick behielt (71.).

Fünf Minuten vor Spielende gab es dann noch einen emotionalen Wechsel bei den Hausherren. Nach neunmonatiger Verletzungspause war der Defensivmann Hodek wieder zurück auf dem Platz und hatte in der Schlussminute fast noch den siebten Treffer auf dem Fuß (89.).

Gästetrainer Tom Dziony war vom Ergebnis enttäuscht. Wir haben wieder ein sehr hohes Ergebnis bekommen, was wir leider nicht zum ersten Mal hatten. Das tut natürlich weh. Da neigt man auch dazu, dass wir vom Kopf her auch nicht mehr da sind. Spätestens nach dem 3:1 ist die Moral dann auch gebrochen, da war kein Aufbäumen mehr da. Wir hätten uns einfach gewünscht, dass man sich gegen eine hohe Niederlage stemmt. Das haben wir nicht getan.“ Am Ende war es ein klarer Sieg der Blau-Weißen Duell im der Aufsteiger.