Erfurt. Wie die Frauen der HSG Saalfeld/Könitz sich trotz einiger personeller Probleme am Ende deutlich mit 30:24 in Erfurt durchsetzen konnten

Die Oberliga-Frauen der HSG Saalfeld/Könitz bleiben in der Spur, gewinnen ihr neuntes Punktspiel in Thüringens höchster Spielklasse und bleiben damit verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Zu den Wölfen nach Erfurt fuhr man allerdings mit gemischten Gefühlen, fehlten doch mit Paula Büttner, Frances Ulke, Jenna Witter und Mandy Schröder einige wichtige Spieler. Dennoch reichte es letztlich für einen ungefährdeten 30:24 (14:10)-Erfolg.

Erste Tore erst sehr spät

Die Partie begann mit einem ordentlichen Pfostenreigen. Auf beiden Seiten wollte der Ball einfach nicht den Weg ins Tor finden, sondern landete immer wieder an Pfosten oder Latte. Aber auch die Torhüterinnen trugen dazu bei, dass das erste Tor des Spiels erst nach gut vier Minuten fiel. Bis dahin war bereits ordentlich Tempo im Spiel und vor allem die Saalfelderinnen erspielten sich gute Möglichkeiten.

Nachdem der Knoten geplatzt war, konnten die Gäste auch gleich auf 3:0 davon ziehen. Die Abwehr stand indes durchaus stabil. Vor allem Saskia Gehrmann an der Spitze der offensiven Abwehr zeigte hier eine recht gute Leistung. Und so gelangen wie gewohnt einige Ballgewinne, die dann auch in Kontertore umgemünzt werden konnten. Die Torausbeute ließ trotzdem weiterhin zu wünschen übrig.

Stabile Abwehr und schnelles Umkehrspiel

Positive Ausnahme war in dieser Phase Chantal Lautenschläger, die die Tore vier bis sieben für ihre Mannschaft erzielte und damit in der 16. Minute auf 7:3 stellte. Bis zum 11:6 konnten sich die Saalestädterinnen weiter absetzen. Danach folgte eine Phase, in der die Konzentration in der Abwehr etwas nachließ und auch das Tempo im Spiel nach vorn nachließ. Und so gelang es den Wölfinnen, auf drei Tore zu verkürzen (8:11, 9:12, 10:13). Beim Stand von 11:14 wurden die Seiten gewechselt.

Mit Wiederanpfiff kamen die Saalfeld/Könitzerinnen gleich gut zurück ins Spiel und konnten ihren Vorsprung ausbauen. Auch wenn den Gastgeberinnen der erste Treffer gelang, erspielten sich die Gäste aus einer weiterhin stabilen Abwehr und schnellem Umschaltspiel gute Chancen. Und so setzte man sich bis zur 41. Minute auf sieben Tore ab (20:13).

Schlechte Chancenverwertung

Wer nun glaubte, dass die Partie damit entschieden war, sah sich mächtig getäuscht. Aus unerfindlichen Gründen nahmen die Saalestädterinnen fast gänzlich das Tempo aus dem Spiel und in der Abwehr agierte man nun auch zu träge und lud die Erfurterinnen damit immer wieder zu guten Chancen ein, die diese auch zu nutzen wussten. Die eigene Chancenverwertung erinnerte indes wieder an den Beginn der Partie.

Schnelles Spiel der Schlüssel zum Erfolg

Beim Stand von 18:22 zog das Trainergespann die Grüne Karte, um in der Auszeit nochmal daran zu erinnern, dass man wieder zum Tempospiel zurückfinden müsse. Dies gelang zunächst gar nicht und Erfurt verkürzte weiter auf 20:22. Doch dann ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft. Man fand zum gewohnten Spiel zurück und mit vier schnellen Toren in Folge war der Vorsprung wieder auf sechs Tore angewachsen (20:26; 53.).

Diesen konnten die Gäste nun bis zum Schlusspfiff verteidigen und damit den neunten Sieg im neunten Saisonspiel verbuchen. Besonders erfreulich bei diesem Spiel waren die gleichmäßig verteilten Einsatzzeiten aller Spielerinnen und die geschlossene Mannschaftsleistung.