Thüringer HC startet in der Europa-Liga

Erfurt.  Die Handballerinnen von Trainer Herbert Müller müssen zwei Qualifikationsrunden überstehen, um in die Gruppenphase einzuziehen.

THC-Trainer Herbert Müller ist erleichtert.

THC-Trainer Herbert Müller ist erleichtert.

Foto: Sascha Fromm

Erleichterung beim Thüringer HC. Der Fünfte der Abbruch-Saison der Bundesliga Frauen spielt in der neuen European Handball League. Die Europäische Handball-Föderation gab dem Antrag der Handball-Bundesliga Frauen auf einen zusätzlichen Startplatz für Deutschland statt. Damit rückt der siebenmalige deutsche Meister aus Thüringen mit in das 34 Teams umfassende Feld des neu gestalteten europäischen Wettbewerbs, der den bisherigen EHF-Cup ersetzt.

Nach dem TuS Metzingen und der HSG Blomberg-Lippe, die den dritten und vierten der festgeschriebenen deutschen Startplätze für die europäischen Wettbewerbe erhalten hatten und in die dritte Qualifikationsrunde eingeteilt wurden, muss der THC als eine von zwölf Mannschaften eine Runde eher in die Qualifikation. Die Partien werden am kommenden Dienstag in Wien ausgelost. Mögliche Gegner sind unter anderem Hypo Niederösterreich, Paris 92, Bergen oder auch der LC Brühl in der Schweiz.

Erste Runde im September wird übersprungen

Da alle registrierten Klubs in zwei Qualifikationsrunden platziert werden konnten, wird die zunächst vorgesehene erste Runde im September übersprungen, teilte die EHF mit. Die ersten Spiele sind für den 10. und 11. Oktober geplant.

„Ich bin richtig froh, dass wir dabei sind“, meinte THC-Trainer Herbert Müller. „Aber ich denke, wir haben es uns verdient. Wir haben in den zurückliegenden zehn Jahren so viele Punkte im Ranking für Deutschland geholt wie alle anderen Bundesligisten zusammen.“

Ungeachtet dessen aber mussten die Thüringer Handballerinnen aufgrund des Abbruchs der Bundesliga-Saison durch die Corona-Krise fürchten, erstmals seit Jahren ohne Startplatz für einen der europäischen Klubwettbewerbe zu bleiben. Als Fünfter konnten sie keinen der vier feststehenden Plätze für die Handball-Bundesliga direkt beanspruchen und mussten auf den zusätzlichen Platz hoffen.

Vier Vereine sind für Gruppenphase gesetzt

Wie die Champions League, wo in der kommenden Saison Bietigheim und Dortmund mitspielen, ist auch der zweithöchste Vereinswettbewerb reformiert worden. Aus dem EHF-Cup wird die European Handball League, aus dem bisherigen Challenge-Cup der neue EHF-Cup.

In der neuen Europa League schließt sich nach den Qualifikationsrunden eine Gruppenphase mit 16 Mannschaften an. Herning-Ikast (Dänemark), Siofok (Ungarn), Baia Mare (Rumänien) und Toljatti (Russland) sind laut EHF-Mitteilung für die vier Vierergruppen gesetzt. Die jeweils ersten beiden kommen ins Viertelfinale. Die Sieger der K.o.-Spiele stehen im Final Four, das am 8. und 9. Mai stattfinden soll.