Erfurt. Mit der Konjunkturabkühlung hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Thüringen erhöht. Für sie soll es in diesem Jahr wieder geförderte Arbeit geben.

Nach zweijähriger Pause soll es von Mai an in Thüringen wieder mit öffentlichen Mitteln geförderte Beschäftigungsprojekte für Langzeitarbeitslose geben. Dafür würden Projektträger gesucht, teilte das Sozialministerium am Montag mit. Mit einer Beschäftigung im sozialen Arbeitsmarkt von bis zu drei Jahren solle Menschen eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt gebaut werden.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen war in den vergangenen Monaten auch durch die Konjunktureintrübung gestiegen. Ende Januar waren 23 600 Frauen und Männer im Freistaat seit mehr als einem Jahr ohne Job - und damit etwa 1000 mehr als im Dezember und 3100 mehr als im Januar 2023. Ein Drittel aller Arbeitslosen war langfristig ohne Beschäftigung.

8,3 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Laut Ministerium wurden in den vergangenen beiden Jahren wegen Haushaltskürzungen keine Beschäftigungsprojekte gefördert. Nun stünden wieder Landesmittel zur Verfügung. Insgesamt seien im Zeitraum bis 2027 rund 8,3 Millionen Euro vorgesehen. Thüringenweit sollen etwa 200 Projekte umgesetzt werden.

Es gehe um gesellschaftliche Teilhabe, erklärte Sozialministerin Heike Werner. „Über die gesammelten positiven Erfahrungen können Betroffene Selbstvertrauen und Mut schöpfen, um sie wiederum in die Lage zu versetzen, gemeinsam mit ihren Ansprechpartnern in den Jobcentern ein künftiges Arbeitsleben zu planen und zu gestalten.“

Interessierte Projektträger können laut Ministerium bis zum 24. März Beschreibungen für wettbewerbsneutrale, zusätzliche und gemeinwohlorientierte Tätigkeiten einreichen.