Frankfurt/Main. Die Menschen in Deutschland sparen viel. Mit mehr Know-how könnten sie aus dem Geld mehr machen, meint Thomas Schaufler.

Angesichts gewaltiger Summen privater Gelder auf vergleichsweise niedrig verzinsten Konten macht sich Commerzbank-Privatkundenchef Thomas Schaufler für mehr Finanzbildung stark. „Das reine Sparen ist momentan leider, was die Kaufkraft betrifft, wirklich eine Geldvernichtung“, sagte Schaufler in Frankfurt bei der Vorstellung einer von der Commerzbank beauftragten Umfrage.

Der „Notgroschen“ der Menschen hierzulande für unerwartete Anschaffungen sei mit gut 2140 Milliarden Euro (Stand: 3. Quartal 2023) angesichts der noch immer hohen Inflation zu groß, argumentierte Schaufler. Frühe Aufklärung über eine Anlage etwa in Aktien oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) könne Renditechancen aufzeigen. Wer früh wisse, wie er Geld anlegen könne, habe die Möglichkeit, die Inflation zu schlagen. „Ich würde Finanzausbildung als fixen Bestandteil nehmen“, sagte Schaufler auf die Frage, ob er sich für ein Schulfach Finanzen ausspreche.

In der Befragung, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Zeitraum 21. November bis 1. Dezember 2023 durchführte, gaben etwa 70 Prozent der 3200 teilnehmenden Erwachsenen an, dass sie regelmäßig Geld zurücklegen. Mit Abstand am beliebtesten sind dabei Tages- und Festgeld. Gut ein Viertel der Sparer (26 Prozent) kauft nach eigenen Angaben auch Wertpapiere.