Jenaer Intershop AG will am Steinweg bauen lassen

Die Intershop AG ist wieder in der Erfolgsspur und braucht mehr Platz. Das Softwareunternehmen hat vor, über einen Investor ein Firmengebäude für bis zu 1000 Mitarbeiter am Steinweg bauen zu lassen.

Geplante Bebauung der Intershop AG am Steinweg in der vorher-nachher Ansicht. So soll es aussehen. Die Fassadendarstellung hat aber nichts mit dem Vorhaben zu tun.
Foto: Stadt Jena

Geplante Bebauung der Intershop AG am Steinweg in der vorher-nachher Ansicht. So soll es aussehen. Die Fassadendarstellung hat aber nichts mit dem Vorhaben zu tun. Foto: Stadt Jena

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Jena. Mit seinem Vorhaben würde sich die Intershop AG in unmittelbarer Nachbarschaft des geplanten IT-Campus der Uni am Inselplatz befinden.

Im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung am Mittwoch beschloss der Stadtrat mit großer Mehrheit, die nötigen Flächen an der Frauengasse und am Steinweg, insgesamt 3800 Quadratmeter, zu verkaufen. Die freien Flächen werden derzeit als Parkplätze genutzt. Der Stadtrat beschloss ferner, dass das Planverfahren nach Pragraph 34 des Baugesetzbuches abgewickelt wird, das keine Beteiligung der Bürger vorsieht. Die Fraktion Bürger für Jena (BfJ) hat dieses Verfahren gestern kritisiert. "Wir begrüßen die Bebauung und sehen auch einen städtebaulichen Missstand an dieser Stelle, fordern aber ein Planverfahren nach Paragraph 13 des Baugesetzes", sagte Stadtrat Dr. Eckhardt Birckner (BfJ). Fraktionschef Jürgen Haschke rechnete vor, dass die Fläche, um die es geht etwa einem Drittel des Eichplatzes entspricht. "Während für den Eichplatz gerade ein umfangreiches Verfahren mit Bürgerbeteiligung läuft, will man das an dieser Stelle umgehen, obwohl der Gebäudekomplex ebenfalls Stadtbild prägend ist", sagte Haschke.