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German Medical Award 2020: Professor Jan Torzewski ausgezeichnet

| Lesedauer: 3 Minuten

Berlin (ots) - "Patienten mit Herzinfarkt profitieren enorm von der CRP-Apherese" Professor Dr. med. Jan Torzewski, spezialisiert auf Kardiologie und Intensivmedizin, Chefarzt am Herz- und Gefäßzentrum des Klinikverbunds Allgäu an den Kliniken Kempten und Immenstadt, gewinnt im Fachgebiet Kardiologie den 2. Platz beim German Medical Award - Medizin für die Zukunft. Der Wettbewerb ist die führende Veranstaltung für Medizin und Medizinmanagement im deutschsprachigen Raum. Die Auszeichnung erhielt Prof. Torzewski in der Kategorie "Kardiologie - Medical Innovation Praxen & Kliniken" - für mehr als 20 Jahre Forschung zum Thema "C-reaktives Protein (CRP) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen" sowie für die erfolgreiche Anwendung der CRP-Apherese nach Herzinfarkt. "Wir sind überrascht und fühlen uns sehr geehrt durch den Preis", sagt Torzewski. "Dieses innovative technische Verfahren kommt als Medizin der Zukunft den Patienten unmittelbar zugute", betonte Professor Matthias Keidel in seiner Laudatio. Er wies ausdrücklich darauf hin, "dass sich hier eine kleinere Klinik gegen 34 Bewerber, unter anderem große Universitätskliniken und Herzzentren, durchgesetzt habe.

Hoffnung für Herzinfarktpatienten

Die vom Berliner Medizintechnikunternehmen Pentracor GmbH entwickelte CRP-Apherese und das Filterprodukt Pentrasorb CRP kamen am Klinikum Kempten im Rahmen einer Pilotstudie und einer Registerstudie seit 2016 bei 36 Patienten nach Herzinfarkt zum Einsatz. Die Pilotstudie lieferte signifikante Ergebnisse. Die extrakorporale, nebenwirkungsarme Behandlungsmethode reichert durch einen Filtervorgang des Blutplasmas das Protein CRP ab. CRP markiert bei Herzinfarkt und weiteren Indikationen entzündete Zellen - jedoch häufig im Übermaß, also auch gesundes Zellgewebe. Die von Botenstoffen des Immunsystems in Gang gesetzten Makrophagen eliminieren alle von CRP gekennzeichneten Zellen, einschließlich des noch gesunden Herzgewebes. Dort bildet sich eine Narbe aus Bindegewebe. "Ist weniger CRP im Blut, bleibt auch nur eine kleinere Narbe. Die Herzleistung ist dann besser. Die Patienten profitieren enorm von diesem Verfahren", erklärte Prof. Matthias Keidel in der Laudatio für Prof. Torzewski.

Dr. Ahmed Sheriff, geistiger Vater des CRP-Apherese-Verfahrens und Geschäftsführer von Pentracor, gratulierte Prof. Torzewski zur Auszeichnung und dankte ihm und seinem Kollegen Dr. Franz Heigl vom medizinischen Versorgungszentrum in Kempten für die hervorragende Zusammenarbeit. Heute wenden mehrereKliniken in Deutschland die CRP-Apherese mit Erfolg an. Prof. Torzewski weist auf zukünftige Herausforderungen, etwa die Durchführung einer randomisierten Multicenter-Studie, aber auch auf das große Potenzial an weiteren Indikationen des Verfahrens hin: "Die CRP-Apherese kann auch Patienten mit Schlaganfall, mit rheumatischen Erkrankungen, mit Nierenleiden und womöglich auch als Therapie bei an Covid 19 Erkrankten wirksam helfen."

Pressekontakt:

Pentracor GmbH CEO Dr. Ahmed Sheriff +49 3302 20 94 49-0+ 49 0170 8634145 sheriff@pentracor.de www.pentracor.de

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