"Shutdown"

Kekilli und Ullmann lassen sich auf ein Experiment ein

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Der rote Teppich fehlt: Auch die Hamburger Schauspielerin Sibel Kekilli muss sich mit den Umständen der Corona-Oandemie arrangieren.

Der rote Teppich fehlt: Auch die Hamburger Schauspielerin Sibel Kekilli muss sich mit den Umständen der Corona-Oandemie arrangieren.

Foto: Imago/Future Image

München  Die Hamburger Schauspieler Sibel Kekilli und Kostja Ullmann haben unter ganz besonderen Umständen einen neuen Film abgedreht.

Zwei Hamburger in München: Sibel Kekilli und Kostja Ullmann haben in der bayerischen Landeshauptstadt erstmals einen Film in Form von Videokonferenzen gedreht. Für die Komödie "Shutdown" saß etwa Kekilli zwei Tage lang die ganze Zeit vor dem Laptop.

"Das war am Ende schon auch ermüdend", sagt die 40-Jährige, die normalerweise in Altona wohnt. Der Streifen von Wolfgang Panzer spielt während des ersten Corona-Lockdowns vor gut einem Jahr.

Kekilli ("Tatort") ist darin die Eventmanagerin Sarah. Sie ist arbeitslos und will einen Feinkost-Lieferdienst aufbauen. Doch das ist kompliziert, auch weil ihr Ex-Freund, verkörpert vom Hamburger Ullmann, ihre Pläne durchkreuzt.

Kekilli und Ullmann kämpfen mit dem Internet

Die Schauspieler waren während des Drehs in München, im Chiemgau und in der Schweiz und sahen sich nur über ihre Bildschirme, neben Kekilli und Ullmann auch Radost Bokel und Marc Benjamin.

Panzers Regieanweisungen kamen digital. Ein Problem: Die Internetverbindung, die einmal sogar komplett zusammenbrach. "Der normale Wahnsinn", kommentierte Kekilli.

Regisseur Panzer: "Spannendes Experiment"

Wann und wo der rund 85 Minuten lange "Screen Only"-Film zu sehen sein wird, der die Darsteller nur in Videokonferenzen zeigt, ist noch unklar.

Für Panzer beginnt der härteste Teil: die Postproduktion, bei der die vielen Aufnahmen zum Film werden. Doch der Regisseur ist froh, dass er die neue Art des Drehs ausprobiert hat. "Das war ein spannendes Experiment."

Kekilli: "Alles etwas enger geworden"

Kekilli fiebert nun dem Ende der Ausgangsbeschränkungen entgegen, auch wenn sie diese grundsätzlich unterstützt. "Meine Welt ist wirklich kleiner geworden", sagte die Hamburgerin.

Sie vermisse vor allem Besuche im Café und das Reisen, Kunst, Kino und Kultur. "All das fehlt, das ist etwas kälter und enger und einsamer geworden."