Lebensmittel-Test

„Öko-Test“ über vegane Burger: Diese Produkte sind schlecht

Frankfurt/Main.  Vegane Burger sind laut „Öko-Test“ nicht so sauber wie ihr Image. Schlechte Noten gab’s auch für Verunreinigung mit Mineralölresten.

Aldi vs. Lidl: Welcher vegane Burger ist besser?

Vegane Burger: Beide Discounter, Aldi und Lidl, wollen auf den Trend der veganen Ernährung aufspringen und bieten jeweils einen fleischlosen Burger an. Welcher ist besser? Und ist das gesund? Wir haben mit Ernährungsberaterin Kerstin Obermoser (www.issbewusst.de) den großen Burger-Test gemacht.

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Die einen sorgen sich um die Tiere, die anderen um die Umwelt, manche um alles – und einige wollen sicher auch nur mal probieren, wie es so schmeckt. Vegane Alternativen zum Fleisch-Burger liegen im Trend.

Allerdings: Nicht alle Produkte sind wirklich so gut, wie sich die Konsumenten das wünschen oder vorstellen. Denn während die veganen Buletten einen Siegeszug von McDonalds bis zur Kühltheke vollziehen, ist die Qualität wohl nicht überall so schnell mitgekommen. Zumindest geht das aus einem Test der Zeitschrift „Öko-Test“ hervor.

Vegane Burger: „Öko-Test“ fällt vernichtende Urteile

  • „Öko-Test“ hat 18 vegane Burger getestet
  • „Sehr gut sind nur vier der Patties
  • Nach unten hin wird es richtig fies - viele Angebote bekommen fatale Notzen
  • Gentechnik, Mineralöl – die Tester haben viel zu kritisieren

Sie werden hergestellt aus Linsen, Schwarzen Bohnen und Co. „Öko-Test“ hat die Veggie-Patties genauer unter die Lupe genommen. Die Tester haben 18 vegane Burger verkostet, begutachtet und in ihre Zutaten zerlegt. Das ist dabei herausgekommen.

Die gute Nachricht ist: Mit schuhsohlenartigen Bratlingen haben die fleischlosen Burger nichts zu tun. Mit der Note „sehr gut“ schneiden aber nur vier Patties ab, die allesamt keine Fleischimitate sind.

Dabei handelt es sich um die Produkte „Alnatura Rote Linsen Burger vegan“, „Lotao Green Jackfruit Burger“, ungekühlt, „Naturgut Bio-Gemüse-Burger“ und „Soto Burger Cashew-Back Bean“. Als bester „Wie-Fleisch-Burger“ schaffte es der „Vegane Mühlen Burger Typ Rind“ von der Rügenwalder Mühle zum Urteil „gut“.

Kritik an Mineralölbestandteilen und Gentechnik

Die restlichen Burger fielen den Testern allerdings eher negativ auf. Unter anderem fanden sie Verunreinigungen mit Mineralölbestandteilen – dies traf laut „Öko-Test“ für mehr als die Hälfte der untersuchten Patties zu.

Ebenfalls zu Abwertungen führten ein zu hoher Salzgehalt, geschmacksverstärkende Hefeextrakte sowie Anteile von Gentechnik. Der Nachweis von genverändertem Soja verwunderte die Tester nicht, da ein Großteil der verwendeten Sojabohnen aus den USA stamme.

Am Ende verpasste „Öko-Test“ einem der untersuchten Burger das Urteil „ungenügend“ und drei den Stempel „mangelhaft“. Viermal gab es „ausreichend“ und ebenfalls viermal die Note „befriedigend“.

Vegane Burger: Discounter und Fast-Food-Ketten setzen auf fleischloses Angebot

Seit einiger Zeit setzen auch Discounter und Fast-Food-Ketten verstärkt auf vegane Alternativen in ihrem Angebot. So hatte im August dieses Jahres zuerst Lidl bekanntgegeben, vegane Veggieburger dauerhaft zu verkaufen. Konkurrent Aldi zog kurze Zeit später nach und bietet seither vegane Burger zum Dumpingpreis an. Der Verkaufsstart des Veggie-Burgers verzögerte sich allerdings, weil Aldi Lieferschwierigkeiten hatte.

Bei den Fast-Food-Anbietern griff KFC in die vegane Kiste: Die Kette testete vegane Chicken Wings mit Fleischersatz von Beyond Meat. Auch Burger King testete einen veganen Whopper mit Labor-Fleisch. (jkali/dpa)

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