Umfrage

Corona-Krise: Was Berufstätige bei Büro-Rückkehr erwarten

Berlin.  Fast jeder zweite Arbeitnehmer rechnet damit, zeitnah wieder ins Büro zurückzukehren. Das erwarten die Beschäftigten bei der Rückkehr.

Ratgeber: So klappt's mit dem Home Office in Corona-Zeiten

Wegen der Cornavirus-Pandemie lassen immer mehr Betriebe ihre Mitarbeiter die Arbeit zu Hause erledigen. Wer ein paar Tipps beherzigt, dem wird die Umstellung nicht schwer fallen.

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Für Millionen Arbeitnehmer geht es in diesen Wochen zurück aus dem Home-Office ins Büro oder an ihren klassischen Arbeitsplatz. Doch das Stimmungsbild über die Rückkehr ist gemischt, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Arbeitgeberbewertungsplattform Glassdoor zeigt, die unserer Redaktion exklusiv vorliegt.

Fast jeder Zweite möchte sobald wie möglich an den Arbeitsplatz zurückkehren. Doch 15 Prozent würden gerne dauerhaft von zu Hause aus arbeiten.

Home-Office: Viele vermissen eine Trennung von Job und Privatleben

Männer wollen dabei häufiger zurück zum Arbeitsplatz (52%) als Frauen (41%). Den Arbeitnehmern, die auf eine baldige Rückkehr hoffen, fehlt im Home-Office vor allem die persönliche Zusammenarbeit (57%) und der Smalltalk mit Kollegen (52%). 40 Prozent gaben zudem an, dass sie zu Hause eine klare Trennung von Job und Privatleben vermissen.

Doch auch mit der Rückkehr zum Arbeitsplatz wird es nicht so sein wie vor der Corona-Krise. Die Beschäftigten stellen klare Anforderungen, was sie bei der Rückkehr ins Büro erwarten.

Lesen Sie hier: Rückkehr vom Homeoffice ins Büro: Muss ich das überhaupt?

Hälfte der Beschäftigten rechnet mit baldiger Rückkehr ins Büro

Jeder vierte Befragte gab an, aufgrund der pandemiebedingten Maßnahmen weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten. Doch über die Hälfte der Beschäftigten, die noch im Home-Office sind, rechnet damit, bis Ende August wieder am eigentlichen Arbeitsplatz ihrer Tätigkeit nachzugehen. Weitere 21 Prozent rechnen mit einer Rückkehr im September oder Oktober.

Doch mit dem Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind auch Sorgen verbunden. Was braucht es also, um den Arbeitsplatz sicher zu gestalten? 59 Prozent der Befragten erwarten, dass der Arbeitgeber Desinfektionsmittel bereithält. 27 Prozent gaben an, dass sie von ihrem Arbeitgeber erwarten, dass Covid-19-Testkapazitäten vom Arbeitgeber bereitgehalten werden. Fiebermessen spielt dagegen kaum eine Rolle, nur sieben Prozent wünschen sich entsprechende Maßnahmen.

Das sind die häufigsten Erwartungen der Arbeitnehmer bei einer Bürorückkehr:

  1. Der Arbeitgeber soll Desinfektionsmittel bereithalten (59 Prozent)
  2. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu anderen Mitarbeitern muss gewährleistet werden (56 Prozent)
  3. Büroräume müssen häufig gereinigt werden (49 Prozent)
  4. Es muss ein Belüftungskonzept und eine regelmäßige Durchlüftung der Arbeitsräume gewährleistet werden (39 Prozent)
  5. Die Belegschaft soll in Teams aufgeteilt werden, die abwechselnd am Arbeitsort tätig sind (36 Prozent)
  6. Meetings sollen weiter per Video-Konferenz stattfinden (30 Prozent)
  7. Am Arbeitsplatz soll Mundschutz getragen werden (27 Prozent)
  8. Der Arbeitgeber soll Testkapazitäten für Covid-19 bereithalten (27 Prozent)
  9. Die Anzahl der Mitfahrenden in Fahrstühlen soll begrenzt werden (25 Prozent)
  10. Zwischen den Arbeitsplätzen sollen Schutzscheiben angebracht werden (17 Prozent)

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„Die neue Normalität im Beruf wird eine andere sein als vor der Corona-Krise und Arbeitgeber tun gut daran, die Stimmung in der Belegschaft bei den anstehenden Lockerungsmaßnahmen zu berücksichtigen“, sagte Glassdoor-Arbeitsmarktexperte Felix Altmann unserer Redaktion.

Für die Umfrage hat YouGov zwischen dem 12. und 15. Juni 1.111 Berufstätige befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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