Bürgerinitiative aus Gefell zeigt im Thüringer Landtag Flagge

Gefell/Erfurt  Petition sowie Unterschriften von 2436 Befürwortern am Donnerstag übergeben. Staatssekretär Klaus Sühl sagte weitere Unterstützung zu.

Frank Berka, Norbert Briese, Bernd Hessel, Thomas Fischer, Monika Militzer und Nicole Schrader (v.l.) von der BI Gefell hatten am Donnerstag wichtige Termine im Thüringer Landtag.

Frank Berka, Norbert Briese, Bernd Hessel, Thomas Fischer, Monika Militzer und Nicole Schrader (v.l.) von der BI Gefell hatten am Donnerstag wichtige Termine im Thüringer Landtag.

Foto: Elisa Schrader

Vorgestern hatte die „Bürgerinitiative für eine ­sichere und lebenswerte Stadt Gefell“ im Thüringer Landtag wichtige Termine mit Mitgliedern des Petitionsausschusses und dem Staatssekretär im ­Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Klaus Sühl.

Nach Informationen von Pressesprecher Nico Jahreis, übergaben die Mitglieder der BI aus Gefell und Zollgrün die eingereichte Petition, die Unterschriftenlisten mit den 2436 Unterstützern und erläuterten die Forderungen hinsichtlich Sicherheit, Belastungen und Reduzierung des Schwerlastverkehrs im aktuellen Verkehrs­geschehen zwischen Juchhöh und Zollgrün. Die Mitglieder des Petitionsausschusses begrüßten die große Unterstützung der Bevölkerung in der Region für die Durchsetzung der Forderungen im Rahmen eines Petitionsverfahrens. Zur Tagung des Ausschusses in der nächsten Woche wird die öffentliche Zulassung für ein Verfahren geprüft. Die BI hat dann die Möglichkeit, in öffentlichen Anhörungen weiter Einfluss auf die Durchsetzung der Forderungen zu nehmen. In jedem Fall wird der Ausschuss beim zuständigen Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft deren Prüfung und Umsetzung begleiten.

Beim Treffen mit Klaus Sühl wurde konkret diskutiert. Die bisherigen Aktivitäten der Bürgerinitiative hatte man im Ministerium aufmerksam verfolgt. Das Ansinnen der Aktivisten aus dem Saale-Orla-Kreis war bekannt. Seitens der BI konnte man da also bereits ins Detail ­gehen und weitere aktuelle Ergänzungen übergeben.

Die Umgehungsstraße Dobareuth/Gefell – im aktuellen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 nicht berücksichtigt – doch noch einer früheren Realisierung zuführen zu können, wird als schwierig beurteilt. „Diese Maßnahme muss im Rahmen eines geplanten Ausbaus der B90 und eines Brückenneubaus in Saaldorf gesehen werden. Eine notwendige Voraussetzung dafür ist allerdings eine konkrete Entscheidung des Stadtrats und des Bürgermeisters von Gefell“, schrieb Nico Jahreis. Eine Umgehungsstraße wird zur Reduzierung des Schwerlastverkehrs nach wie vor als eine wirksame Maßnahme angesehen.

Besprochen wurden unter anderem Maut­erhebungen auf der B2 von der Thüringer Landesgrenze, über Gefell und die L3002 über Zollgrün; ein Nachtfahrverbot über 7,5 Tonnen; die Vermeidung von Maut-Ausweichstrecken, Aktivitäten zur Geschwindigkeitsregulierung/-kontrolle, die Frage sicherer Fußgängerüberwege und die Reduzierung von gesundheitlichen Belastungen.

Geprüft werden soll auch, den Schwerverkehr grundsätzlich auf die vorhandenen Auto­bahnen zu lenken. Nach Aussage von Staatssekretär Sühl sind das Schwerpunkte für mögliche Lösungen. Weitere Unterstützung wurde zugesagt. Aktuell laufen Verkehrsanalysen in Gefell und Zollgrün. Bis Ende März sollen Maßnahmen vorgestellt werden. Nachdrücklich bestanden die Vertreter der BI darauf, kurz-, mittel- und langfristige ­sowie komplexe Lösungen zu finden, um die Belastungen der Menschen längs der Trasse wirksam zu reduzieren.

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