Casanova macht‘s

Jena  Handball: Der Manager ist jetzt auch der Trainer. Vorerst.

Gibt sich kämpferisch: Sergio Casanova, der Manager und Neu-Trainer des HBV Jena.

Gibt sich kämpferisch: Sergio Casanova, der Manager und Neu-Trainer des HBV Jena.

Foto: Jürgen Scheere

Sergio Casanova heißt der neue Trainer beim HBV Jena. Vorerst. Der Geschäftsführer der Viertliga-Handballer wird das Team so lange betreuen, bis ein Nachfolger für den am Montag geschassten Ralph Börmel gefunden ist. „Ob es Wochen oder Monate sind, weiß ich nicht“, sagt Casanova. Man habe keinen Zeitdruck, verfalle nicht in Hektik, soll doch der neue Coach das ambitionierte Jenaer Projekt auf eine neue Stufe heben: „Der Trainer, der jetzt kommt, soll in der nächsten Saison mit uns in die Dritte Liga aufsteigen“, sagt Casanova. Nach Bekanntwerden der Trennung hätten sich schon der eine oder andere Interessent gemeldet, man werde aber jetzt einen anderen Weg gehen. „Ich möchte mir ein internes Bild von den Jungs machen, die Arbeit mit der Mannschaft nutzen, um auch zu schauen, wer unseren Weg mitgehen kann“, sagt Casanova. Der einstige Handball-Profi will seine Erfahrung einbringen, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Die Entscheidung, sich von Ralph Börmel zu trennen, habe man sich nicht leicht gemacht. Aber: „Ich kann nur aufgrund greifbarer Dinge reagieren. Und das ist in unserem Fall die Position in der Tabelle gepaart mit dem Trend der sechs verlorenen Spiele am Stück“, sagt Casanova, der betont, dass diese Lösung im Einvernehmen mit Börmel gefunden wurde.