Fußball: BSG Wismut Gera II in Bad Köstritz auf Torejagd

Bad Köstritz  Kreisoberliga: Aufsteiger Rüdersdorf punktet in Gößnitz. Münchenbernsdorf in Schmölln weit unter Wert geschlagen.

Wismut-Kicker Chris Söllner ist vom Köstritzer Routinier Sebastian Schroll (Nr. 21) nicht zu halten. Ein halbes Dutzend an Gegentoren kassieren die Bierstädter zu Hause.

Wismut-Kicker Chris Söllner ist vom Köstritzer Routinier Sebastian Schroll (Nr. 21) nicht zu halten. Ein halbes Dutzend an Gegentoren kassieren die Bierstädter zu Hause.

Foto: Jens Lohse

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SV Elstertal Bad Köstritz – BSG Wismut Gera II1:6 (0:4)

Mit einem 6:1-Kantersieg auf dem Drehling zog die Geraer Wismut-Reserve in der Tabelle an den Köstritzern vorbei. Das spielfreie Oberliga-Wochenende ermöglichte bei den Gästen das Mitwirken von Schubert und Söllner, die von den ohnehin ersatzgeschwächten Bierstädtern im gesamten Spielverlauf nicht zu stellen waren. Die Elstertaler offenbarten eklatante Abwehrschwächen. Schon nach drei Minuten erzielte Weiß per Kopf das 0:1 (3.). Bei einem Lattentreffer hätten die Hausherren ausgleichen können (12.) Statt dessen erzielte Hoffmann nach einem langen Ball das 0:2 (17.). Vor der Pause nahm die Köstritzer Fehlerquote weiter zu. Eine Einzelleistung beschloss Schubert mit dem dritten Tor des Tages (38.). Als dann Söllner seinen Gegenspielern Schroll und Kronschwitz davon lief, staubte Hoffmann nach dessen Eingabe am langen Pfosten zum 0:4 ab (40.). Nach Wiederbeginn verflachte die Partie etwas. Aus dem Gewühl verkürzte Strauß auf 1:4 (70.). Das Gegentor rief die Beck-Elf noch einmal auf dem Plan. Auch Söllner schnürte sein Doppelpack. Nach einem verwandelten Elfmeter (72.) beendete er sein Tagwerk mit dem Tor zum 1:6 (77.).

FSV Gößnitz – TSV 1880 Rüdersdorf 2:2 (1:1)

Ohne fünf Stammkräfte und mit nur einem Wechselspieler boten die Rüdersdorfer in Gößnitz über die gesamte Spielzeit Paroli. Vom Rückstand durch Korb, der sich geschickt um seinen Gegenspieler drehte und zum 1:0 ins lange Eck traf (17.), ließ sich der Gastgeber nicht beeindrucken. Nach einem in die Mitte abgewehrten Einwurf zog Kohlbach ab und erzielte das 1:1 (23.). Den nächsten Treffer gab es erst nach Wiederbeginn, als Schlauch unvermittelt aus 25 m schoss und der Ball im rechten Dreiangel einschlug – 1:2 (50.). An eine Eingabe brachte Korb seine Fußspitze. Vom Innenpfosten ging der Ball zum 2:2 ins Tor. (56.). Nach der Knieverletzung eines Gößnitzers mussten die Hausherren bei erschöpftem Auswechselkontingent bis zum Schluss zu zehnt auskommen.

SV Schmölln 1913 – Münchenbernsdorf 5:0 (2:0)

Das klare Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Nach einem langen Ball waren die Knopfstädter durch Cepnik früh in Führung gegangen (4.). Damit war das taktische Konzept der Kind-Elf über den Haufen geworfen. Schmidt traf per Kopf den Pfosten (7.), ehe sich die Hausherren weit zurückzogen und auf Konter lauerten. Münchenbernsdorf agierte mutig nach vorn, aber Lemke und insbesondere der im Abschluss unglückliche Dörfer vergaben. Nach zwei guten Paraden von Gäste-Torwart Kampe war er bei Neumaiers 2:0 nach einem Konter machtlos (32.). Weise und Dörfer hatten noch vor der Pause den Anschluss vor Augen. Nach Wiederbeginn trafen Weise (53.) und Lemke (54.) nacheinander die Querlatte. Nun hatte Münchenbernsdorf sein Pulver verschossen. Der Glaube an eine Wende im Spiel ging verloren. Neumaier frei vor Kampe (73.), Neumaier per Solo (75.) und Haß mit einem direkt verwandelten Freistoß (90.) schraubten das Ergebnis noch auf 5:0 in die Höhe.

SV Rositz – Kraftsdorfer SV 03 2:2 (2:1)

Nach dem Rücktritt von Trainer Patrick Posselt in der Vorwoche stand in Rositz erstmals Veit Steinert verantwortlich an der Seitenlinie. Ohne die Routiniers Lange und Ullrich mühten sich die Erlbachtaler mit zwei Viererketten, den heimstarken Rositzern Paroli zu bieten. Nach einem Schindelar-Zuspiel brachte Maisel die Gäste mit einem satten Schuss in Führung – 0:1 (12.). Ein Doppelschlag von Reichel schien das Blatt zu wenden. Erst traf der Torjäger per Schlenzer ins Eck (33.). Kurz darauf stand er nach einem Abpraller goldrichtig – 2:1 (36.). Nach Wiederbeginn kämpften sich die Kraftsdorfer zurück in die Begegnung. Kurz vor Schluss gelang den Gästen der 2:2-Ausgleich, als Maisel einen 18 m-Schuss im rechten Eck versenkte (87.). „Endlich haben wir uns auch einmal mit einem Punkt belohnt“, freute sich Neutrainer Veit Steinert.

FC Altenburg – SG Gera-Pforten 2:3 (1:2)

In der Skatstadt landeten die Pfortener einen wichtigen Dreier. Den frühen Rückstand durch Schmidt nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Rohse – der Torschütze umkurvte noch Torwart Dolecek (4.) – steckten die Gäste gut weg. Nach einer Schroth-Ecke markierte Hertel per Kopf den Ausgleich (33.). Heimann ließ wenig später nach Vorarbeit von Oskar Hesse ebenfalls mit dem Kopf das 1:2 folgen (39.). Nach dem Ausscheiden von Froß mussten die Gäste auch die Verletzung von Weiß kompensieren. Mit einem 25-m-Fernschuss ins Dreiangel erhöhte Enrico Petzold auf 1:3 (56.). Weitere Konterchancen konnten Wolter, Schroth und Hertel nicht verwerten. Zum Glück fiel der 2:3-Anschluss durch Rieming (88.) zu spät. Unterm Strich sprach Pfortens Trainer Brümmer von einem verdienten Auswärtssieg seiner Elf.

SV 1879 Ehrenhain II – SV BW Niederpöllnitz 4:0 (1:0)

Bisher galt die Ehrenhainer Reserve als Lieblingsgegner der Niederpöllnitzer. Doch diesmal gestaltete sich das anders. Nach einem Freistoßtreffer von Döring (30.) gerieten die Blau-Weißen in Rückstand. Bis dahin war den Gästen noch nicht viel gelungen. Die Niederpöllnitzer taten sich schwer, zu organisierten Angriffen zu kommen. Nach einem schnellen Konter zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Noah Krosse auf 2:0 (49.). Die Blau-Weißen gaben sich nicht geschlagen. Kurz und Lukas Müller hatten den Anschluss vor Augen, doch retteten die Ehrenhainer jeweils auf der Torlinie (63.). Statt dessen gab es nach einem Foul von Sporer Elfmeter für die Hausherren. Döring verwandelte eiskalt – 3:0 (70.). Kurz vor Schluss legte Döring nach einem Skujat-Patzer noch das vierte Gastgeber-Tor nach (89.). Mit dem Heimsieg wahrten die Ehrenhainer ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt.

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