Timmy Thiele: „Sonntag hoffe ich, dass der FC Carl Zeiss Jena mal nicht gewinnt“

Timmy Thiele, bei Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss einst Top-Torjäger, empfängt die Jenaer diesen Sonntag mit dem 1. FC Kaiserslautern.

Timmy Thiele.

Timmy Thiele.

Foto: Christoph Worsch

Der 1. FC Kaiserslautern wollte eigentlich aufsteigen, jetzt stehen Sie mit den Pfälzern auf Rang 13.

Zufrieden ist hier keiner. Alles ist hinter den Erwartungen geblieben. Bisher ist es eine gebrauchte Saison, die sich keiner gewünscht hat. Wir müssen zusehen, dass wir jetzt unsere Punkte holen und die Saison vernünftig abschließen.

Welche Ziele gibt es für die restlichen Spiele?

Wir wollen jedes Spiel gewinnen und so viele Punkte wie möglich holen, um am Ende eine ordentliche Saison draus zu machen.

Kaiserslautern hat in 26 Spielen erst 29-mal getroffen.

Ja, wir haben zu wenig Tore geschossen, uns zu wenige Chancen herausgespielt. Deshalb stehen wir da, wo wir stehen.

Wir bewerten Sie Ihren persönlichen Saisonverlauf? In Jena waren Sie ja der Torschütze vom Dienst.

Ich bin hinter meinen eigenen Erwartungen geblieben und absolut nicht zufrieden.

Also heißt es: ein paar Tore schießen. Am besten schon am Sonntag beim Spiel gegen Ihren Ex-Verein. Oder würde Ihnen ein Treffer leid tun?

Ich hatte in Jena eine richtig geile Zeit, verfolge den Verein Woche für Woche. Aber jetzt spiele ich für den FCK, werde alles geben und natürlich versuchen, Tore zu schießen. Am Sonntag hoffe ich, dass Jena mal nicht gewinnt, auch wenn ich dem Klub sonst die Daumen drücke.

Wie bewerten Sie die Situation des FC Carl Zeiss, der auf einem Abstiegsplatz steht?

Ich wünsche dem Verein, dass er da unten rauskommt. Das Umfeld und die Spieler, die ich noch kenne, haben es einfach nicht verdient abzusteigen.

Was sagen Sie zum Trainerwechsel in Jena?

Das war sicherlich ein tiefer Einschnitt. Es ist im Winter viel passiert. Auch viele Spieler, die zu meiner Zeit Stammspieler waren, sind nicht mehr da. Ich muss nicht alles verstehen. Letztlich müssen die Leute, die jetzt da sind, zusehen, dass sie über den Strich kommen.

Lukas Kwasniok hat ja auch Ihren Schwager Kevin Pannewitz aussortiert.

Ja gut, an vielem war Kevin selbst schuld. Aber wie das verlaufen ist, war für beide Parteien sicherlich nicht gut.

Kann man den FC Carl Zeiss Jena und den 1. FC Kaiserslautern vergleichen?

Nein. Aber beides sind tolle Vereine. Ich hatte eine schöne Zeit in Jena, habe jetzt eine schöne Zeit in Lautern und hoffe, dass sie noch besser wird. Wenn wir weiter hart arbeiten, wird sich der Erfolg schon einstellen.

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