FC Carl Zeiss drückt RB Leipzig die Daumen

Der FC Carl Zeiss zeigt sich beim 4:1 (2:0) in Cottbus noch einmal in Spiellaune. Shala trifft und leitet ein Tor ein. Präsident Zipfel hofft, dass Leipzig in die 3. Liga aufsteigt, will mit Jena in der kommenden Saison folgen

Andis Shala kommt immer besser in Tritt. In Cottbus schoss er das Tor zur 1:0-Führung.  Foto: Tino Zippel

Andis Shala kommt immer besser in Tritt. In Cottbus schoss er das Tor zur 1:0-Führung. Foto: Tino Zippel

Foto: zgt

Gegen den bereits als Absteiger in die Oberliga feststehenden FC Energie Cottbus II zeigte sich der FC Carl Zeiss am Sonnabend vor 289 Zuschauern im Stadion der Freundschaft noch einmal in Spiellaune. Mit dem 4:1 (2:0) in der Lausitz schloss Jena die Regionalligasaison mit 14 Punkten Rückstand auf RB Leipzig auf Platz zwei ab.

"Wir haben geglaubt, dass wir es noch ein wenig länger spannend halten können", sagt Vereinspräsident Rainer Zipfel, "doch die Realität, was Red Bull betrifft, hat uns schnell eingeholt. RB hat eine ganz andere Qualität - die wollen nicht aufsteigen, die müssen." Dass der FC Carl Zeiss mit 58 Punkten Zweiter der Nordost-Staffel wird, zeige, dass RB Leipzig in einer anderen Liga spielt. "Mit 58 Punkten ist man in fast jeder anderen Liga ein Aufstiegskandidat." Gegen den souveränen Meister spielte Jena 1:1 und 4:5. Allerdings schafften es die Jenaer weder gegen Zwickau (3.), Berliner AK (4.) oder Magdeburg (6.) ein Spiel zu gewinnen.

Für den Fall, dass RB Leipzig in der kommenden Saison in der 3. Liga spielt, erwartet Zipfel den FSV Zwickau und den 1. FC Magdeburg als härteste Konkurrenten um Platz eins. Saisonziel sei der Aufstieg, sagt er, "das muss klar sein, da gibt es keine Ausreden". Jetzt heißt es Daumen drücken für die Leipziger, dass sie sich in den Aufstiegsspielen gegen die Sportfreunde Lotte (29. Mai/2. Juni) durchsetzen. Blieben die Leipziger in der 4. Liga, "sind sie wieder Top-Favorit und wir müssten uns zusammensetzen und beraten, wie wir darauf reagieren". Stand Wochenende zeichne sich für ihn ab, wer bleibt, "dem einen oder anderen werden wir zur Saisonabschlussfeier aber auch eine neue sportliche Zukunft wünschen".

Beim 4:1 am Sonnabend im Stadion der Freundschaft ließen die Jenaer Ball und Gegner laufen, machten früh alles klar, hätten durchaus noch höher gewinnen können. Andis Shala (25.) verwertete gekonnt einen langen Ball von Dennis Schulte.

Der 24-Jährige nahm den Ball direkt und zirkelte ihn ins lange Eck. "Die schwierigen Bälle macht er", sagt Rainer Zipfel mit einem Lachen. In der 37. Minute bereitete Shala den Treffer von Przemyslaw Trytko vor, passte ihm den Ball in den Lauf. Der frühere Cottbuser lief in den Strafraum und schob überlegt ein. Tino Schmidt (40.) hatte das 3:0 auf dem Fuß, traf aber nur den Innenpfosten. Auch nach dem Wechsel war Jena die überlegene Mannschaft. Shala (55.) köpfte unbedrängt nach einem Zuspiel von Tom Geißler knapp neben das Tor. Schulmäßig herausgespielt das 3:0. Schulte flankte nach innen, Brinkmann kam aus vollem Lauf, stieg hoch und köpfte ins Eck (60.). Auf 4:0 erhöhte Geißler (80.), der eine Eingabe des eben eingewechselten Marcel Schlossers überlegt verwertete. Als sich Justus Six und Ronald Wolf im Jenaer Strafraum umrannten, kam Köhler (83.) zum Ehrentreffer.

Gästeblock bleibt in Cottbus halbleer: Kritik vom FC Carl Zeiss