HSV Ronneburg schwächelt, gewinnt aber dennoch

Ronneburg.  HSV Ronneburg bezwingt in der Handball-Thüringenliga kampfstarke Altenburger mit sechs (32:26) Toren.

Ronneburgs Andre Stölzner (Mitte) setzt sich beim 32:26-Erfolg des Gastgebers gegen die Altenburger Tim Krause (l.) und Florian Schörnig durch.

Ronneburgs Andre Stölzner (Mitte) setzt sich beim 32:26-Erfolg des Gastgebers gegen die Altenburger Tim Krause (l.) und Florian Schörnig durch.

Foto: Jens Lohse

Dritter Saisonsieg für den HSV Ronneburg! Im nächsten Ostthüringenderby behauptete sich die Koska-Sieben gegen den SV Aufbau Altenburg mit 32:26. Diesmal fehlte es allerdings an Glanz im Spiel des Gastgebers.

„Nach einem durchwachsenen Beginn sind wir vor der Pause auf sieben Tore davon gezogen. Die erste Viertelstunde nach Wiederbeginn hat aber dann jeder gemacht, was er wollte. Im Angriff haben wir total die Linie verloren. Erst als wir in der Deckung auf 6-0 umgestellt haben, lief es besser“, so ein nicht zufriedener Stefan Koska.

Ein Sonderlob verteilte er wie schon in Ziegelheim an Andre Stölzner. „Er war überragend, hat nicht nur die Angriffe eingeleitet, sondern auch selbst immer wieder getroffen. Er hat den Kopf oben behalten und die Übersicht bewahrt“, so Koska.

Gute Laune trotz Niederlage

Altenburgs Oliver Schörnig war trotz der Niederlage guter Laune: „In den Derbys sind meine Spieler besonders motiviert. Da war genug Adrenalin auf der Platte. Als Außenseiter hatten wir nichts zu verlieren. Beim 23:21 waren wir bis auf zwei Tore heran. Ich habe eine Steigerung meiner Mannschaft gesehen.“

Mit den ersten beiden Treffern durch Nico Bertus und Chris Unger zum 0:2 (2.) setzten die Skatstädter erst einmal ein Achtungszeichen. Mit vier Toren in Folge nahmen die Ronneburger den Kampf an – 4:2 (5.). Absetzen konnten sich die Hausherren vor den 120 Zuschauern im Hexenkessel Zeitzer Straße zunächst nicht. Bis zum 10:9 (20.) blieben die Altenburger dran, wobei man im HSV-Lager den Kontrahenten sicherlich etwas unterschätzt hatte.

Die zehn Minuten vor der Pause gehörten dann aber eindeutig den Ronneburgern. Michael Seime vom Kreis und Mirko Alexy erzielten in dieser Phase jeweils drei Treffer hintereinander, weshalb der Gastgeber bis zur Halbzeit auf 17:10 enteilte.

Altenburg wieder aufgebaut

Aber so ging es nach Wiederbeginn nicht weiter. Vergebene freie Würfe, technische Fehler und einfache Ballverluste bauten den Gegner aus Altenburg wieder auf, der im achtfachen Torschützen Nico Bertus seinen erfolgreichsten Werfer hatte. Tor um Tor verkürzten die Skatstädter, die beim 21:19 (44.) wieder in Schlagdistanz waren.

Doch in der Schlussviertelstunde nahmen auch die Ronneburger wieder am Spiel teil. Torwart Maximilian Weihrauch zwischen den Pfosten steigerte sich. Im Angriff wurde Andre Stölzner zum Spielgestalter und erzielte zudem wichtige Tore. Am Ende hieß es 32:26.

„Nächste Woche kommt Arnstadt und dann haben wir zwei Wochen Pause vor dem Spitzenspiel in Hermsdorf“, blickte HSV-Trainer Stefan Koska schon einmal voraus.