In aller Freundschaft

Langenwolschendorf  Das Duell Langenwolschendorf – Großkoschen geht in nächste Runde. Beim Lindenpokal steht aber der Spaß am Radball im Vordergrund

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Schon seit zehn Jahren sind Manuel Paschka (14/Torwart) und der ein Jahr ältere Nils Kebsch ein Radballteam – ein erfolgreiches.

Wer sich Langenwolschendorf nähert, der erfährt es. „Radball-Hochburg“ steht auf dem Schild, darüber wurde ein ausgedientes Radballfahrrad montiert. Als Nils Kebsch und Manuel Paschka erstmals in der U13 Deutscher Meister wurden, kam der Verein auf die Idee dieser Installation. Warum auch nicht. Radball hat in Langenwolschendorf Tradition, aber einen Deutschen Meistertitel konnte der Verein noch nie bejubeln.

Lindenpokal: Die besten Nachwuchsteams am Ball

Inzwischen sind Manuel Paschka und Tino Kebsch dreimal Deutscher Meister geworden – in dieser Saison in der U17. Und eine Altersklasse höher, in der U19, wurden sie als Ersatzteam für die Junioren-EM in Geispolsheim nominiert. Eigentlich ein Erfolg, aber die Beiden wollten mehr – selbst bei der EM in Frankreich spielen.

Doch wie es in Langenwolschendorf mit Paschka/Kebsch ein Ausnahmeteam gibt, so gibt es in Großkoschen mit den Lehmann-Zwillingen Eric und Tim ebenfalls ein überragendes Duo.

„Beide Mannschaften kennen sich seit Jahren schon, nehmen sich nichts. Da entscheiden Kleinigkeiten, oft auch die Tagesform“, sagt Trainer Tino Kebsch. Nicht anders war es beim entscheidenden EM-Qualifikationsturnier in Darmstadt. Beim Stand von 3:3 traf Manuel Paschka den Außenpfosten und im Gegenzug erzielte Großkoschen das 4:3 und war wieder bei der JEM dabei.

Wie schon 2018. Auch im Vorjahr hatte der BDR die Langenwolschendorfer als Ersatzteam nominiert. Top vorbereitet, auch dank des Einsatzes der Ostthüringer, gingen die Brandenburger damals aufs Parkett. Doch beim Aufwärmen der Rückschlag. Eric Lehmann bekam einen Ball unglücklich an den Kopf, konnte nicht weiterspielen, für ihn rückte Manuel Paschka ins Tor. „Nimm dein Selbstvertrauen mit, du kannst etwas, zeig es und bewahre die Ruhe“ , rief Tino Kebsch ihm von der Tribüne aus zu. „ Man hat nicht gesehen, dass die beiden noch nicht zusammen gespielt haben. Manuel hat seine Sache sehr gut gemacht.“

In diesem Jahr wurden die Lehmann-Zwillinge als Titelverteidiger EM-Zweiter, verloren gegen die Schweiz nach 4:4, 2:2 in der Verlängerung im Vier-Meterschießen. Augenzeugen des dramatischen Finalspiels auch die Langenwolschendorfer, die wieder die komplette EM-Vorbereitung mitgefahren waren, sich auch in Geispolsheim bereit gehalten hatten. Hinter den Langenwolschendorfern liegt nun wieder eine lange Saison mit vielen Kilometern auf der Autobahn – und ohne die Unterstützung des Vereins, der Radballanhänger im Ort, wäre das nicht zu stemmen gewesen. Die Reise nach Frankreich war aber nicht umsonst, die Langenwolschendorfer haben ihren Anteil am Erfolg geleistet und wissen längst, „wo wir Großkoschen packen können“, sagt der Trainer. Doch am Sonnabend kommt es beim „Lindenpokal“ erst einmal zu einem freundschaftlichen Aufeinandertreffen. Beim Pokalturnier ab 13 Uhr in der Turnhalle „Schleizer Hof“ werden neben Großkoschen und Langenwolschendorf mit Darmstadt, Iserlohn und Ehrenberg weitere Nachwuchsspitzenteams am Ball sein. Alle Mannschaften wollen natürlich zeigen, was sie drauf haben, Im Vordergrund stehe aber der Spaß am Radball. „Es wird nicht verbissen zu gehen. Trotz aller Konkurrenz sind die Jungs befreundet. Wir werden nach dem Lindenpokal am Abend gemütlich zusammensitzen, die Saison Revue passieren lassen, die eine oder andere Anekdote zum Besten geben“, sagt Tino Kebsch.

Und in der neuen Saison heißt es wieder Langenwolschendorf gegen Großkoschen im Kampf um den EM-Startplatz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.