Nervenstärke entscheidet

Ludwigshafen/Rudolstadt  Daniel Barth verteidigt den deutschen U 18-Titel U18 / KKV Schwarzakreis wird deutscher U 18- Vizemeister

Das Team des KKV Schwarzakreises wird Silbermedaillengewinner bei den deutschen U 18-Meisterschaften.

Das Team des KKV Schwarzakreises wird Silbermedaillengewinner bei den deutschen U 18-Meisterschaften.

Foto: Thomas Barth

Zu den deutschen Meisterschaften in Ludwigshafen-Oggersheim startete der KKV Schwarzakreis als Thüringenmeister U18 männlich ins Rennen und erkämpfte sich den zweiten Platz.

Den Grundstein mit guten 508 Kegel legte der Saalfelder Kevin Möller. Damit war der Schwarzakreis nach dem ersten Durchgang im hinteren Mittelfeld zu finden, auf Platz sieben von zwölf Mannschaften, denn der spätere Meister ESV Aulendorf legte zeitgleich mit der Tagesbestleistung von 634 Kegel durch Lukas Funk – der unlängst mit der Nationalmannschaft Vizeweltmeister wurde – einen erheblichen Vorsprung vor.

Im nächsten Durchgang legte mit neuer persönlicher Bestleistung der stark aufspielende Pascal Becher vom KSC Unterweißbach so richtig los und beförderte als Durchgangsbester mit 573 Kegel (drittbester Einzeltageswert) den KKV Schwarzakreis auf den vorerst dritten Rang. Mehr erhofft hatte sich wohl Simon Axthelm, der mit seiner Tagesform haderte, aber trotzdem mit kämpferischen 522 Kegel den KKV Schwarzakreis vor der immer näher rückenden Konkurrenz auf Platz drei halten konnte.

Als Schlussstarter gelang es schließlich Daniel Barth mit routinierter Nervenstärke und 570 Kegel den KKV auf den zweiten Platz zu führen. Die Mannschaft des KKV Schwarzakreis wurde somit Vizemeister mit insgesamt 2173 Kegel hinter dem ESV Aulendorf aus Württemberg (2214). Ebenfalls aus Württemberg wurde der TSV Denkendorf mit 2161 Gesamtkegel Dritter.

Einen Tag später ging es dann für 24 Einzelstarter in die Qualifikation, von denen die zwölf besten Starter im Finale am Pfingstmontag um den Meistertitel kämpften.

Simon Axthelm (SV Siemens Rudolstadt) und Titelverteidiger Daniel Barth (ESV Lok Rudolstadt) waren im Schlussdurchgang dran. Ein stimmgewaltiger Fanblock aus Thüringen feuerte die beiden Rudolstädter an, die fanfreundlich auch noch nebeneinander spielten. Simon Axthelm zog mit 571 Kegel und dem vorläufigen vierten Platz ins Finale ein. Daniel Barth konnte mit der Tagesbestleistung von 593 Kegel als Erster ins Finale einziehen, dicht gefolgt von Lukas Funk (589; ESV Aulendorf) und Tim Brachtel (585; TSV Denkendorf). Die acht Kegel Differenz zwischen erstem und drittem Qualifikationsplatz versprachen ein spannendes Finale, denn alle drei Spieler kennen sich aus der Nationalmannschaft.

Am Finaltag wurde es dann ein extrem spannendes Duell zwischen Funk und Barth. Beide schenkten sich nichts und lieferten sich ein Duell auf höchstem Niveau. Funk kam am besten aus den Startlöchern und erreichte auf der ersten Bahn 165 Kegel, Daniel blieb zehn Kegel darunter. Zur Halbzeit wechselte Daniel Barth mit starken 310 Holz, doch Lukas Funk hatte immer noch die Nase vorn. Selbst nach der dritten Bahn änderte sich nichts am knappen Vorsprung von momentan sieben Kegel von Lukas Funk. Nach den letzten 15 Wurf in die Vollen hatte Daniel Barth einen denkbar knappen Vorsprung von zwei Kegel herausgespielt. Mit den anschließenden letzten 15 Räumern erkämpfte er die beste Bahn des Tages mit 173 Kegel und beendete diesen Krimi mit 630 Kegel (Gesamtkegel 1223). Er wurde mit dem Deutschen Meistertitel belohnt, denn Lukas Funk zeigte dann doch Nerven und erreichte 609 Kegel (Gesamtkegel 1198), was den Vizemeister bedeutete.

Simon Axthelm erreichte im Finale 548 Kegel, die aber nicht für einen Podestplatz reichten, denn mit seinen 1119 Gesamtkegel wurde er auch noch von Tobias Rössel (1132; KV 1912 Falkenstein) eingeholt, so dass es am Ende Platz fünf wurde. Tim Brachtel (1154) verteidigte seinen dritten Platz aus der Qualifikation.

Daniel Barth beendete mit diesem Meistertitel seine erfolgreiche Zeit in der U18 mit mehrfachen Landesmeistertiteln und zweimaligem Deutschen Meister. Auch international gelangen ihm mehrfache Podestplätze mit der deutschen Nationalmannschaft und der Weltpokalsieg in Kroatien.

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