THC-Handballerinnen mit Schwung in die nächsten Spiele

Erfurt.  Thüringer HC gewinnt erstes Spiel in der Hauptrunde des EHF-Cups. Am Mittwoch Pokaltrip gen Norden.

THC-Kapitänin Iveta Koresova (rechts) holt aus.

THC-Kapitänin Iveta Koresova (rechts) holt aus.

Foto: Sascha Fromm

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Die Basis ist gelegt, Schwung für den Slalom zwischen Pokal, Meisterschaft und EHF-Cup geholt: Die Handballerinnen des Thüringer HC haben sich warmgeworfen. Durch ein 35:27 (18:13) bei Banik Most setzten sie sich in der EHF-Cup-Hauptrunde gleich mal an die Spitze der Gruppe A.

Iveta Koresova will den Platz am liebsten nicht mehr räumen. „Ich denke, wir müssen schauen, dass wir als Erste aus der Gruppe herausgehen“, sagte sie mit Blick auf das Tableau. Schlössen die Thüringerinnen die Partien mit Tschechiens Vizemeister Most, dem zweimaligen ungarischen EHF-Cup-Sieger Debrecen und dem türkischen Champion Kastamonu als Erste ab, gingen sie im Viertelfinale vielleicht zunächst Top-Teams wie etwa Siófok als Top-Favorit in der Gruppe B aus dem Weg. Die ersten beiden der vier Gruppen spielen nach einer Auslosung in Vergleichen Erster gegen Zweiter die Halbfinalisten aus.

Bis zu den K.o.-Spielen liegt indes ein steiniger Weg vor den Thüringerinnen. Einen ersten Schritt haben sie in Most geschafft. Einen, der für Iveta Koresova leichter fiel als erwartet. Der Respekt vorm Champions-League-Teilnehmer ist größer gewesen als bisher, räumte sie ein und hatte ein enges Duell erwartet.

Koresova kennt die schwarzen Engel

Die Tschechin kennt die schwarzen Engel, wie die Mannschaft aus Most bezeichnet wird, sehr genau. Und das nicht nur, weil der THC seit Jahren Vorbereitungsvergleiche mit Most bestreitet. Beinahe die halbe Mannschaft spielt mit der 30-Jährigen vom THC im tschechischen Nationalteam und habe sich durch die Königsklasse weiter entwickelt.

Umso zufriedener war die Regisseurin nach dem Auftakterfolg am Sonntag. Sie selbst hat die Entscheidung mit herbeigeführt. Nach dem Fünf-Tore-Plus zur Pause drehte ihr Team in der zweiten Hälfte auf. Es unterband das schnelle Spiel von Most und baute sein Polster in einer Viertelstunde auf 28:17 aus. Sechs von neun Mal traf Koresova in dieser Phase. Vornehmlich im Eins-gegen-Eins, in dem auch Most seine Stärke besaß und das Resultat am Ende freundlicher gestalten konnte.

THC-Trainer Herbert Müller hätte sich gewünscht, im Positionsangriff das eine oder andere Mal besser zuzupacken. „Unterm Strich haben wir aber auswärts 35 Tore erzielt, da kann man 27 bekommen, sagte Koresova in der Hoffnung, gegen nun Kastamonu nachzulegen.

Zuvor aber will sie den letzten Schritt ins Final Four um den DHB-Pokal gehen. Beim Zweitligisten TSV Nord Harrislee am Mittwoch ist der THC klarer Favorit. Der Weg ist dennoch weit. Sehr weit. Er führt nahe an die dänische Grenze.

EHF-Cup: THC-Fahrplan

  • Thüringer HC – Kastamonu Belediyesi - Sonntag, 12. Januar, 14 Uhr
  • Debrecen VSC – Thüringer HCSamstag - 18. Januar, 15 Uhr
  • Thüringer HC – Debrecen VSCSonntag - 26. Januar, 14 Uhr
  • Thüringer HC – DHK Banik MostSonntag - 2. Februar, 14 Uhr
  • Kastamonu Belediyesi – Thüringer HCSamstag - 8. Februar, 13 Uhr

DHB-Pokal, Viertelfinale: TSV Nord Harrislee – Thüringer HC, Mittwoch, 20 Uhr

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