Typisch BSG Wismut Gera: Sieben Tore gegen FC Inter Leipzig

Gera.  Gegen den Oberliga-Dritten schlägt sich die Dörfer-Elf bei ihrer 3:4-Niederlage auf dem Kunstrasen am Steg achtbar.

Wismut-Kicker Benjamin Keller (Mitte) sieht sich im Mittelfeld gleich von drei Leipzigern umringt.

Wismut-Kicker Benjamin Keller (Mitte) sieht sich im Mittelfeld gleich von drei Leipzigern umringt.

Foto: Jens Lohse

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Eine 3:4-Niederlage kassierte Fußball-Thüringenligist BSG Wismut Gera im Testspiel auf dem Kunstrasen am Steg gegen den Oberliga-Dritten FC Inter Leipzig. „Das war ein typisches Wismut-Spiel mit sieben Treffern. Offensiv war ich zufrieden. Gegen den Ball hat uns oft die Aggressivität gefehlt. Da konnten wir das Potenzial das Gegners nicht unterbinden“, schätzte Wismut-Trainer Marcus Dörfer ein.

Begonnen hatten beide Mannschaften wie die Feuerwehr. Das frühe 0:1 durch Arman Melkonyan (3.) steckten die Orange-Schwarzen ohne Probleme weg. Wenig später glichen die Hausherren aus. Nach Chris Söllners Eingabe war Marcel Kießling zur Stelle und vollendete zum 1:1 (7.). Keine Minute danach gar die Geraer Führung. Benjamin Keller steckte durch und Florian Schubert ließ dem Leipziger Schlussmann keine Abwehrchance (8.).

Torehatz im Minutentakt

Im Minutentakt ging es mit der Torehatz weiter. Ein Doppelschlag von Marcelo Henrique Franceschi (9., 10.) wendete das Blatt zugunsten der Inter-Kicker – 2:3. „Nach einer Viertelstunde haben wir uns besser auf die Leipziger Offensive eingestellt und konnten das Spiel etwas beruhigen. Ab da haben wir dagegen gehalten“, so Marcus Dörfer, der vor allem Fortschritte in Sachen Kommunikation auf dem Platz erkannte. „Da haben wir uns im Vergleich zur Hinrunde spürbar verbessert“, meinte der Coach.

Nach Wiederbeginn hätten die Geraer ausgleichen können. Nach einem Ballgewinn von Dimitri Puhan an der Mittellinie leitete der Innenverteidiger sofort den Gegenangriff ein. Nach seinem Zuspiel auf Chris Söllner schoss der aber knapp am langen Eck vorbei (55.). Statt dessen erhöhten die Leipziger, bei denen auch der Ex-Geraer Raimison Draiton dos Santos zum Einsatz kam. Die Eingabe von Dong-Min Kim legte Alec-Michael Petrizzi für Christopher Sadamu Misaki auf, der zum 2:4 ins linke Eck traf (62.).

Nach strittigem Strafstoß winkt sogar der Ausgleich

Fünf Minuten später wieder der Anschluss durch Rico Heuschkel, der einen strittigen Handelfmeter sicher ins linke Eck verwandelte – 3:4 (67.). Weitere Inter-Chancen brachten nichts ein, so dass die Geraer fast noch zum Ausgleich gekommen wären. Aber nach Chris Söllners Eingabe wurde Rico Heuschkel im letzten Moment noch geblockt (87.).

Am nächsten Sonnabend um 16.30 Uhr testen die Orange-Schwarzen an gleicher Stelle gegen den Landesklässler SV Jena-Zwätzen. Das soll dann auch das Abschiedsspiel für Robert Paul werden, dessen Vertrag in der Winterpause aufgelöst wurde.

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