Verhaltene Hoffnung

Stadtilm/Langenleuba.  Radball: Fortsetzung für die Männer und Oberliga-Elite-Teams des RSV Stadtilm erst 2021

Die Stadtilmer Elite-Radballer um John Hammerschmidt (l.) und Peter Kanka (im Tor) müssen noch abwarten. Sie wollen schnell wieder um Punkte spielen und ihre Premiere in der Oberliga endlich geben. Spätestens Januar hoffen sie wieder spielen zu können.

Die Stadtilmer Elite-Radballer um John Hammerschmidt (l.) und Peter Kanka (im Tor) müssen noch abwarten. Sie wollen schnell wieder um Punkte spielen und ihre Premiere in der Oberliga endlich geben. Spätestens Januar hoffen sie wieder spielen zu können.

Foto: René Röder

Auch im Thüringer Radball sind durch die Corona-Pandemie derzeit alle Wettkämpfe und regional ganz unterschiedlich, ist auch das Training für den Nachwuchs zum Erliegen gekommen. Der Terminplan für den kompletten November bleibt bundesweit im Amateursport durch die Corona-Verordnungen bis 30. November ausgesetzt.

Karsten Olbrich, der Koordinator Radball innerhalb des Thüringer Radsport-Verbandes (TRV), kündigt nun an, wie es weiter gehen könnte. „Sollten wir im Dezember wieder überall trainieren und auch wieder spielen dürfen, könnte der Terminplan weitestgehend normal weitergeführt werden. Das ist natürlich erst einmal nur ein Grundgedanke. Inwieweit das auch umsetzbar wäre, müssen wir sehen. Für die bis dahin ausgefallenen Turniere, ließe sich dann unkompliziert ein neuer Termin im neuen Jahr finden.“

Ausgefallen wären dann nur eine Runde im Nachwuchs (geplant 7. November) und der zweigeteilte zweite Verbandsliga-Spieltag der Männer (geplant 28. November in Langenleuba und Ilfeld). Ein Ersatztermin für 2021 soll Anfang im Dezember mit den Vereinen abgestimmt werden.

Eine Verlegung dürfte aber auch für den zweiten Oberliga-Spieltag der Elite kommen. Der ist eigentlich für 5. Dezember in Langenleuba geplant. Eine ausreichende Vorbereitungszeit der Mannschaften im Erwachsenenbereich wäre dafür aber kaum gewährleistet.

Bei diesem Turnier wollten auch die beiden Stadtilmer RSV-Mannschaften Steffen Assinner/Peter Gräbenteich sowie Patrick Kanka/John Hammerschmidt in die Saison starten. In der ersten Runde war ihre Gruppe 3, das betrifft auch „Reisepartner“ TSG Stotternheim mit Leonard Jordan und Pascal Dausel, noch spielfrei.

Nach dem Auftaktspieltag der anderen beiden Gruppen am 31. Oktober in Langenwolschendorf übernahm überraschend Langenwolschendorf I mit Christian Kolbe und Marvin Petzold nach fünf Siegen die Tabellenführung der Oberliga vor dem amtierenden Vizemeister Blau-Gelb Ehrenberg I mit Vinzenz Winkler und Jonas Zetzsche. Vorjahresmeister Langenwolschendorf Juniors mit Nils Kebsch und Manuel Paschka – letzte Saison in 18 Spielen unbesiegt – gab durch Nichtantritt vier Auftaktspiele kampflos jeweils 0:5 ab.

Für die Fortsetzung in der Oberliga scheint frühestens der Januar realistisch. Dort würde der 3. Spieltag wie geplant erst am 23. Januar in Ilfeld und der darauffolgende Spieltag drei Wochen später in Ehrenberg (13. Februar 2021) folgen. „Ich würde gern auch im Dezember mit den Männern weiter spielen, jedoch stehen hier die Chancen etwas schlechter. Ideen für eine Weiterführung der Saison liegen bereit, auch eine verkürzte Form der Saison wäre denkbar. Hierfür werden wir die Vereine in die Planung einbinden“, so der TRV-Radball-Chef.

Für Karsten Olbrich sind konkrete zeitliche Aussagen für seine Radballer in Thüringen im Moment ohnehin unmöglich. Zu vieles ist unsicher. „Aktuell dürfen nur Jugendliche bis 18 Jahre in Thüringen trainieren und da auch nur in Hallen die freigegeben sind. Das beschränkt sich oft auf Hallen freier Träger. Erste Schulhallen öffnen nun erst nach und nach für den Vereinssport im Nachwuchs wieder.“

Der Radball-Koordinator des TRV hat dennoch Hoffnung. „Vorrangig soll im Dezember der Nachwuchs spielen, die Jugendbildung, also Nachwuchswochenenden wollen wir durchführen.“ Ob allerdings bereits die geplanten Nachwuchswettkämpfe der Altersklassen U13 bis U19 in Stotternheim und Ehrenberg am 12./13. Dezember stattfinden können, bleibt ungewiss. Hierzu will der Verband in Abstimmung mit Staffelleitern kurzfristig entscheiden, sobald neue Verordnungen ab 1. Dezember in Kraft treten.

Was die Rückkehr zu Punktspielen für die Männer betrifft, sieht es da weniger optimistisch aus, schon in diesem Jahr wieder zu starten. „Um Genaueres sagen zu können, liegt es an der Freigabe der Hallen, der Erlaubnis für Spieltage und dem Training“, bittet Karsten Olbrich weiter um Geduld. Auch weil sich erst nach Ablauf des Corona-Lockdowns und mit neuen Verordnungen überhaupt planen lässt.