Jenaer Internetfirma Dotsource will Stellenzahl erneut verdoppeln

Einst schauten sie aus dem Intershop-Turm, heute schauen sie auf Jenas Wahrzeichen: Christian Grötsch und Christian Malik haben mit ihrem Unternehmen Dotsource ein neues Domizil bezogen. 2006 gestartet, gibt es heute 75 Mitarbieter. 130 Mitarbeiter sollen es in zwei, drei Jahren werden. Zu den Kunden gehören Otto, Plus oder Cornelsen.

Dotsource Jena weiht neues Firmendomizil in der Goethe Galerie ein: die Geschäftsführer Christian Grötsch (links) und Christian Malik

Dotsource Jena weiht neues Firmendomizil in der Goethe Galerie ein: die Geschäftsführer Christian Grötsch (links) und Christian Malik

Foto: zgt

Jena. Die Jenaer E-Commerce-Agentur mietete sich auf einer Fläche im ehemaligen Zeiss-Hauptwerk ein, die nun zur Goethe Galerie gehört und seit 20 Jahren ungenutzt war. "Früher haben sie hier Fotoapparate hergestellt", sagt Grötsch. Heute baut sein Team Internetkaufhäuser.

Auf der Referenzliste mit 50 Kunden stehen solche großen Anbieter wie Otto, der Discounter Plus oder der Cornelsen Schulbuchverlag. "Während Intershop die Ziegel herstellt, sind wir die Handwerker, die Ziegel zum Haus verbauen", vergleicht Grötsch das Geschäftsmodell mit der Bauwirtschaft. Die steigenden Umsätze im Onlinehandel lassen die Unternehmen mehr Geld in ihre Internetshops investieren. "Alle drei Jahre brauchen sie eine neue Seite, weil sich die Standards in kurzen Zyklen ändern. So richtig fertig wird eine Seite nie", sagt Grötsch. Dauerhafte Umsätze sind somit gesichert.

Die Entwicklung von Dotsource liest sich wie eine Erfolgsgeschichte. 2006 gründeten Malik und Grötsch das Unternehmen. Einen Schreibtisch hatten sie damals im Intershop-Turm. Mit dem eigenen Portal Preisbock wurden sie bekannt, Kunden kamen wie Mitarbeiter hinzu. Heute zählt das Team 75 Fachkräfte – die zuletzt belegte Etage im Turm platzte aus allen Nähten. Im vergangenen Jahr verbuchten die Jenaer ein Umsatzplus von 70 Prozent auf vier Millionen Euro und liegen auf Platz zehn der größten Internetagenturen Deutschlands.

Die Geschäftsführer stellen sich auf weiteres Wachstum ein. "130 Mitarbeiter haben in den neuen Büros Platz", sagt Malik. "In zwei, drei Jahren wollen wir die Flächen ausgelastet haben." Ein besonderes Argument im Werben um Fachkräfte bringen sie dank ihres neuen Firmensitzes mit: Von der Dachterrasse haben sie den besten Blick auf die Kulturarena am Theater.