Sendemast in Kahla erhitzt erneut die Gemüter

Vor zehn Jahren hat der Sendemast des Düsseldorfer Mobilfunkanbieters E-Plus in der Hohen Straße 7 bis 10 in Kahla bereits für Aufregung gesorgt. Jetzt schlägt eine Bürgerinitiative erneut Alarm.

Kahla. Vor zehn Jahren hat der Sendemast des Düsseldorfer Mobilfunkanbieters E-Plus in der Hohen Straße 7 bis 10 in Kahla bereits für Aufregung gesorgt.

Jetzt erhitzen sich wieder die Gemüter der Bürgerinitiative gegen die E-plus Antenne, die sich neben zwei Kindergärten und zwei Schulen befindet. Grund ist die angekündigte Verlängerung des Vertrages der Wohnbaugesellschaft (Wohnbau) mit E-Plus. Dies soll am kommenden Donnerstag Thema in der Gesellschafterversammlung der Wohnbau in Kahla sein, die im Anschluss an die Stadtratsitzung stattfindet.

Vom Tisch sei damit alles, was die Bürgerinitiative vor zehn Jahren erreicht habe, sagt Mitstreiter Klaus-Dieter Kunze. Da das Bauordnungsamt in Eisenberg seinerzeit den begründeten Widerspruch der Bürgerinitiative gegen den Mobilsendemast abgelehnt hatte, konnten die Mitglieder die Inbetriebnahme nicht verhindern. Als sicher galt damals aber, dass der Vertrag zwischen Wohnbau und E-Plus zum frühestmöglichen Zeitpunkt gekündigt wird. Das wäre laut Vertrag 2016. "Dies ist hinfällig, wenn am Donnerstag neu entschieden wird", sagt Kunze.

Das will die Bürgerinitiative nicht hinnehmen und ruft deshalb die Bürger der Stadt zur Teilnahme an der Stadtratsitzung am Donnerstag um 19 Uhr im Rathaus auf. In der Bürgerfragestunde wollen sie sich Gehör verschaffen.

Dass E-Plus seinen Vertrag verlängern will und zusätzlich zum Mast noch eine UMTS-Antenne installieren will, bestätigt Stadtrat Dietmar Merker (FDP/Freie Wähler), der auch im Aufsichtsrat der Wohnbau sitzt. Er verschweigt nicht, dass der Sendemast eine Einnahmequelle für die Wohnbau ist. Die Aufregung der Bürgerinitiative könne er nicht teilen. So verweist er auf die Messungen, die 2003 angestellt wurden. Sie hatten belegt, dass die Strahlungen vieltausendfach unterschritten werden. Verändert habe sich das Bewusstsein für die Technik. Ohne Handy und Internet komme heute keiner mehr aus, so Merker. Und weiter: "Wenn die Hohe Straße nicht gewollt wird, sucht sich E-Plus eben ein anderes Haus."

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