Thüringen erzielt Spitzenplatz beim Export

Erfurt  Die Thüringer Industrie erzielt im ersten Halbjahr ein Umsatzplus und liegt im bundesweiten Vergleich weit vorn.

Nur in Berlin, Brandenburg und Hamburg fiel der Umsatzanstieg noch stärker aus als in der Thüringer Industrie.

Nur in Berlin, Brandenburg und Hamburg fiel der Umsatzanstieg noch stärker aus als in der Thüringer Industrie.

Foto: Norman Meißner

Obwohl es einen Werktag weniger gab als im Vorjahreszeitraum, hat die Thüringer Industrie ihren Umsatz spürbar steigern können.

Mit einem Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 belegt der Freistaat im bundesweiten Vergleich den vierten Platz, berichtete das Thüringer Landesamt für Statistik am Dienstag in Erfurt. Nur in Berlin, Brandenburg und Hamburg fiel der Umsatzanstieg demnach noch stärker aus.

In ganz Deutschland gingen die Umsätze der Industriebetriebe binnen Jahresfrist um 0,4 Prozent zurück. Besonders kräftig fiel der Einbruch der Industrieproduktion nach den aktuellen Daten der Statistiker in Sachsen mit einem Minus von 3,8 Prozent und in Rheinland-Pfalz (-6,3 Prozent) aus.

Thüringer Erzeugnisse vor allem im Ausland gefragt

Gefragt waren die Erzeugnisse aus den Industrieunternehmen in Thüringen offenkundig besonders im Ausland. Während die Firmen bei den Kunden im eigenen Land lediglich einen geringen Umsatzanstieg erzielen konnten, fiel das Plus um Außenhandel wesentlich kräftigen aus. So lagen die Ausfuhren in Thüringen im ersten Halbjahr 2019 um 4,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Für ganz Deutschland wurde dagegen lediglich ein Anstieg um 0,4 Prozent verzeichnet. In der Entwicklung des Exports belegte Thüringen damit den dritten Platz aller Bundesländer.

Der gestiegene Umsatz in der Thüringer Industrie ging auch mit einem weiteren Beschäftigungsaufbau in der Branche einher. Laut Landesamt für Statistik expandierten die Betriebe der Thüringer Industrie mit 50 und mehr Beschäftigten – nur sie müssen ihre Daten melden – im betrachteten Zeitraum weiter. So wuchs die durchschnittliche Beschäftigtenzahl von Januar bis Juni dieses Jahres zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent an und damit stand Thüringen an neunter Stelle aller Bundesländer.

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