Casting-Show

„The Voice of Germany“: Sido entschuldigt sich ausnahmsweise

Berlin.  Zehn Kandidaten sind im Halbfinale gegeneinander angetreten. Einige überraschten. So auch Sido, der sich auf der Bühne entschuldigt.

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„The Voice“ geht in die finale Runde: Endlich haben die Live-Shows begonnen! Und plötzlich scheint die Show zu ihrer alten Stärke zurückzufinden. Vorbei sind die emotionalen und tränenreichen Geschichten der Kandidaten. Ab jetzt wird gesungen! Doch es gibt im Vergleich zu den vergangenen Jahren einige Änderungen.

Was sich früher über mehrere Shows erstreckte, ist nun nur noch abgespeckt in Halbfinale und Finale von „The Voice of Germany“. Gemeinsam mit ihren Coaches haben die zehn Talente am Sonntagabend die Show eröffnet.

Diesmal traten nicht nur die Teams von Alice Merton, Rea Garvey, Sido und Mark Forster gegeneinander an, sondern auch die Talente von Nico Santos stoßen zu den anderen hinzu. Erstmalig hatten in diesem Jahr ausgeschiedene Talente über die „Comeback-Stage“ die Möglichkeit, wieder in die Show zu kommen.

Dafür wählte Nico Santos vielversprechende Talente aus und ließ sie gegeneinander antreten – allerdings ausschließlich online. Die zwei daraus resultierenden Gewinner mussten nun im Halbfinale beweisen, dass sie mit den anderen Teammitgliedern mithalten können.

„The Voice“ – So lief die erste Live-Show:

  • Insgesamt zehn Talente stehen im Halbfinale von „The Voice“
  • Der Modus hat sich etwas verändert. Es gibt nicht mehr allzu viele Shows
  • Sido ließ sich sogar zu einer Überraschung hinreißen

„The Voice of Germany“: Sido trägt wieder den Gucci-Jogginganzug

Zumindest steht schon mal fest, dass jedes Team im Finale vertreten sein wird. Denn im Halbfinale können die Anrufer nur zwischen jeweils den zwei Teammitgliedern entscheiden. Mit Erwin Kintop und Marita Hintz wurde die Sendung souverän eröffnet. Während man von dem sonst so ton- und Adlib-sicheren Erwin etwas enttäuscht wurde – die Nervosität war ihm deutlich anzuhören -, übertraf sich die erst 17-jährige Marita selbst und überzeugte mit ihrer Version von „Lost Without You“.

„Marita ist mein Herz“, kommentierte Rea Garvey den Auftritt – und dennoch: Die Zuschauer entschieden sich gegen sie. Mit 54,5 Prozent zieht Erwin Kintop in das Halbfinale ein.

Standesgemäß trat Sido im Halbfinale wieder im Jogger auf – der Burberry-Pullunder wirkte zwischendurch ja auch mehr wie eine Verkleidung. Und auch Gucci muss es wieder sein. Zuschauer hatten sich zuletzt gefragt, was es mit der Kleidung der Coaches auf sich hat. Wir erklären zu „The Voice“: Darum tragen Sido und Co. immer dasselbe.

Für Sidos Team traten Larissa Pitzen und Freschta Akbarzada gegeneinander an. Mit einer etwas belanglosen Version von „Chasing Highs“ war die 23-jährige Larissa keine ernstzunehmende Konkurrenz für die stimmgewaltige Freschta – wenngleich sie am Sonntagabend insbesondere im Timing deutliche Schwachstellen offenbarte. Mit 67 Prozent wählten die Anrufer Freschta eine Runde weiter.

„The Voice“: Sido bittet Kandidatin um Entschuldigung

Glitzerüberströmt, in Uniform und mit silbernen Overknee-Stiefelm flog Oxa in einer Planet-ähnlichen Kugel über den Boden. Kaum landete sie wieder auf Mutter Erde wurde aus einer balladesquen Interpretation von „I’m Still Standing“ eine Up-Tempo-Nummer, zu der Oxas „Friends“ tanzten.

Sie wollen für Farbe, Diversity und Respekt stehen, hatte Oxa zuvor erklärt. „Das war so ein klassischer Forsti-Auftritt“, kommentierte Mark Forster schmunzelnd den Auftritt seines Schützlings. Im starken Kontrast dazu stand die zweite Kandidatin: Fidi Steinbeck. Wäre es nach den anderen Coaches gegangen, hätte sie es nicht in das Halbfinale geschafft. Doch Mark Forster betonte immer wieder, wie sehr er an sie glaube.

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Zurecht, wie die 34-Jährige am Sonntagabend bewies. Mit „Ich will nur“ überzeugte sie nicht nur ihren Coach und seine Kollegen, sondern auch die Zuschauer: 57,4 Prozent riefen für die Cellistin an. Die Performance überzeugte offensichtlich auch Sido, der um Entschuldigung bat.

„Ich hab jetzt verstanden, was Mark in ihr sieht.“, sagte der Rapper, nach dem er die Kandidatin in vorigen Shows kritisiert hatte. So bescherte der Künstler mal wieder einen Überraschungsmoment. Zuletzt war es ein Rauswurf durch Sido, der für eine Überraschung sorgte.

Team von Nico Santos überrascht

Für eine mindestens genau so große Überraschung sorgte Nico Santos. Dafür war nicht, wie man meinen könnte, das Talent, was man zuletzt in den Blind Auditions sah, verantwortlich, sondern ein wohlbekanntes: Lucas Rieger. Mit seiner Interpretation von „Tutti Frutti“ brachte er neben den hervorragenden Backgroundtänzern sämtliche Zuschauer zum Tanzen – und selbst die Coaches ließen sich mitreißen. Sogar eine Zugabe wurde gefordert, bei der Lukas bewies, dass er auch ein zweites Mal völlig souverän mit seiner Mundharmonika auftreten kann.

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Ein wenig Mitleid hatte man mit dem zweiten Teammitglied von Nico. Die Chancen, sich dagegen durchzusetzen waren gering. Zwar lieferte Celine Abeling einen sehr souveränen Auftritt – wenngleich man ein Auftrittsverbot für den Song „Und wenn ein Lied“ erteilen sollte – doch konnte sie mit Lukas nicht mithalten. Das sahen auch die Zuschauer so und stimmen mit 70,5 Prozent für den 19-Jährigen.

Auch im Team Alice war die Entscheidung schon im Vorhinein klar. Zwar lieferte „Underdog“ Mariel Kirschall einen guten Auftritt und Sido verspricht ihr eine musikalische Karriere, doch spielte die Titel-Favoritin Claudia Emmanuela Santoso schlichtweg in einer anderen Liga – obwohl sie die letzten Töne des Songs mehr presste als schön sang. Entsprechend gewann sie auch mit der größten Differenz: 73,5 Prozent der Anrufer wählten die gebürtige Indonesierin.

Stand Lucas Rieger als Finalist bereits zuvor fest?

Insgesamt überraschte das Halbfinale positiv: Wirkten die Blind Auditions musikalisch schwach, war die Show am Sonntagabend ein würdiges Halbfinale und verspricht ein unterhaltsames Finale. Dann dürfen die Kandidaten auch „Starduette“ singen.

Mit dabei:

  • Dermot Kennedy,
  • James Arthur,
  • Freya Ridings,
  • Max Raabe und
  • Dua Lipa.

Wenn man den Namen Max Raabe so liest, fragt man sich, ob nicht schon vorher feststand, dass Lucas Rieger in das Finale einziehen würde. Immerhin fallen beide stilistisch völlig aus dem Raster und teilen sich den Musikgeschmack.

Aufreger bei „The Voice“

Zuletzt hatte Sido bei „The Voice“ für eine Überraschung gesorgt – und zwar mit einem Rauswurf. Nicht der einzige Aufreger der vergangenen Sendung: Auch Mark Forster wurde angepöbelt und sogar mit Prügel gedroht.

Nicht weniger Aufmerksamkeit zog das politische Statement von Oxia auf sich. Die Jury war begeistert. Ganz im Gegenteil zu Sido, als sich ein „The Voice“-Talent davor während der Show auszog.

„The Voice“ – Ganze Folgen hier:

Sie haben die aktuelle Folge von „The Voice“ verpasst? Schauen Sie sich die Sendungen hier noch einmal an.

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