Herrenloser Koffer in Zeulenroda von der Polizei gesprengt

Ein herrenloser schwarzer Koffer hat am Sonntag bis in die späten Abendstunden die Polizei in Zeulenroda beschäftigt. Ein Roboter sprengte 22.12 Uhr das Gepäckstück mit einem Wasserstrahl. Im Koffer war - nichts.

Der sogenannte Fernlenkmanipulator auf dem Weg zum herrenlosen Koffer am Friedhof in Zeulenroda. Mit einem Wasserstrahl zerstörte der Roboter des Landeskriminalamtes aus Erfurt den verdächtigen Gegenstand. Foto: Heidi Henze

Der sogenannte Fernlenkmanipulator auf dem Weg zum herrenlosen Koffer am Friedhof in Zeulenroda. Mit einem Wasserstrahl zerstörte der Roboter des Landeskriminalamtes aus Erfurt den verdächtigen Gegenstand. Foto: Heidi Henze

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Zeulenroda-Triebes. Ein aufmerksamer Einwohner hatte den schwarzen Hartschalenkoffer entdeckt und die Polizei informiert. Der Koffer stand an einer Telefonsäule in unmittelbarer Nähe des Eingangs zum Friedhof. Da unklar war, wem der Koffer gehört und was er enthielt, wurde von der Polizeidirektion in Gera das für solche Fälle spezialisierte Einsatzkommando aus Erfurt angefordert.

Während die Beamten der Polizeistation Zeulenroda vorsorglich alle Fahrzeugbesitzer aufforderten, ihre Autos vom Parkplatz zu fahren, wurde die Absperrung um weitere 100 Meter vergrößert. Die Bewohner in den Häusern der Nachbarschaft brauchten ihre Wohnungen jedoch nicht zu verlassen. "Für sie besteht keine Gefahr", sagte Polizeioberrat Thomas Quittenbaum, Leiter der Polizeidirektion Gera, während des Einsatzes.

Nach einer weiteren Stunde waren dann auch die angeforderten Spezialkräfte aus Erfurt vor Ort. Sie hatten einen sogenannten Fernlenkmanipulator, kurz Roboter im Gepäck, justierten diesen aus, und 22.12 Uhr war klar: der Hartschalenkoffer war leer. Er wurde offenbar illegal entsorgt.

"Wir müssen in der momentanen Situation alles sehr ernst nehmen", so der Polizeioberrat. Und das auch, wenn es sich vermutlich nur um Trittbrettfahrer handelt, so Quittenbaum.

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