Drößnitz feiert 12. Auflage des Dorffestes

Im kleinen Drößnitz bei Blankenhain herrschte gestern Feiertagslaune. Denn zu den Eigenheiten des Dorffestes gehört es, dass viele Bewohner am Montag nach dem Fest noch einen Tag Urlaub machen.

Die Kindergartenkinder zeigten im Drößnitzer Festzelt ein buntes Programm.  Foto: Holger Wetzel

Die Kindergartenkinder zeigten im Drößnitzer Festzelt ein buntes Programm. Foto: Holger Wetzel

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Drößnitz. Neben dem Aufräumen hatten sie Zeit und Muße, das Fest auszuwerten, das am Freitag begonnen hatte – ebenfalls mit einer Besonderheit: Zum Auftakt werden sich in dem Dorf Geschichten von früher erzählt. Zum Beispiel über das 100. Jubiläum des Männergesangsvereins 1951. Die Ortsbürgermeisterin Margit Lärz las aus dem Protokollbuch vor. Dort hatte Erich Schindler notiert, wie umstritten das Fest im Ort gewesen war, wie sich die Kritiker dann aber mitreißen ließen. Nicht nur Erich Schindler, inzwischen 87 Jahre alt, kam diese Situation bekannt vor.

Passend zu den alten Geschichten hatten Familien Kleider, alte Technik und Hausgebrauch von früher ausgestellt. Auch ein Hochzeitskleid war zu sehen – die Drößnitzer sollten erraten, wem es gehörte. Es war Annett Mittelhäuser, und die backte am Samstag im Festzelt Waffeln. Auf der Bühne lief gerade das Programm. Die von Frauke Schmidt trainierten Karate-Kids und der Kindergarten Keßlar zeigten eine Show, die viel Applaus erntete. Leonie Grübler, die im Herbst in die Schule kommt, sang wie Helene Fischer – nur besser. In Drößnitz leben 185, im nahen Wittersroda rund 40 Einwohner. Das Dorffest geht auf die 650-Jahr-Feier im Jahr 2000 zurück. Für die 12. Auflage bereiteten die Frauen 35 leckere Kuchen vor. Am Sonntag bot der Hundesportverein Blankenhain ein Programm. Auch das gehört, seit drei Jahren, zu den Besonderheiten des Drößnitzer Festes.

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