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Studie: Masken sollen Covid-19-Krankheitsverlauf mildern

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Corona: Wie sinnvoll sind Doppelmasken?

Corona: Wie sinnvoll sind Doppelmasken?

Ab sofort sollen OP-Masken und FFP2-Masken aufgesetzt werden. Einige Menschen tragen sogar über ihre OP-Maske eine normale Alltagsmaske. Doch ist das überhaupt sinnvoll? Die Antwort gibt es im Video.

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Berlin.  Die im Inneren einer Maske erzeugte Feuchtigkeit soll helfen, weniger starke Covid-19-Symptome zu entwickeln. Was dahinter steckt.

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat und noch nichts von seiner Erkrankung weiß, schützt andere vor einer Ansteckung, wenn er einen Mund-Nasen-Schutz trägt. Das ist inzwischen allseits bekannt. Nun sind Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass das Tragen der Maske auch dem Infizierten selber hilft. Sie könnte ihm einen milderen Krankheitsverlauf bescheren. Angesichts der vielen Intensivpatienten und Corona-Toten weltweit, wäre das eine äußerst positive Nachricht.

Die US-Wissenschaftler des Nationalen Gesundheitsinstituts in Bethesda (Maryland) veröffentlichten ihre Studie jüngst im „Biophysical Journal“. Masken erhöhten demnach die Feuchtigkeit in der Luft, die der Infizierte einatme. Das führe zu einer stärkeren Befeuchtung der Atemwege.

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„Wir wissen bereits, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit die Schwere der Grippe mildert, und sie könnte durch einen ähnlichen Mechanismus auch den Schweregrad von Covid-19 beeinflussen“, sagt Dr. Adriaan Bax vom Nationalen Gesundheitsinstitut. Dadurch werde ein Abwehrmechanismus gefördert, der Schleim - und damit auch schädliche Partikel - aus der Lunge befördere.

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Masken und Luftfeuchtigkeit: Studie untersuchte vier Typen

Zudem stärke eine hohe Luftfeuchtigkeit das Immunsystem. Es werden angeregt virenbekämpfende Proteine (Interferone) zu bilden.

Videografik: So schützen FFP2- und OP-Masken
Videografik: So schützen FFP2- und OP-Masken

In der Studie wurden vier Maskentypen getestet, eine N95-Maske (vergleichbar mit einer FFP-2-Maske), eine dreilagige chirurgische Einwegmaske, eine zweilagige Baumwoll-Polyester-Maske und eine schwere Baumwollmaske. Testpersonen mussten in eine Box einatmen. Danach wurde die Luftfeuchtigkeit bestimmt.

Ohne Maske füllte der Wasserdampf des Atems die Box. Das führte zu einem starken Anstieg der Luftfeuchtigkeit. Mit Maske war deutlich weniger Feuchtigkeit in der Box, weil ein großer Teil des in der Maske verbliebenen Wasserdampfs kondensierte und wieder eingeatmet wurde.

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Zur höchsten Luftfeuchtigkeit führte in der Studie die schwere Baumwollmaske. Ob diese Maske auch die Übertragung von Viren verhindert, lässt sich nach dieser Untersuchung allerdings nicht sagen. (jb)

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