„Finanztest“

Immobilienpreise in Städten sinken erstmals wieder

Mit Ausnahme von Berlin: In sechs der sieben größten deutschen Städte sind die Immobilienpreise im dritten Quartal 2022 erstmals seit zwölf Jahren wieder gesunken.

Mit Ausnahme von Berlin: In sechs der sieben größten deutschen Städte sind die Immobilienpreise im dritten Quartal 2022 erstmals seit zwölf Jahren wieder gesunken.

Foto: Christophe Gateau/dpa/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn)  Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Eigenheim-Erwerb? Der Höhenflug bei Immobilienpreisen ist jedenfalls erstmal gestoppt. Einen großen Preisverfall erwarten Experten deswegen nicht.

Jahrelang kannten die Immobilienpreise nur eine Richtung: nach oben. Allein 2021 sind die Preise für selbst genutztes Wohneigentum laut der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 1/2023) deutschlandweit im Schnitt um den Rekordwert von 12,5 Prozent gestiegen. Im dritten Quartal 2022 hat sich dieser Trend erstmals seit zwölf Jahren wieder umgekehrt.

In sechs der sieben größten deutschen Städte sind die Haus- und Wohnungspreise „Finanztest“ zufolge in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorquartal gesunken. In Hamburg um 0,9 Prozent, in Düsseldorf und Frankfurt um 0,5, in München und Stuttgart um 0,4 sowie in Köln um 0,3 Prozent. Einzig in Berlin blieben die Preise im Schnitt gleich. Aufgrund kräftiger Preissteigerungen im ersten Halbjahr verzeichnen Immobilien aber dennoch insgesamt ein Plus.

Einen Preisverfall erwarten die Fachleute nicht. „Finanztest“ rechnet 2023 lediglich mit einem leichten Preisnachlass von bis zu fünf Prozent.

Kaufinteressierte sollten Ruhe bewahren und weiterhin exakt kalkulieren, wie viel sie höchstens für eine Immobilie ausgeben können. Für eine erste Einschätzung kann der Eigenheim-Rechner der Stiftung Warentest helfen.