Enthüllung

Melania Trump: Ihre Macht, ihre Vorlieben und ihre Feinde

Berlin/Washington.  Wieviel Einfluss hat First Lady Melania Trump wirklich auf den US-Präsidenten? Eine neue Biografie sorgt in den USA für viel Aufsehen.

Melania: Die 3 brisantesten Details aus dem Enthüllungsbuch
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Eine entschlossene Frau, die dem US-Präsidenten Widerworte gibt und mächtiger ist, als es viele ihrer Kritiker wahrhaben wollen – einer neuen, nicht autorisierten Biografie zufolge soll Amerikas First Lady Melania Trump (49) genau dieser Mensch sein.

Seit seinem Erscheinen am Dienstag schlägt das Werk „Free, Melania“ (Flatiron Books) über das Leben der Ehefrau von US-Präsident Donald Trump in den USA hohe Wellen. Autorin des Buchs ist Kate Bennett vom Nachrichtensender CNN – mit dem Präsident Trump auf Kriegsfuß steht. Das Weiße Haus dementierte den Inhalt bereits – dabei lässt das Buch Melania Trump in ungewohnt strahlendem Licht dastehen.

Der überraschende Tenor ist nämlich: Melania Trump hat viel mehr Einfluss auf ihren Mann als allgemein angenommen.

Melania Trump ging nach den Affärengerüchten auf Distanz

„Diese Frau weiß, was sie tut“, schreibt Bennett. Sie sei zudem die einzige Person auf der Welt, die Präsident Donald Trump (73) offen sagen könne, was sie denkt. All das könne sie machen, ohne Beschimpfungen auf Twitter befürchten zu müssen. „Sie ist im Wesentlichen unantastbar.“ Ebenso spreche sie vier Sprachen, sei bodenständig und habe ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Stieftochter Ivanka. Und sie ziehe Strippen.

So habe sie schon mehrmals während Trumps Präsidentschaft unliebsame Mitarbeiter entsorgt. Als Erstes entließ sie die Managerin des Weißen Hauses, Angella Reid, die ihre Vorgängerin Michelle Obama einst eingestellt hatte, zugunsten eines Trump-nahen Mitarbeiters. Auch die hochrangige Regierungsangestellte Mira Ricardel musste laut Bennett gehen, nachdem sie die erste Reise der First Lady nach Afrika in Melanias Augen nicht zufriedenstellend organisiert hatte.

Der engen Beraterbeziehung von Donald Trump und seiner Frau zum Trotz unterhalte das Präsidentenpaar dennoch getrennte Schlafzimmer. Melania lebt demnach in einer Suite mit zwei Zimmern in einem Stockwerk über dem Schlafzimmer des Präsidenten im Ostflügel. Sie verfüge dort über ein eigenes Fitnessstudio und einen sogenannten Glam Room, einen Beauty-Bereich für Haare und Make-up.

Melania- Die 3 brisantesten Details aus dem Enthüllungsbuch

Im Jahr 2018 verlor Melania Trump laut Bekannten fast eine Niere

Die in Slowenien aufgewachsene Trump sei außerdem sehr auf ihre Privatsphäre bedacht, ihr Sohn Barron habe Priorität – vor allem seitdem im vergangenen Jahr Vorwürfe laut wurden, Trump habe dem Pornostar Stormy Daniels und dem ehemaligen Playmate Karen McDougal Schweigegeld gezahlt.

Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben. Bennett zufolge strafte Melania ihren Ehemann danach einige Zeit mit Missachtung, indem sie ihn etwa nicht auf öffentliche Termine begleitete. Auch habe das ehemalige Model im Jahr 2018 mit schwersten gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Bekannte Trumps verrieten Bennett, dass sie fast eine Niere verloren hätte.

Bennett zeichnet aber nicht das Bild einer Ehe, die nur für die Fassade aufrechterhalten wird. Melanias Wut könne Donald Trump mitnehmen. „Ihre strafende Kälte infolge der Affärenschlagzeilen belastete ihn“, schreibt sie.

Generell kommuniziere Melania Trump ihrer Biografin nach subtil. So trage die Präsidentengattin Hosenanzüge, wenn sie sauer auf ihren Mann ist – weil der Präsident gerne Frauen in „engen, kurzen, supersexy und weiblichen Kleidern“ sehe.

Allerdings gibt das auch Anlass für Verwirrung und Missverständnisse. So trug die First Lady im vergangenen Jahr beim Besuch eines Heims für Migrantenkinder an der Grenze zu Mexiko eine Jacke mit dem Aufdruck „Es ist mir wirklich egal. Und Dir?“ Einige sahen darin ein Zeichen der Gleichgültigkeit gegenüber den Kindern. Glaubt man Bennett, ging es aber um etwas ganz anderes: Demnach handelte es sich um eine Botschaft an ihre Stieftochter Ivanka, der Melania manchmal vorwirft, sich wie eine First Lady aufzuführen.

In „Free, Melania“ lässt Bennett tatsächlich viel Sympathie für die First Lady durchscheinen. Melania selbst scheint dagegen wenig angetan. „Frau Trump ist überrascht über Kate Bennetts Bericht“, heißt es in einer Stellungnahme des Weißen Hauses. Dass diese Stellungnahme von Melania kommt und sie ihre Statements selbst verfasse, ist sich Bennett derweil sicher: „Melania Trump“, erklärt sie im Schlusswort, „braucht keinerlei Befreiung.“

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