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590 Corona-Tote binnen 24 Stunden – Drosten fordert Lockdown

| Lesedauer: 104 Minuten

Berlin.  Das RKI meldet 590 neue Corona-Tote Neuinfektionen. Die Forderungen nach einem harten Lockdown werden lauter. Alle Infos im Newsblog.

Pfizer-Chef: Haben beim Impfstoff keine Abkürzungen genommen

Pfizer-Chef Albert Bourla hat Verständnis dafür geäußert, dass die Menschen durch die Impf-Diskussion verwirrt sind. Er betonte jedoch, dass der von seinem Unternehmen mit der deutschen Firma Biontech entwickelte Impfstoff genau so ausführlich getestet worden sei, wie jeder andere Impfstoff auch. Im Großbritannien wird das Pfizer-Vakzin bereits eingesetzt. of a virtual press conference of the International Federation of Pharmaceutical Manufactures and Associations

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  • Die Corona-Zahlen liegen weiter auf einem hohen Niveau: Über 20.000 Fälle wurden an diesem Mittwoch gemeldet
  • Die Bundeswehr beteiligt sich an der Sicherung von Impfstoff in Deutschland
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stimmt auf einen härteren Lockdown nach Weihnachten ein – und rechnet mit einer zeitnahen Zulassung des Corona-Impfstoffes
  • Biontech und Pfizer arbeiten an einer neuen Version ihres Corona-Impfstoffes
  • Mecklenburg-Vorpommern verschärft die Corona-Schutzmaßnahmen
  • Bayerns Ministerpräsident Söder unterstützt den von Leopoldina geforderten „harten Lockdown“
  • Sachsen verschärft die Maßnahmen: Schulen, Kitas und Geschäfte sollen ab Montag schließen
  • Die 90-jährige Margaret Keenan hat die erste Corona-Impfung in Großbritannien erhalten
  • Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor 25.000 Corona-Toten bis Ende Januar und wirbt für einen härteren Lockdown
  • Das RKI meldet am Mittwoch 20.815 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden – die Zahl der Todesfälle steigt um 590
  • In Deutschland sind unseren Recherchen zufolge bislang mehr als 1.220.000 Corona-Infektionen registriert worden, mehr als 20.000 Menschen sind in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben

Mit 590 Toten hat das Robert Koch-Institut einen neuen traurigen Höchstwert seit Beginn der Pandemie vermeldet. Trotz der aktuellen Beschränkungen sinken die Infektionszahlen nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte schon vor einigen Tagen verlauten lassen, dass sie verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen das Virus in Betracht zieht.

Auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert, die bisherigen Maßnahmen deutlich zu verschärfen. Die Schulpflicht solle bereits ab nächster Woche bis zu den Weihnachtsferien aufgehoben, die Kontakte „auf das absolute Mindestmaß“ reduziert und alle Geschäfte geschlossen werden. Lesen Sie hier:Leopoldina fordert: Schulen und viele Geschäfte schließen

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet derweil mit einer Zulassung eines Impfstoffes bis Ende des Jahres. „Spätestens im Januar“ sagte Spahn bei „Bild-Live“. An der sicheren und fachgerechten Lagerung soll neben Polizei und privaten Wachdiensten auch die Bundeswehr beteiligt sein.

In Großbritannien ist der Impfstoff von Biontech und Pfizer bereits zugelassen und auch das impfen selbst hat begonnen. Die 90-jährige Margaret Keenan ließ sich am Dienstag als erste Britin gegen das Virus impfen.

Wichtige Hintergründe: Symptome, Übertragung, Behandlung, Test – Alles zu Corona

Corona-News des Tages: RKI meldet 20.815 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut am Mittwochmorgen 20.815 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3545 Fälle mehr als am vergangenen Mittwoch, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 17.270 lag.

Das RKI meldete am Mittwoch zudem 590 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Wert in Deutschland seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert war am Mittwoch der Vorwoche mit 487 Corona-Toten vermeldet worden. Lesen Sie hier: Corona – RKI meldet Fallzahlen und neue Reproduktionszahl

Corona - Mehr Infos zum Thema

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Mittwoch, 9. Dezember: Russland will Raumfahrer mit „Sputnik V“ impfen

4.12 Uhr: Die russische Regierung will die eigenen Raumfahrer gegen das Coronavirus impfen lassen. Dadurch soll eine Ausbreitung des Virus auf der Internationalen Raumstation (ISS) verhindert werden. Kosmonauten und Mitarbeiter des Kosmonauten-Ausbildungszentrums im Sternenstädtchen nahe Moskau sollten zu den ersten gehören, die das in Russland entwickelte Vakzin „Sputnik V“ bekommen, sagte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin.

„Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir die Pandemie überwinden.“Rogosin gab jedoch keine Auskunft, ob die Impfung freiwillig ist und wann sie beginnen soll. Vor Flügen zur ISS vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gelten für Raumfahrer ohnehin schon strenge Sicherheitsvorschriften. So muss die Crew einen Monat in Quarantäne. Sie wird auch mehrfach auf das Virus getestet.

Bundeswehr und Polizei sichern und lagern Corona-Impfstoff

3.43 Uhr: Die Vorbereitungen für Massen-Impfaktionen laufen auf Hochtouren – sobald der Corona-Impfstoff zugelassen ist, soll es losgehen. An der Sicherung und fachgerechten Lagerung sind Polizei, Bundeswehr und private Wachdienste beteiligt. Wie genau das geht, lesen Sie hier: Corona-Pandemie: So soll der Impfstoff geschützt werden

Mittelstand fordert Steuererleichterung für Homeoffice-Ausrüstung

2.31 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert eine Steuererleichterung für Unternehmen, die ihre Beschäftigten in der Pandemie für die Arbeit im Homeoffice mit technischen Geräten ausstatten. „Im Übrigen könnte die Bundesregierung Homeoffice erleichtern, wenn Unternehmen, die ihren Mitarbeitern im Homeoffice die dafür nötige technische Ausstattung zur Verfügung stellen, dies zeitlich befristet steuerlich geltend machen können“, sagte BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger unserer Redaktion. Lesen Sie mehr:So kommen die Deutschen mit der Arbeit im Homeoffice zurecht #Paid

Millionen Kurzarbeiter müssen im kommenden Jahr Steuererklärung abgeben

1.00 Uhr: Millionen Menschen in Kurzarbeit sind im kommenden Jahr erstmals zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Wie die FDP im Bundestag errechnet hat, wird es für rund die Hälfte der betroffenen Arbeitnehmer das erste Mal sein, dass sie beim Finanzamt eine solche Erklärung einreichen müssen. Die Berechnungen der FDP liegen unserer Redaktion vor. Mehr dazu:Corona-Hilfen: Kurzarbeiter sollen Steuererklärung abgeben

Dienstag, 8. Dezember: Spahn rechnet mit Zulassung des Corona-Impfstoffes bis Ende des Jahres

22.35 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht in Deutschland von einer Zulassung des Corona-Impfstoffs bis Ende des Jahres aus. „Rund um den Jahreswechsel, spätestens im Januar“ sei mit dem Impfbeginn zu rechnen, sagte Spahn bei „Bild Live“ am Dienstagabend. Stolz zeigte er sich über den Impfstoff des Mainzer Pharmaentwicklers Biontech, dessen Wirkstoff seit Dienstag in Großbritannien zur Anwendung kommt.

„Ich habe mit Stolz auf die Insel geschaut. Ein deutscher Impfstoff!“, sagte Spahn. „Der erste Test für Sars-CoV-2 wurde in Deutschland entwickelt, der erste Impfstoff kommt aus Deutschland. Das macht mich stolz auf dieses Land.“

Slowakei will erneuten Lockdown einführen

21.49 Uhr: Auf die Slowakei kommt demnächst ein neuerlicher Lockdown zu, weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder rasch angestiegen ist. Das bestätigte Innenminister Roman Mikulec am Dienstagabend nach einer sechsstündigen Beratung des Nationalen Krisenstabes in Bratislava. Weitere Details wolle die Regierung erst am Mittwoch bekannt geben.

Schon bisher waren in der Slowakei die Schulen für alle über zehn Jahre alten Schüler geschlossen, Restaurants durften keine Gäste einlassen, sondern Speisen und Getränke nur zum Mitnehmen oder für den Konsum im Freien verkaufen. Die meisten Geschäfte durften aber unter strengen Auflagen offen bleiben. Experten empfahlen seit Tagen einen „echten Lockdown“ mit Schließung aller Geschäfte mit Ausnahme jener für Lebensmittel und andere unentbehrliche Güter.

Altmaier sichert deutscher Reisebranche Unterstützung zu

20.46 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat der deutschen Reisebranche seine Unterstützung in der Corona-Krise zugesichert. „Wir werden Sie als Bundesregierung nicht im Stich lassen“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag anlässlich der Jahrestagung des Deutschen Reiseverbandes DRV. Die Regierung werde im Rahmen ihrer Möglichkeiten mithelfen, dass die große Mehrheit der Unternehmen überlebe. Ihm sei daran gelegen, dass die Tourismus- und Reisebranche nach der Krise wettbewerbsfähig und erfolgreich sei.

Einen von der Branche geforderten Tourismusgipfel lehnte Altmaier zum jetzigen Zeitpunkt ab. „Er würde Erwartungen wecken, die man wahrscheinlich nicht halten kann“. Sobald die Reisewarnungen aufgehoben seien, sobald es wieder losgehen könne, sei er gerne dazu bereit. „Ich verspreche Ihnen, wir holen das nach“. Der Tourismus zählt zu den am härtesten von der Corona-Krise getroffenen Branchen. Reisebüros und Veranstalter verzeichneten 2020 nach Schätzungen des DRV einen Umsatzeinbruch von 80 Prozent.

Streit um EU-Haushalt: Ungarn sieht Möglichkeit auf Einigung

20.45 Uhr: Im Streit über die Blockade des EU-Haushalts hält Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban eine Einigung beim EU-Gipfel für möglich. „Ich denke, wir haben eine gute Chance, um diese Angelegenheit noch in dieser Woche abzuschließen, beim Gipfeltreffen am Donnerstag“, sagte Orban am Dienstag in Warschau dem polnischen Nachrichtenportal Interia.pl. Man sei nur noch „einen Zentimeter“ von einer Lösung entfernt. Orban war zu einem Treffen mit Ministerpräsident Mateusz Morawiecki in die polnische Hauptstadt geflogen.

Polen und Ungarn blockieren aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Rechtsstaatsverstößen Entscheidungen für die milliardenschweren Corona-Konjunkturhilfen und den nächsten langfristigen Haushalt der EU. Dies könnte dazu führen, dass der EU im neuen Jahr zunächst nur eine Art Notbudget zur Verfügung steht. Zahlreiche Programme aus Bereichen wie Forschung, Gesundheit, Bildung und Jugend könnten dann nicht starten.

Spahn kann sich härteren Lockdown nach Weihnachten vorstellen

19.59 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann sich im Kampf gegen das Coronavirus gut einen härteren Lockdown nach Weihnachten vorstellen. „Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber meine ruhigste Zeit im Jahr ist tatsächlich die um Weihnachten bis Anfang Januar. Und mir fiele fast keine bessere Zeit im Jahr ein, in der Gesellschaft weiter runterzukommen, Kontakte zu reduzieren“, sagte Spahn am Dienstag bei „Bild live“.

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen sei es sinnvoll, „noch mal umfassender, dafür kürzer das Leben ein Stück runterzubringen, Kontakte zu reduzieren, Infektionszahlen runterzuschrauben“, betonte Spahn. Dies müsse jetzt mit den Bundesländern diskutiert werden. Klar sei: „Wenn wir die Zahlen jetzt nicht langsam runterbekommen, wenn sich die Zahlen vor allem auf den Intensivstationen nicht bessern, dann braucht es zusätzliche Maßnahmen.“

Der Gesundheitsminister rechnet damit, dass in Deutschland „rund um den Jahreswechsel, spätestens im Januar“ der Impfstoff gegen Corona verabreicht werden kann. Die Zulassung erwarte er Ende des Jahres, sagte er. Wenn der Impfstoff einmal in den Hausarztpraxen ankomme, werde die Massen-Impfung Fahrt aufnehmen. Er sei optimistisch: „Die Hausärzte verimpfen gerade über 20 Millionen Grippe-Impfdosen. Und das klappt innerhalb von wenigen Wochen. Wenn wir einmal da sind, dann kann es auch schnell gehen.“

Drosten warnt: „Müssen unbedingt etwas tun“

19.40 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich der Virologe Christian Drosten für eine rasche Verschärfung der Maßnahmen ausgesprochen. „Es ist schon so, dass wir jetzt unbedingt etwas tun müssen“, sagte der Charité-Wissenschaftler im „Coronavirus-Update“ vom Dienstag bei NDR-Info.

Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Weihnachtszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen führe. Werde jetzt nicht nachreguliert, drohe „Ende Januar und über den gesamten Februar hinaus“ ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft. Lesen Sie hier: Drosten über Lockdown: „Müssen jetzt unbedingt etwas tun“

Brandenburg sieht „Massenanfall von Erkrankten“

19.11 Uhr: Immer mehr Krankenhäuser in Brandenburg stoßen nach Ansicht von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) wegen der steigenden Zahl von Corona-Patienten an die Belastungsgrenze. „Die Lage spitzt sich sowohl bei der stationären Versorgung in den Krankenhäusern als auch in den Pflegeeinrichtungen zu“, warnte Nonnemacher am Dienstag. „Wir müssen jetzt alle zur Verfügung stehenden Kräfte im Land mobilisieren und die Last auf viele Schultern verteilen.“

Die 24 Reha-Kliniken sollten leichte und mittelschwere Patienten aufnehmen, die nicht an Covid-19 erkrankt seien, damit die Krankenhäuser schwere Fälle sowie Corona-Infizierte versorgen könnten. Die Lage sei einem Massenanfall von Erkrankten gleichzusetzen, der im Rettungsdienstgesetz formuliert sei, schrieb das Ministerium.

Niedersachsen will Corona-Maßnahmen vorerst nicht verschärfen

18.20 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht anders als andere Länderchefs noch keinen Grund, die Corona-Beschränkungen über die Festtage zu verschärfen. „Wir sind nicht zufrieden mit den aktuellen Zahlen, weil sich der Rückgang aus der vergangenen Woche nicht fortsetzt“, sagte Weil am Dienstag zur Infektionslage. „Wir stagnieren und das kann uns nicht zufrieden stellen, aber umgekehrt gilt auch, wir sind wesentlich besser dran als Sachsen, Bayern und andere Länder, die jetzt aktuell Maßnahmen vornehmen.“

Es bleibe dabei, dass Niedersachsen vor der nächsten Änderung der Corona-Verordnung am 20. Dezember die Lage noch einmal bewertet. „Können wir bei den bisherigen Regelungen bleiben über die Festtage oder sind da Änderungen notwendig?“ Angesichts der Empfehlung der Leopoldina zu einem „harten Lockdown“ von Heiligabend bis zum 10. Januar betonte Weil, ein „harter Lockdown“ sei für Niedersachsen derzeit nicht absehbar.

Dobrindt kritisiert EU-Haushaltsblockade durch Ungarn und Polen scharf

18.10 Uhr: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat im Streit über die EU-Haushaltsblockade durch Ungarn und Polen Gedankenspiele über eine Lösung ohne die beiden Länder scharf kritisiert. Der Vorschlag, die Corona-Hilfen außerhalb der 27 EU-Mitgliedsstaaten zu finanzieren, sei uneuropäisch und habe „mit einem Zusammenhalten von Europa nichts zu tun“, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. „Wir reden hier momentan nicht über europäisches Zusammenführen“, diese Art der Verhandlungen bedinge „ein europäisches Auseinandertreiben“.

Er rate dringend dazu, „Vereinbarungen zu treffen, bei denen alle 27 am Schluss mit im Boot sind“, sagte Dobrindt. Wenn dies nicht gelinge, sei von Januar an ein Notmechanismus möglich. Finanzhaushalte gegen Mitglieder der Europäischen Union aufzustellen, sei kein europäisches Vorgehen. Von vorneherein sei klar gewesen, dass die Konditionierung zwischen den Corona-Hilfen, dem Haushalt und dem Rechtsstaatsmechanismus zu größten Schwierigkeiten führen werde.

Dresden verbietet für Samstag geplante „Querdenken“-Demo

17.32 Uhr: Die Stadt Dresden hat die für Samstag geplante Demonstration der Initiative „Querdenken 351“ verboten. Die Versammlungsbehörde verwies am Dienstag auf die zu erwartende Teilnehmerzahl und die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Die Erfahrungen vergangener Demonstrationen zeigten, dass seitens der Querdenker weder Abstandsgebote eingehalten, noch die Maskenpflicht befolgt wird, hieß es: „Alle behördlichen Auflagen oder polizeilichen Aufforderungen werden völlig ignoriert.“

Hamburg verbietet wegen Corona Verkauf von offenen Alkoholika

17.25 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie verbietet Hamburg von Mittwoch an den Verkauf von alkoholischen Getränken, die zum unmittelbaren Verzehr bestimmt sind. „Der Verkauf und die Abgabe alkoholischer Getränke, die zum unmittelbaren Verzehr bestimmt oder geeignet sind - insbesondere in Gläsern, Bechern oder Einweggetränkebehältnissen - werden in der gesamten Stadt untersagt“, teilte der Senat am Dienstag mit. Das gelte nicht für handelsüblich geschlossene Getränkeflaschen, -dosen oder -tüten. Bislang galt nur ein zeitlich befristetes Verbot von „Glühwein to go“ in Teilen des Schanzenviertels, Ottensens und Winterhudes.

Biontech und Pfizer arbeiten an neuer Version des Corona-Impfstoffes

16.51 Uhr: Der Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer soll künftig auch ohne die zur Zeit nötige Lagerung bei minus 70 Grad zur Verfügung stehen. „Wir arbeiten an einer Version, um die minus 70 Grad zu vermeiden“, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla am Dienstag bei einer Pressekonferenz des in Genf ansässigen internationalen Pharmaverbandes IFPMA. Gleichwohl seien die zur Zeit nötigen tiefen Temperaturen aber kein Problem. Die Ingenieure hätten spezielle Boxen entwickelt, die den Transport des Impfstoffs ohne Kühlung von außen möglich machten.

Daten dazu, ob der Impfstoff nicht nur vor der Erkrankung Covid-19 schützt, sondern auch eine Ansteckung verhindert, sollten Anfang nächsten Jahres vorliegen, sagte Bourla. Als erstes Land der Welt hatte Großbritannien dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für den Impfstoff erteilt. Am Dienstag begann dort die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes. Anträge auf Zulassung dieses sowie weiterer Impfstoffe von anderen Firmen laufen auch in der EU, den USA und anderen Ländern.

Wolfgang Schäuble ermahnt Olaf Scholz im Bundestag wegen Masken-Fauxpas

16.40 Uhr: Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich eine Ermahnung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eingehandelt, weil er ohne Mund-Nasen-Bedeckung wenige Schritte von seinem Platz ans Rednerpult des Bundestags getreten ist. Er habe dem Finanzminister eine Maske bringen lassen, sagte Schäuble nach dessen Rede am Dienstag in der Haushaltsdebatte.

Die Maskenpflicht gelte im Bundestag für alle, die nicht an ihrem Platz säßen. „Ich bitte Sie, das in der Zukunft zu beachten“, sagte Schäuble. Scholz nahm die Maske von einer Mitarbeiterin an, dankte ihr - und ging mit Maske in der Hand die wenigen Meter zu seinem Stuhl auf der Regierungsbank. Dabei lief er auch im Rücken von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorbei.

St. Petersburg vor zweitem Lockdown – Widerstand in Bevölkerung

16.17 Uhr: Nachdem die Zahl der Corona-Toten in St. Petersburg einen neuen Höchststand erreicht hat, droht der zweitgrößten Stadt Russlands ein neuer Lockdown. Die Gesundheitsbehörden der Metropole mit 4,5 Millionen Einwohnern registrierten am Dienstag 86 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Gouverneur Alexander Beglow warnte, die Stadt sei „nur einen Schritt von einem zweiten Lockdown“ entfernt.

Bereits Ende vergangener Wochen hatten die Behörden striktere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie angekündigt. Unter anderem müssen Restaurants und Bars vom 30. Dezember bis 3. Januar geschlossen bleiben. In dieser Zeit ist St. Petersburg bei vielen Russen ein beliebtes Reiseziel.

Mehr als hundert Betreiber von Bars und Restaurants kündigten an, sich nicht an die Einschränkung zu halten. Im Internet ist eine sogenannte „Karte des Widerstands“ zu finden, auf der die Lokale eingezeichnet sind, die trotz des Verbots öffnen wollen.

Ausgangssperre und Alkoholverbot in hessischen Corona-Hotspots

15.38 Uhr: In hessischen Regionen mit dauerhaft hohen Corona-Infektionszahlen wird es eine nächtliche Ausgangssperre und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit geben. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in seiner Regierungserklärung im hessischen Landtag in Wiesbaden an. Als Grund nannte er die in den betroffenen Regionen weiter steigenden Infektionszahlen.

Mecklenburg-Vorpommern verschärft Maßnahmen gegen Corona

15.29 Uhr: Auch Mecklenburg-Vorpommern reagiert mit verschärften Schutzmaßnahmen auf die gestiegene Zahl von Corona-Infektionen. Das Kabinett beschloss am Dienstag in Schwerin, die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zu erweitern und Schüler ab der 7. Klasse nach den Weihnachtsferien zunächst per Internet zu Hause zu unterrichten.

Der Unterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 soll demnach weiterhin in der Schule stattfinden und am 4. Januar nach Ende der Ferien beginnen. Lehrer sollen dort auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Im gesamten Bundesland soll die Maskenpflicht auch auf belebte Plätze ausgeweitet werden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ankündigte. Bewohner von Pflegeeinrichtungen dürfen nur noch von jeweils einem Angehörigen am Tag besucht werden.

Alkohol soll nicht mehr in der Öffentlichkeit ausgeschenkt werden dürfen – damit entfällt fortan auch der beliebte Glühweinverkauf. Zudem wird es dem Beschluss zufolge auch in Mecklenburg-Vorpommern Ausgangsbeschränkungen geben, sobald eine Stadt oder Region 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche erreicht.

Keine Corona-Lockerung für Silvester in Sachsen-Anhalt

15.25 Uhr: Für Silvester gibt es in Sachsen-Anhalt voraussichtlich keine Lockerungen der Corona-Regeln. „Silvester kann man schon im Prinzip ausbuchen, da werden wir bei der straffen Regelung mit Sicherheit bleiben. Über Weihnachten sind wir noch in der Entscheidungsphase, ob wir bei der angekündigten Möglichkeit bis zu zehn Personen bleiben“, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach einer Sitzung des Landeskabinetts.

Das Kabinett werde in der kommenden Woche entscheiden. Aktuell dürfen sich maximal fünf Menschen treffen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) kündigte an, man sehe sich bis zur kommenden Woche die Infektionszahlen an, um zu entscheiden.

US-Arzneimittelbehörde hält Biontech-Pfizer-Impfstoff für sicher

15.24 Uhr: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer als sicher eingestuft. In einem am Dienstag vorgelegten Bericht schreibt die Behörde, aus den Daten von 38.000 Teilnehmern an klinischen Studien hätten sich „keine besonderen Sicherheitsbedenken“ ergeben, die einer Notfallzulassung entgegenstehen würden.

Biontech und Pfizer haben bei der FDA einen Antrag auf eine Notfallzulassung ihres Impfstoffes eingereicht. Am Donnerstag tagt der beratende Ausschuss der FDA, um über eine Notfallzulassung zu entscheiden. Die Erklärung legt nun nahe, dass die Aufsichtsbehörde dazu neigt, grünes Licht für den Biontech-Pfizer-Impfstoffkandidaten zu geben. Dieser wird bereits seit Dienstag in Großbritannien flächendeckend eingesetzt.

Laborärzte warnen vor Antigen-Schnelltests

15.00 Uhr: Angesichts der zunehmenden Zahl von Antigen-Schnelltest-Angeboten warnen Labormediziner vor dieser Methode. „Die Coronavirus-Labordiagnostik und Vor-Ort-Schnelltests sind getrennte Welten“, sagte der Vorsitzende des Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski, am Dienstag. Dies zeige sich nicht nur bei der Abstrichnahme und Testqualität. Die zugelassenen Schnelltests seien auch noch keiner externen Prüfung unterzogen worden.

„Auch wenn solche Schnelltests derzeit in unterschiedlichsten Lokalitäten angeboten werden, bedeutet das nicht, dass die Ergebnisse in jedem Fall sicher sind“, warnte auch Christian Scholz, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM). „Wir selbst erleben derzeit zu häufig, dass Antigen-Schnelltests falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern“, ergänzte Scholz.

Der BDL forderte klare Regeln für die Tests: Allgemein müsse gelten: Wer sich eng mit vielen Menschen umgebe, dürfe nur durch fachkundiges medizinisches Personal getestet werden. Positive Ergebnisse aller Antigen-Schnelltests müssten unverzüglich durch Facharzt-Labore im PCR-Verfahren bestätigt werden, hieß es vom Verband.

Rheinland-Pfalz nimmt Abstand von Lockerungen zum Jahresende

14.38 Uhr: Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz will anders als bislang geplant die Corona-Regeln für Treffen an Silvester nicht lockern. Es sei zwar noch kein Beschluss gefasst, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. Aber voraussichtlich könnten lediglich für die Weihnachtszeit, vom 23. bis zum 27. Dezember, Treffen von zehn Menschen aus drei Haushalten ermöglicht werden.

Söder unterstützt Forderung der Leopoldina nach „hartem Lockdown“

14.25 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützt den von der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina geforderten „harten Lockdown“ mit Geschäftsschließungen ab Weihnachten. Wenn das eine Empfehlung der Ministerpräsidentenkonferenz werde, werde Bayern dies auch machen, bestätigte der CSU-Chef in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag.

„Ich habe mich lange mit dem Wirtschaftsminister ausgetauscht. Wir haben entschieden, dass wir die Empfehlung der Leopoldina für richtig halten“, sagte der Ministerpräsident laut „Bild“-Informationen am Dienstag in München.

Glühweinverkauf soll in ganz Hamburg eingeschränkt werden

14.20 Uhr: In ganz Hamburg soll künftig wegen der Corona-Pandemie schon am Nachmittag kein „Glühwein to go“ mehr ausgeschenkt werden dürfen. „Geplant ist ein stadtweites Glühweinverbot“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Die zuständige Sozialbehörde werde voraussichtlich am Mittwoch sagen können, ab wann es gelten soll.

Bislang gilt das tägliche Verkaufsverbot ab 16.00 Uhr nur in Teilen des Schanzenviertels, Ottensens und Winterhudes. Entsprechende Allgemeinverfügungen zum „Verbot des Außerhausverkaufs alkoholischer Heißgetränke in ausgewählten Gebieten“ hatten die Bezirksämter Altona und Nord am Montag gemeinsam mit dem Senat erlassen. Das Verbot trat am Dienstag in Kraft und betrifft Kioske, Tankstellen, Einzelhandel sowie Bars und Gaststättenbetriebe, hieß es in einer Mitteilung.

Noch keine Entscheidung zu Silvesterfeuerwerk in Thüringen

14.15 Uhr: Ob die Thüringer das neue Jahr mit dem traditionellen Silvesterfeuerwerk begrüßen können, ist weiter offen. Es sei im Kabinett noch keine Entscheidung getroffen worden, ob es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ein Verbot oder Einschränkungen bei der Böllerei im öffentlichen Raum gibt, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag in Erfurt.

Ob Thüringen eine mögliche Schließung von großen Teilen des Einzelhandels nach Weihnachten unterstützt, ließ Werner offen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sei jedoch beauftragt worden, bei möglichen Entscheidungen von Bund und Ländern auf eine angemessene Entschädigung zu drängen, sollten Geschäfte geschlossen werden müssen.

Sachsen plant weitere Schließungen

13.49: Als erstes Bundesland kehrt Sachsen zu einem harten Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zurück. Ab Montag werden Schulen, Kindergärten, Horte und große Teile des Handels geschlossen, kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag in Dresden nach einer Kabinettssitzung an. „Wir müssen dieses Land zur Ruhe bringen, das bedeutet weniger Bewegungen“, sagte Kretschmer. Die Einschränkungen sollen bis zum 10. Januar gelten.

Für die Schulen gelte allerdings kein vorzeitiger Ferienbeginn. Die Kinder sollten zu Hause unterrichtet werden. Für Kleinkinder werde noch geprüft, welche Betreuungsmöglichkeiten vorhanden sind. Im Handel solle nur der Verkauf von Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs erlaubt bleiben. Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser und Poststellen sollen neben Supermärkten geöffnet bleiben. Auch der Verkauf von Weihnachtsbäumen bleibe gestattet.

Göring-Eckardt mit Schnelltest positiv auf Corona getestet

13.34 Uhr: Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, ist in einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die aus Thüringen stammende 54-Jährige am Dienstag auf Twitter mit. „Ich habe mich heute Vormittag testen lassen, weil ich leichte Erkältungssymptome bemerkt hatte. Ich habe mich jetzt in häusliche Isolation begeben. Mir geht es den Umständen entsprechend gut“, schrieb sie.

Gedränge am Glühweinstand – Baden-Württemberg verbietet Alkoholausschank

13.23 Uhr: Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere wegen des hohen Andrangs an Glühweinständen verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen.

Corona-Regeln: Thüringen entscheidet sich gegen Lockerung an Weihnachten

13.10 Uhr: Die Corona-Kontaktbeschränkungen sollen in Thüringen über die Weihnachtsfeiertage und Silvester nicht gelockert werden. Darauf verständigte sich am Dienstag die rot-rot-grüne Landesregierung angesichts hoher Infektionszahlen. Der Vorschlag soll noch mit Landtag und Kommunen beraten werden.

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Corona-Hilfe für die Kultur: Grütters will neue Milliarde

13.02 Uhr: Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich für neue Milliarden-Hilfen für die Kultur in der Corona-Krise ausgesprochen. „Wir brauchen vermutlich mindestens doppelt soviel Geld, zumal die eine Milliarde Euro eine Antwort auf die ersten Schließungen im Frühjahr war, bei der wir den zweiten, deutlich längeren Lockdown noch gar nicht eingepreist hatten“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bund hatte im Sommer für die Kultur ein eigenes Programm in Höhe von einer Milliarde Euro aufgelegt. In der aktuellen Situation sind Kulturschaffende auf allgemeine Unterstützung mit den Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern angewiesen.

Drittes Corona-Quartal – so wenige Arbeitsstunden wie nie

12.40 Uhr: Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im dritten Quartal des Jahres so wenig gearbeitet wie noch nie in einem vergleichbaren Zeitraum. Zwischen Anfang Juli und Ende September kamen nach Erkenntnissen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im Durchschnitt 344,9 Arbeitsstunden pro Arbeitnehmer zusammen. Das sind 2,6 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres.

Corona-Lockerungen an Weihnachten auch in Frankreich fraglich

12.10 Uhr: Weil die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen auf zu hohem Niveau bleibt, stehen geplante Lockerungen an Weihnachten in Frankreich auf der Kippe. Eigentlich sollten die französischen Bürger ab kommenden Dienstag ihre Wohnungen wieder ohne Auflagen verlassen können.

Frankreich sei aber „noch weit von dem Ziel“ von maximal 5000 täglichen Corona-Neuansteckungen entfernt, sagte der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde Jérôme Salomon. Seit einer Woche stagniert die Zahl bei 10.000 Fällen. Eine weitere Bedingung für Lockerungen ist, dass höchstens 2500 bis 3000 Menschen auf den französischen Intensivstationen liegen. Aktuell liegt die Zahl jedoch bei fast 3200.

Corona-Krise: Merkel empfiehlt Schülern Kniebeuge und Klatschen

12.02 Uhr: Durch das viele Lüften ist es in vielen Klassenzimmern kühl. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Schülern nun Tipps gegeben, wie sie sich trotzdem warm halten können. „Vielleicht macht man auch mal eine kleine Kniebeuge oder klatscht in die Hände“, sagte Merkel im Interview mit dem Radiosender „Radyo Metropol FM“.

Das solle zwar jeder für sich entscheiden. „Nur wenn einem kalt ist, hilft es ja manchmal.“ Außerdem müssten sich Schüler eventuell etwas Wärmeres zum Anziehen mitbringen. Die Bundeskanzlerin betonte erneut, wie wichtig das Lüften in Klassenräumen sei, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Lauterbach: Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken

11.46 Uhr: Mit Blick auf die anhaltend hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen hat der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach seine Forderung nach vier Wochen Weihnachtsferien erneuert. „Wir müssen rasch handeln, die Lage ist ernst“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Wir sollten die Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken, das heißt idealerweise schon innerhalb der nächsten Woche und dann bis einschließlich der ersten Januarwoche.“

OVG bestätigt Maskenpflicht in sächsischen Schulen

11.35 Uhr: Das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat die Maskenpflicht wegen Corona in Schulen bestätigt. Die Richter lehnten es in dem Eilverfahren ab, die Vorschrift zum Tragen einer Maske beim Aufenthalt in Schulgebäuden, auf dem Gelände von Schulen sowie bei schulischen Veranstaltungen bis zur Klärung im Hauptverfahren außer Vollzug zu setzen, wie das OVG am Dienstag mitteilte.

Ausnahmen gelten für jüngere Schüler, bestimmten Unterricht mit Förderschwerpunkten und bei der Aufnahme von Speisen und Getränken im Schulgebäude. Der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung liege ein bundes- und landesweit abgestimmtes, umfassendes Schutzkonzept zugrunde, begründeten die Richter ihre Entscheidung.

Moderatorin Sandra Kuhn und ihr Mann an Covid-19 erkrankt

11.24 Uhr:Sandra Kuhn, ihr Mann und weitere Familienmitglieder haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut RTL leide die Moderatorin an Husten, Geschmacksverlust, starken Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Wie Kuhn auf Instagram berichtet, seien ihre Kinder negativ getestet worden.

Experten fordern einen „harten Lockdown“

10.15 Uhr: Experten der Nationalakademie Leopoldina, des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, fordern einen „harten Lockdown“. Hintergrund ist das aktuelle Infektionsgeschehen.

In dem Appell an die Politik fordern die Wissenschaftler, dass das öffentliche Leben ab Heiligabend „bis mindestens 10. Januar weitgehend ruhen“ soll. Ab kommenden Montag schon sollen Unternehmen wo immer möglich Mitarbeiter ins Homeoffice schicken. Die Experten empfehlen, die Schulpflicht aufzuheben. Mit Beginn des „harten Lockdowns“ müssten zusätzlich alle Geschäfte geschlossen werden, außer sie verkaufen Waren des täglichen Bedarfs.

Saarland erlässt Alkoholverbot auf Plätzen und Straßen

10.02 Uhr: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat seine Forderungen nach härteren Maßnahmen umgesetzt. In dem Bundesland gilt an Heiligabend sowie am Silvester- und Neujahrstag ein Alkoholverbot auf belebten Plätzen und Straßen. Die Kontaktbeschränkungen werden über die Weihnachtsfeiertage aber etwas gelockert.

Corona-Krise: Katastrophenfall für fast ein Drittel der Deutschen

9.51 Uhr: Fast ein Drittel der Deutschen erlebt die Pandemie als Katastrophenfall. Das hat eine Umfrage des Bündnisses Aktion Deutschland ergeben.

Mehr als 90 Prozent der 1007 Befragten hielten Katastrophenvorsorge angesichts der Erfahrungen mit der Coronakrise für wichtig oder sehr wichtig, wobei die Frage auf individuelle wie strukturelle und staatliche Maßnahmen zielte. Zwei von drei Befragten gaben an, konkret selbst vorzusorgen. Rund 34 Prozent legten Vorräte mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Utensilien an.

Corona – mehr als 192.000 Neuinfektionen in den USA

9.33 Uhr: In den USA sind innerhalb eines Tages 192.299 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der Toten belief sich auf 1404. Das meldete die Johns Hopkins Universität in Baltimore am Dienstag. Am Freitag war mit 227 885 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden.

90-jährige Britin erhält Corona-Impfstoff

8.51 Uhr: Als erster Mensch der Welt seit der Zulassung ist die 90-Jährige Britin Margaret Keenan mit dem Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer geimpft worden. Das berichtete die BBC am Dienstag. In der ersten Phase sollen in Großbritannien 800.000 Dosen des Impfstoffs verabreicht werden.

Keenan erhielt den Impfstoff in einem Krankenhaus im mittelenglischen Coventry. Zunächst sollen in Großbritannien Menschen über 80 Jahre sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal geimpft werden.

Corona-Maßnahmen – Bund-Länder-Treffen noch diese Woche möglich

8.17 Uhr: Einem Bericht des RBB zufolge soll es noch diese Woche eine digitale Ministerpräsidentenkonferenz geben – möglicherweise am Donnerstag. Das hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) im Inforadio angekündigt. In dem Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll es um weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie gehen.

Mit den derzeitigen Maßnahmen komme das Land „nicht durch den Winter“, sagte Merkel am Montag nach Teilnehmerangaben in einer Sitzung der Unionsfraktion. Lesen Sie auch:

Corona-Tote: Lauterbach warnt vor 25.000 neuen Fällen

7.30 Uhr: Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor 25.000 weiteren Corona-Toten bis Ende Januar und wirbt für einen härteren Lockdown. „Wir müssen die Weihnachtsferien nutzen, um in dieser Zeit über einen drastischen Shutdown wieder die Kontrolle zu gewinnen“, forderte er in der „Passauer Neuen Presse“.

Lockerungen zu Silvester seien „völlig unvertretbar“. Bei der hohen Zahl an Todesfällen gebe es nicht viel zu feiern. Anders sehe es mit Weihnachten aus: „Das Weihnachtsfest zu feiern, ist ein Kompromiss zwischen dem, was medizinisch sinnvoll ist, und dem, was wir einander menschlich schulden.“

Die voraussichtlich bald beginnenden Impfungen bedeuteten keine Entwarnung, da der zur Verfügung stehende Impfstoff zu Beginn stark begrenzt sein werde, betonte der Gesundheitsexperte. „Das Maximum, was wir bis Ende März erwarten können, ist Impfstoff für fünf Millionen Menschen. Mehr haben wir nicht.“

Vereinigtes Königreich beginnt mit Corona-Impfungen

6.32 Uhr: Vor allen EU-Staaten will Großbritannien am Dienstag mit flächendeckenden Impfungen gegen Corona beginnen. Zuerst sollen über 80-Jährige, Mitarbeiter und Bewohner in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer erhalten. Dabei handelt es sich um etwa sechs Millionen Menschen. Der britische Premierminister Boris Johnson sprach von einem „riesigen Schritt vorwärts“. Lesen Sie dazu: Biontech-Gründer: Dieses Ehepaar macht der Welt Hoffnung

50 Kliniken sollen als Impfzentren dienen. Die Behörden zeigten sich bereit: „Alle Teile des Vereinigten Königreichs haben Dosen mit dem Corona-Impfstoff erhalten“, schrieb Gesundheitsminister Matt Hancock bei Twitter.

Wie die Vizechefin des nationalen Gesundheitsdiensts NHS, Saffron Cordery, sagte, sollen bis zum Jahresende vier Millionen Dosen mit dem Impfstoff ins Land kommen. Das würde Impfungen für zwei Millionen Menschen bedeuten, da pro Person zwei Dosen für den vollen Schutz notwendig sind. Insgesamt hat das Land 40 Millionen Dosen bestellt, damit können damit 20 Millionen Briten geimpft werden.

Weltärztepräsident Montgomery fordert „harte Ausgangsbeschränkungen“

6.11 Uhr: Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich für strenge Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Wir brauchen überall in Deutschland, wo die Infektionszahlen hoch sind, bis Weihnachten harte Ausgangsbeschränkungen, bei denen die Menschen nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen dürfen“, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes der „Rheinischen Post“. „Zur Arbeit, Schule, Kita, in den Supermarkt und zum Arzttermin sollen die Menschen natürlich gehen dürfen, alles andere sollte aber für die kommenden zwei Wochen verboten und sanktioniert werden.“

Nur so könne die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen gesenkt werden. „Das ist wichtig, damit die Intensivstationen die nächsten Wochen arbeitsfähig bleiben. Geht es so weiter wie jetzt, droht ihnen kurz nach dem Jahreswechsel der Kollaps“, sagte Montgomery.

320 Millionen Schüler müssen wegen Corona zuhause bleiben

5.45 Uhr: Wegen im Zuge der Corona-Pandemie geschlossener Schulen müssen seit dem 1. Dezember rund 320 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit zuhause bleiben. Das berichtete das Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in New York unter Berufung auf Daten der Unesco. Damit sei fast jedes fünfte Schulkind weltweit betroffen. Im Vergleich zum 1. November stieg die Zahl der von Schulschließungen betroffenen Jungen und Mädchen noch einmal um fast 90 Millionen. Unicef monierte, durch die Schließungen litten die Kinder unter den verheerenden Auswirkungen auf ihr Lernen, ihr geistiges und körperliches Wohlbefinden, ihre Ernährung und ihre Sicherheit.

Regierungsvertreter: Amerikaner müssen für Impfungen nicht bezahlen

3.52 Uhr: Das Weiße Haus hat bekräftigt, dass Amerikaner für Impfungen gegen das Coronavirus nicht selbst bezahlen müssen. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter sagte am Montagabend (Ortszeit) in einer Telefonschalte mit Journalisten: „Kein Amerikaner wird auch nur einen Penny aus seiner Tasche bezahlen müssen.“

Spahn hält strengere Corona-Auflagen für denkbar

1.17 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schließt angesichts der hohen Infektionszahlen eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen nicht aus. Sollten die Zahlen bis Weihnachten nicht sinken, „dann müssen wir das diskutieren“, sagte Spahn am Montagabend im Sender Phoenix. Er plädierte dafür, härtere Maßnahmen für einen kürzeren Zeitraum zu ergreifen. „Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere.“

Auch eine erneute Schließung des Einzelhandels könne erforderlich sein, sagte Spahn. „Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen.“ Auch künftig würden die Bundesländer individuelle Konzepte verfolgen, was er aufgrund unterschiedlicher Inzidenzzahlen auch für richtig halte. „Wir müssen in Sachsen andere Maßnahmen ergreifen als in Schleswig-Holstein, wenn das ganze Akzeptanz behalten soll“, sagte der Gesundheitsminister.

Reisebüros verzeichnen Umsatzeinbrüche bis zu 90 Prozent

1.00 Uhr: Drei Viertel aller Reisebüros in Deutschland hat nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) hohe Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise zu verkraften. „Drei Viertel der Reisebüros sieht einen Umsatzeinbruch von 80 bis 90 Prozent in diesem Corona-Jahr. Die überwiegende Mehrheit der Reisebüros bezeichnet die wirtschaftliche Situation als existenzbedrohend“, sagte Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), unserer Redaktion.

Als „nicht nachvollziehbar“ bezeichnete Fiebig die Entscheidung der Bundesregierung, Reiseveranstalter von den Novemberhilfen auszuschließen. Hingegen begrüßte er die Verlängerung der Überbrückungshilfe bis Juni 2021. Diese müsse nun so ausgestaltet werden, dass „in der Krise weiter entstehende Verluste aufgefangen werden“, sagte Fiebig. „Nur so kann die touristische Infrastruktur erhalten bleiben.“ Lesen Sie dazu:Wie Corona einem Reisebüroinhaber alles genommen hat

Montag, 7. Dezember: Israelisches Coronavirus-Kabinett für nächtliche Ausgangsbeschränkungen

21.46 Uhr: Nach einem Anstieg der Infektionszahlen setzt das israelische Coronavirus-Kabinett auf nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahme soll ab Mittwoch gelten, wie das Gremium nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend beschloss. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Medienberichten zufolge sollen die neuen Einschränkungen bis zum 2. Januar dauern und damit unter anderem das jüdische Lichterfest Chanukka und die Weihnachtsfeiertage umfassen. Die Regierung muss den Plänen und Einzelheiten nach einem Bericht der „Jerusalem Post“ noch zustimmen. Damit wurde demnach am Dienstag gerechnet.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen.

Italienische Innenministerin mit Coronavirus infiziert – Kollegen in Isolation

21.04 Uhr: In Italien ist die Innenministerin nach Regierungsangaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Luciana Lamorgese und zwei Kabinettsmitglieder zogen sich nach dem Resultat, von dem die Politikerin bei einem Regierungstreffen in Rom erfuhr, in Corona-Isolation zurück, wie offiziell mitgeteilt wurde. Außenminister Luigi Di Maio berichtete selbst, er habe sich nach der Runde in freiwillige Heimisolation begeben. Justizminister Alfonso Bonafede tat nach offiziellen Angaben das gleiche. Beide hätten rechts und links von Lamorgese gesessen, hieß es.

Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte nach Angaben eines Sprechers keinen ganz engen Kontakt zu Lamorgese. „Selbstisolation ist daher nicht erforderlich“, erläuterte der Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Conte sei jedoch immer unter ärztlicher Beobachtung. Ob sich wegen der Infektion in der Regierung etwas ändern würde an der geplanten Teilnahme Contes beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel, blieb zunächst unklar.

Tschechische Regierung will Corona-Notstand bis 11. Januar verlängern

20.01 Uhr: Die tschechische Regierung will den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis zum 11. Januar verlängern. Das beschloss das Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis am Montag. Die endgültige Entscheidung liegt beim Abgeordnetenhaus, der wichtigeren der beiden Parlamentskammern in Prag. Der Notstand erlaubt es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Derzeit gilt, dass sich bis zu zehn Personen in Innenräumen und bis zu 50 im Freien versammeln dürfen.

Nur wenige Tage nach den jüngsten Lockerungen beschloss die Regierung in Prag wieder erste Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Sperrstunde für Restaurants und Kneipen, die erst seit Donnerstag wieder öffnen dürfen, wird von Mittwoch an um zwei Stunden auf 20.00 Uhr vorgezogen. Der Alkoholkonsum an öffentlichen Plätzen wie auf Weihnachtsmärkten wird ganz verboten.

Die Corona-Situation verschlechtere sich nicht, sie verbessere sich aber auch nicht, hieß es zur Begründung. Am Montag wurden 1113 neue bestätigte Fälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt 546.833 Infektionen und 8902 Todesfälle. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

WHO spricht sich gegen allgemeine Corona-Impfpflicht aus

19.24 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. „Ich denke nicht, dass Vorschriften besonders bei dieser Impfung der richtige Weg sind“, sagte WHO-Impfexpertin Kate O’Brien am Montagabend in Genf. Eine Impfung gegen das Virus vorzuschreiben oder nachdrücklich zu empfehlen, könne in bestimmten Berufsfeldern wie der Intensivmedizin sinnvoll sein. Es gebe aber Beispiele, in denen eine Impfpflicht den gegenteiligen Effekt gehabt und nicht zu einer höheren Immunisierungsrate in der Bevölkerung geführt habe.

„Ich denke, wir sind viel besser beraten, den Menschen die Daten und die Vorteile zu präsentieren und sie selbst entscheiden zu lassen“, fügte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan hinzu. Allerdings gebe es manche Umstände, unter denen eine Impfung seiner Meinung nach die einzige verantwortungsvolle Option sei, sobald die Impfstoff vollständig verfügbar sei.

Die Debatte darüber, ob eine Impfung gegen den Erreger Sars-CoV-2 vorgeschrieben sein soll, wird in verschiedenen Staaten unterschiedlich geführt. In Deutschland hat die Bundesregierung einer Impf-Verpflichtung mehrfach eine klare Absage erteilt. „Ich gebe ihnen mein Wort: Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben“, betonte etwa Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Bundestag.

Frankfurter Sicherheitsdezernent will „Querdenken“-Großdemo am Samstag verhindern

18.54 Uhr: Der Frankfurter Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) will eine für Samstag (12. Dezember) geplante „Querdenken“-Großdemonstration möglichst verhindern. Zum Schutz der Bevölkerung werde er alles daran setzen, eine solch krude Veranstaltung zu verhindern, teilte Frank (CDU) am Montag mit.

Er habe den Bericht der Versammlungsbehörde über ein sogenanntes zweites Kooperationsgespräch mit dem Anmelder mit Sorge zur Kenntnis genommen, berichtete Frank. „Die Vielzahl der angemeldeten Versammlungsorte sowie die ebenfalls vorgesehenen Demozüge lassen die Durchführung der geplanten Versammlung mit angemeldeten 40.000 Teilnehmern in Frankfurt am Main an einem Samstag unrealistisch erscheinen.“

Da der Anmelder an seinen Plänen festhalten wolle, fehle ihm jede Fantasie, wie die Versammlung coronagerecht stattfinden könne, sagte Frank der Mitteilung zufolge im städtischen Ausschuss für Recht, Verwaltung und Sicherheit. Eine Entscheidung der Versammlungsbehörde könnte demnach am Dienstag ergehen.

US-Immunologe Fauci warnt vor „sehr düsteren Zeiten“ im Januar

18.46 Uhr: Die Corona-Pandemie könnte in den USA nach Einschätzung des renommierten Immunologen Anthony Fauci Mitte Januar einen weiteren Höhepunkt erreichen. „Wenn wir da nicht kräftig gegensteuern, dann könnte Mitte Januar eine sehr düstere Zeit für uns werden“, sagte Fauci am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Das liege vor allem an den vielen Menschen, die sich zu den Feiertagen – Thanksgiving Ende November sowie Chanukka und Weihnachten im Dezember – trotz gegenteiliger Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde CDC mit vielen anderen Menschen trafen und noch treffen wollten.

Er gehe davon aus, sagte Fauci weiter, dass ab April ausreichend Impfstoff für alle Menschen in den USA zur Verfügung stehen könne. Dann könne das Land im Sommer oder zu Beginn des Herbstes in guter Verfassung sein. Der 79-Jährige ist in den USA der bekannteste - und auch populärste - Corona-Experte. Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden hatte vor kurzem verkündet, dass Fauci sein Chefberater für medizinische Fragen werden solle.

Türkei meldet Höchststand an Corona-Toten

18.21 Uhr: In der Türkei sind binnen 24 Stunden so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden wie nie. Am Montag seien 203 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Insgesamt hat das 83-Millionen-Einwohner Land bislang 15.103 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfasst.

Auch die Zahl der Neuinfektionen blieb auf einem hohen Niveau. Am Montag wurden 32.137 neue Fälle registriert, wie Koca mitteilte.

Die Regierung hatte die Corona-Restriktionen erst vor Kurzem verschärft. Seit Freitag gelten wieder landesweite Ausgangssperren am Wochenenden. Wochentags gilt eine abendliche Ausgehbeschränkung. Zudem sind Restaurants und Bars geschlossen und es gelten Einschränkungen für Menschen unter 20 und über 65 Jahren.

Großbritannien beginnt am Dienstag mit ersten Corona-Impfungen

17.44 Uhr: Vor allen EU-Staaten will Großbritannien am Dienstag mit flächendeckenden Impfungen gegen Corona beginnen. Als erstes europäisches Land hatte Russland am Samstag in Moskau mit großangelegten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Auch in China wird bereits geimpft. Dabei werden zunächst jeweils Impfstoffe heimischer Hersteller verwendet.

In Großbritannien erhalten Geimpfte eine Impfkarte als Nachweis, die gleichzeitig als Erinnerung an den zweiten Impftermin rund drei Wochen nach dem ersten erinnern soll. Für die meisten Menschen werde es jedoch noch weit bis ins neue Jahr dauern, bis sie geimpft werden könnten, hieß es vom nationalen Gesundheitsdienst NHS.

104 Ordensschwestern in Thuine mit Corona infiziert

17.01 Uhr: Die Zahl der an Corona erkrankten Ordensschwestern im emsländischen Thuine ist weiter gestiegen. Nachdem routinemäßig zunächst negativ getestete Schwestern nachgetestet wurden, seien am Samstag weitere 28 positive Fälle hinzugekommen, sagte die Generaloberin des Thuiner Franziskanerinnen-Ordens, Schwester Maria Cordis Reiker, am Montag. Insgesamt seien damit 104 Schwestern mit dem Corona-Virus infiziert.

Von den Mitarbeitern seien neun positiv getestet worden, bei rund 100 waren die Tests negativ. „Einigen geht es inzwischen wieder besser“, sagte sie. Drei Schwestern seien im Krankenhaus. 25 Schwestern wohnen den Angaben zufolge im Altersheim und sind im Alter von 80 Jahren aufwärts. Mindestens bis zum Ende der Woche sei vom Gesundheitsamt über das Kloster Quarantäne verhängt worden.

Brandenburg plant bisher keine Verschärfung der Corona-Regeln

16.50 Uhr: Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung sieht derzeit keine Notwendigkeit für schärfere Regeln in der Corona-Krise. „Brandenburg hält die vorhandenen Beschlüsse und Vereinbarungen als Handlungsgrundlage grundsätzlich für ausreichend“, sagte Vize-Regierungssprecherin Eva Jobs am Montag in Potsdam. Die jetzige Verordnung gelte bis zum 21. Dezember.

Die Landesregierung wolle überdies daran festhalten, dass an Weihnachten bis zu zehn Personen aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis zusammenkommen dürfen. „Familien sollen in dieser schwierigen Zeit die Möglichkeit haben, zum Beispiel auch in mehreren Generationen zusammenzukommen“, sagte Jobs. Das Kabinett werde voraussichtlich bis zum 15. Dezember darüber entscheiden. Bisher plant die Regierung diese Lockerung vom 23. bis 27. Dezember.

Wegen Corona-Pandemie: SPD verschiebt Parteitag auf 9. Mai

16.45 Uhr: Vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie hat die SPD ihren Parteitag zur Verabschiedung ihres Bundestagswahlprogramms auf den 9. Mai verschoben. Das beschloss der Parteivorstand am Montag, wie die SPD mitteilte. Ursprünglich hatte die Partei einen Termin im März anvisiert. Auf dem Konvent in Berlin soll auch Kanzlerkandidat Olaf Scholz offiziell ernannt werden.

Wie die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans mitteilten, laufen die Vorbereitungen eines Wahlprogramms in zahlreichen Gremien und Foren der Partei. Derzeit gebe es auch viel Input und Wünsche von außen, sagte Walter-Borjans. Die SPD sei gut beraten, „dass wir jetzt genau so gut weiter diese Zeit nutzen, um ein kurzes, konkretes aber auch erzählbares Programm auf die Beine zu stellen“, sagte er. Laut Esken steht im Zentrum der Überlegungen: „Was lernen wir aus Corona.“

Merkel: Vor Weihnachten über zusätzliche Corona-Maßnahmen entscheiden

16.15 Uhr: Kanzlerin Merkel (CDU) hält angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen Entscheidungen über weitergehende Maßnahmen noch vor Weihnachten für nötig. Aktuell werde ihr zu viel über Glühweinstände gesprochen und zu wenig über die Krankenschwestern und Pflegekräfte, die unter Hochdruck und mit großem Einsatz auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen arbeiten müssten, sagte Merkel nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in einer Video-Sitzung der Unionsfraktion.

Mit den bisher ergriffenen Maßnahmen komme man von den auf einem viel zu hohen Niveau stagnierenden Infektionszahlen nicht herunter, sagte Merkel demnach weiter. Das heiße, man werde den Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchstehen können. Nun müsse die Diskussion darüber geführt werden, wie man wo was tun müsse. Dies müsse noch vor Weihnachten entschieden werden. Man dürfe nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen, dass die steigenden Zahlen heruntergehen würden.

Mit den Ministerpräsidenten werde man in den nächsten Tagen weiter beraten, kündigte Merkel demnach an. Akzeptanz würden die Maßnahmen immer dann finden, wenn Bund und Länder gemeinsam entscheiden würden. Merkel lobte die Entscheidungen in Bayern als Schritte in die richtige Richtung.

Bisher 780 Ärzte wollen Dienst in Impfzentren übernehmen

16.10 Uhr: Für Einsätze in den sechs geplanten Berliner Corona-Impfzentren haben sich binnen einer Woche rund 780 Ärztinnen und Ärzte angemeldet. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV) am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Vor einer Woche hatte die KV ihre Mitglieder zur Teilnahme aufgerufen. Bisher gehe man davon aus, dass die Zentren am 15. Dezember, also kommenden Dienstag, an den Start gehen, hieß es. Noch steht die Zulassung eines Corona-Impfstoffs aus.

Insgesamt sei nun ein Drittel der Dienste von Mitte Dezember bis Mitte Januar besetzt, erklärte eine KV-Sprecherin. Die Ärzte sollen in den Zentren Impfwillige aufklären, die Impfungen medizinisch überwachen oder selbst übernehmen und diese zudem dokumentieren. Der Einsatz wird bezahlt. Laut KV werden pro Tag 120 Ärztinnen und Ärzte benötigt - nicht nur für die Zentren, sondern auch für 30 mobile Teams. Diese sollen etwa Bewohner von Pflegeeinrichtungen impfen. Eine Einladung zur Impfung ist Voraussetzung.

Brinkhaus kritisiert Scholz: Corona-Hilfen fließen zu langsam

16.02 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat das Bundesfinanzministerium dafür kritisiert, dass die staatlichen Corona-Hilfen an Unternehmen und Selbstständige erst im Januar fließen. „Da hatte (Bundesfinanzminister) Olaf Scholz uns eigentlich mehr zugesagt, dass das schneller gehen soll“, sagte Brinkhaus am Montag in Berlin vor einer Video-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. „Und da werden wir ihn jetzt auch nicht rauslassen.“

Zusammen mit den Ländern solle geprüft werden, dass es schneller gehe. Brinkhaus sagte, die bisher geleisteten Abschlagszahlungen seien teilweise für größere Unternehmen nur der „Tropfen auf dem heißen Stein“. „Wir wollen, dass die Liquidität erhalten bleibt und dass die Unternehmen nicht gezwungen werden, andere Maßnahmen einzuleiten“, sagte er.

Bouffier bereitet Menschen auf mögliche Corona-Ausgangssperren vor

15.35 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die Menschen in Regionen mit hohen Corona-Infektionszahlen auf mögliche nächtliche „Ausgangssperren“ vorbereitet. Er halte es für richtig, dass dort auch eine „Ausgangssperre“ verhängt werde, sagte der Regierungschef bei einem Besuch des neu eingerichteten Corona-Impfzentrums in Wiesbaden am Montag. „Das machen wir am besten gemeinsam – Land und die jeweilige Kommune.“

Und er kündigte an: „Wir würden es sehr bald machen.“ Leider seien die Corona-Zahlen immer noch zu hoch – insbesondere dort, „wo wir einen dauerhaft sehr hohes Infektionsgeschehen haben“, sagte Bouffier mit Blick auf Regionen mit mehr als 200 Coronavirus-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner.

Minister: In nächsten zwei Wochen Klarheit über Ankunft von Impfstoff

14.59 Uhr: Hessen wird nach der Einschätzung von Innenminister Peter Beuth (CDU) voraussichtlich in den kommenden 10 bis 14 Tagen mehr Klarheit darüber bekommen, wann die ersten Impfdosen gegen das Coronavirus kommen könnten. Das erklärte er bei einem Besuch des Impfzentrums in Wiesbaden.

Die Impfstoffe sollen dann an einen zentralen Ort geliefert werden, wo die Kühlung sichergestellt wird. Mit der Hilfe von Dienstleistern würden die Tagesdosen dann an die Impfzentren im ganzen Land verteilt, erklärte der Minister.

Von Aluhut bis zweite Welle – Forscher sammeln Wortschöpfungen mit Corona-Bezug

14.51 Uhr: Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim hat bisher etwa tausend Wörter und Wortverbindungen mit Corona-Bezug gesammelt. Die Wortschöpfungen wurden online dokumentiert, wie das Institut am Montag mitteilte. Sie fanden Eingang in das sogenannte Neologismenwörterbuch, das insgesamt mehr als 2100 neue Wörter, Phraseologismen sowie neue Bedeutungen etablierter Wörter, die zwischen 1991 und heute in den die Allgemeinsprache eingingen, auflistet.

Niedersachsen schließt Verschärfungen über Feiertage nicht aus

14.48 Uhr: Die ins Auge gefassten Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und den Jahreswechsel sind in Niedersachsen noch nicht beschlossene Sache. Lockerungen seien abhängig vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Montag in Hannover.

„Wir sind nach wie vor auch in Niedersachsen vorsichtig und können noch keine Vorhersagen machen, wie es bei uns in der nächsten und in der übernächsten Woche aussieht“, sagte die Sprecherin mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen. „Und deshalb standen auch immer die Maßnahmen, die wir für Weihnachten und für Silvester angekündigt haben, unter dem Vorbehalt der Entwicklung des Infektionsgeschehens bis dahin.“

Kurz vor Ablauf der aktuellen Corona-Verordnung am 20. Dezember werde noch einmal sehr gewissenhaft geguckt, ob die Verordnung fortgeschrieben werde oder ob Veränderungen erforderlich seien. „Auch wir können nicht ausschließen, dass es dann nicht notfalls wieder zu Verschärfungen kommt.“

CSU plant wegen Corona-Krise „hybriden“ Bundestagswahlkampf

14.33 Uhr: Wegen der unklaren Perspektive für die Bundestagswahl im kommenden Jahr plant die CSU einen „hybriden Wahlkampf“. Dabei werde es sowohl Veranstaltungen im Internet als auch normale Veranstaltungen geben, sagte Generalsekretär Markus Blume am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Zudem sei sich die Partei sicher, dass zumindest in der ersten Hälfte des Jahres Corona dabei das bestimmende Thema sei.

Die Bundestagswahl soll am 26. September 2021 stattfinden. Den Anfang bei den Internet-Veranstaltungen mache am 20. Dezember ein „Weihnachtsspezial“ an dem sich auch Parteichef Markus Söder beteilige. Auch der traditionelle Aschermittwoch der CSU am 17. Februar in Passau werde je nach Lage teilweise ins Internet verlegt.

Krankenhäuser fordern Rücknahme der Lockerungen um Weihnachten

14.25 Uhr: Die deutschen Krankenhäuser haben aufgrund anhaltend hoher Neuinfektionen eine Rücknahme der Corona-Lockerungen über Weihnachten und Silvester gefordert. Mildere Regelungen etwa bei Kontaktbeschränkungen könnten „zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen, mit weiteren Folgen für Kliniken“, sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem „Handelsblatt“ (Online).

Die jetzige Situation sei für das Personal in vielen Kliniken ohnehin schon belastend und herausfordernd. „Wir haben heute 40 Prozent mehr Intensivpatienten als im Frühjahr, und anders als im Frühjahr ist dies keine kurzzeitige Situation, sondern schon seit Wochen so, ohne dass wir ein Ende erkennen können“, sagte Gaß weiter. Damit sich die Lage auf den Intensivstationen nicht weiter verschlimmert, befürwortet Gaß Verschärfungen der Maßnahmen „in Gebieten mit sehr hoher Inzidenz“.

Jenas Oberbürgermeister nach Positivtest in Quarantäne

14.18 Uhr: Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Er befinde sich mit leichten Symptomen in Quarantäne, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Auch Nitzsches Familie habe sich infiziert. Wie und wo sich der Rathaus-Chef und seine Familie angesteckt hätten, könne nicht nachvollzogen werden.

Nitzsche werde nun von zu Hause aus weiterarbeiten, hieß es. Zudem seien bereits alle Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt worden. Das betreffe auch Mitarbeiter aus der Verwaltung, die allesamt im Homeoffice weiterarbeiten könnten. Der Verwaltungsbetrieb sei daher nicht eingeschränkt.

Kommission legt Entwurf für genauere Impf-Priorisierung vor

13.57 Uhr: Für die geplante Priorisierung von Corona-Impfungen liegen nun konkretere Vorschläge vor. Die Ständige Impfkommission (Stiko) verschickte dazu am Montag einen Entwurf an Länder und medizinische Fachgesellschaften. Empfohlen wird demnach, Impfungen zunächst Personengruppen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe anzubieten, sowie Gruppen, die beruflich besonders exponiert sind oder Kontakt zu Risikogruppen haben.

Das entspricht rund 8,6 Millionen Menschen. Konkret nennt die Empfehlung, die unserer Redaktion vorliegt, Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und Menschen über 80 Jahre. Zudem aufgeführt wird Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen wie Notaufnahmen und in der Betreuung von Corona-Patienten sowie Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu Risikogruppen in der Behandlung von Blutkrebs und der Transplantationsmedizin.

Diskussion um Corona-Gipfel und Lockerungen

13.01 Uhr: Nach Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert jetzt auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) einen Corona-Gipfel vor den Feiertagen.

Ziel müsse die bundesweite Rücknahme der zum Jahreswechsel geplanten Lockerungen sein, sagte Hans dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Montag. Nach Weihnachten und vor Silvester solle zu den strengeren Corona-Regeln zurückgekehrt werden. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund stellt die Lockerungen für die gesamten Feiertagen in Frage.

Corona-Maßnahmen: Restaurants und Bars in Dänemark dicht

12.55 Uhr: In einigen der bevölkerungsreichsten Kommunen Dänemarks werden ab Mittwoch alle Restaurants, Bars und Cafés sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Kinos, Museen und Zoos geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montag mit.

Schüler ab der fünften Klasse sowie weiterführender Bildungseinrichtungen werden in den Distanzunterricht und öffentliche Bedienstete ohne kritische Funktionen ins Home Office geschickt.

Corona-Impfstoff: Hongkonger Unternehmen investiert mehr als 500 Millionen Dollar

12.34 Uhr: Das chinesische Pharmaunternehmen Sinovac Biotech erhält eine Finanzspritze in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Dollar zur weiteren Entwicklung seines Corona-Impfstoffkandidaten CoronaVac.

Das in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gelistete Pharma-Forschungsunternehmen Sino Biopharmaceutical investiert nach eigenen Angaben vom Montag umgerechnet 425 Millionen Euro. Zugelassen ist der Impfstoff bislang nicht.

Prinz William und Herzogin Kate reisen zu Corona-Helden

12.13 Uhr: Prinz William und Herzogin Kate sind am Montag zu einer dreitägigen Zugreise durch Großbritannien gestartet. Das Paar will auf seiner mehr als 2000 Kilometer langen Tour durch England, Schottland und Wales Helden der Corona-Krise treffen, um einen „Scheinwerfer auf die unglaubliche Arbeit zu richten“, so eine Sprecherin.

Prinz William sagte zu Beginn der Reise zu einem Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Transport for London: „Daumen drücken, dass 2021 wieder normaler wird.“ Für Herzogin Kate ist es die erste offizielle Reise an Bord des royalen Zuges.

Zunächst keine frühere Nachverhandlung der Corona-Maßnahmen geplant

11.56 Uhr: Obwohl die derzeitigen Corona-Maßnahmen offensichtlich nicht so greifen wie es sich die Bundesregierung vorgestellt hat, ist bisher kein Termin für eine Nachverhandlung zwischen Angela Merkel und den Länderchefs vereinbart. Das teilte Steffen Seibert bei der Regierungspressekonferenz mit. Die Lage sei „besorgniserregend“, dennoch sei bisher noch kein Bund-Länder-Treffen vor dem 4. Januar geplant. Sollte sich daran etwas ändern, würde es die Bundesregierung frühzeitig mitteilen, so Seibert.

Es war zuvor angenommen worden, dass sich Angela Merkel schon in den nächsten Tagen erneut mit den Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Bundesländer besprechen könnte, da die Neuinfektionen trotz der aktuellen Maßnahmen weiter ansteigen.

Viele Politiker fordern strengere Corona-Auflagen

11.40 Uhr: Bayern verhängt härtere Corona-Auflagen und bekommt dafür breite Unterstützung. Kommen bald Verschärfungen für ganz Deutschland? Lesen Sie dazu:Viele Politiker fordern jetzt strengere Corona-Auflagen

11.31 Uhr: Die Kreuzfahrtbranche ist von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Jetzt startet Aida Cruises wieder, trotz anhaltender Pandemie. Lesen Sie dazu: Trotz Corona-Pandemie – Aida startet auf Gran Canaria

Corona-Impfstoff: Expertin sieht Lücken bei der Verteilung

11.17 Uhr: Die globale Verteilung der Corona-Impfstoffe könnte deutliche Lücken aufweisen. Das befürchtet die Betriebswirtschafts-Professorin Yvonne Ziegler von der Frankfurter University of Applied Sciences. So sei der derzeit eingeschränkte Flugverkehr einer von mehreren kritischen Faktoren.

Entlegenere Regionen müssten per Lastwagen oder mit speziellen Charterflügen im Auftrag der Regierungen versorgt werden. Ziegler machte auf die Anforderungen aufmerksam, die verschiedenen Impfstoffe stets auf einer konstanten Temperatur zu halten. Außerdem müssten die Impfstoffe müssten wegen ihres hohen Schwarzmarktwertes während der Verteilung aufwendig gesichert werden.

Corona-Gipfel vor Weihnachten – Müller unsicher

10.49 Uhr: Anders als Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), eine Bund-Länder-Beratung zu den Corona-Maßnahmen noch vor Weihnachten kritisch.

„Ich bin da noch unsicher“, sagte Müller am Montag im Bayerischen Rundfunk. „Wir haben ja ganz bewusst in beide Richtungen Dinge möglich gemacht.“ Der nächste Corona-Gipfel ist für Januar geplant.

Corona-Maßnahmen in Bayern – „vorletzte Stufe“

10.29 Uhr: Die ab Mittwoch geltenden, verschärften Corona-Maßnahmen in Bayern sind laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) „die vorletzte Stufe, die man machen kann“. Die noch mögliche Steigerung sei, mehr Geschäft zu schließen und Kontakte auf die eigene Familie zu beschränken.

Lesen Sie mehr zum Thema:Corona in Bayern: Diese strikten Maßnahmen sind geplant.

Pandemie – Verlust von hunderttausenden Jobs

10.06 Uhr: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor dem Verlust hunderttausender befristeter Arbeitsverhältnisse in der Corona-Krise. „Prekäre Stellen sind nicht krisenfest. Bei Minijobs und Leiharbeit hat die Pandemie bereits zu massiven Jobverlusten geführt“, sagte Gewerkschaftschef Robert Feiger am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

„Viele Unternehmen dürften wegen der wirtschaftlichen Lage nun auch befristete Arbeitsverträge auslaufen lassen.“ Insbesondere junge Beschäftigte müssten häufig um ihren Arbeitsplatz fürchten und könnten einmal mehr zu „Corona-Verlierern“ werden, warnte Feiger.

Corona: Auch Altmaier hält die Maßnahmen für nicht ausreichend

9.20 Uhr: Neben mehreren Politikern von Bund und Ländern hält auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für nicht ausreichend. Man werde in den nächsten Tagen und Wochen sehr intensive Beratungen führen müssen.

Die Entwicklung der Zahlen sei „weit hinter unseren Erwartungen zurück“, sagte Altmaier. „Man wird sagen können und sagen müssen, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die zweite Infektionswelle wirklich zu brechen.“ Der Minister äußerte sich in Berlin vor einer Videokonferenz der für Telekommunikation zuständigen EU-Minister.

Impf-Priorisierung: Entwurf noch diese Woche

8.25 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) will noch in dieser Woche ihren Entwurf für die Priorisierung der Impfungen gegen das neuartige Coronavirus vorlegen. „Die Empfehlung wird dann für alle Länder und Gesundheitsbehörden verfügbar sein“, sagte der Vorsitzende Thomas Mertens am Montag im Deutschlandfunk.

Die Stiko befürwortet zunächst eine Priorisierung der Impfungen mit dem Ziel, schwere Covid-19-Verläufe und Todesfälle zu vermeiden. Ab Mitte Dezember sollen die Impfzentren in Deutschland einsatzbereit sein, auch wenn bisher kein Impfstoff zugelassen ist.

Corona-Gipfel laut Söder noch vor Weihnachten möglich

8.20 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält ein Treffen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin noch vor Weihnachten für möglich. „Das jetzige System allein reicht nicht“, sagte er im ARD-Morgenmagazin.

Jeden Tag gebe es neue Infektionen und die Zahl der Todesfälle steige. Es mache keinen Sinn einfach so bis Januar zu warten. „Wir müssen handeln“, so Söder.

Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema

Nach Corona-Infektion: Sarah Wiener spürt Folgen bis heute

7.41 Uhr: Fernsehköchin Sarah Wiener erkrankte im Herbst an Covid-19 und spürt die Folgen immer noch: „Wenn es damals noch etwas schlimmer geworden wäre, hätte ich ins Krankenhaus gemusst. Dazu kamen Husten und eine Erschöpfung, die teilweise bis heute andauert“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gastronomin, die selbst für drei ihrer Betriebe Insolvenz anmelden musste, hat für die Vorgaben der Politik Verständnis. „Natürlich sind die Maßnahmen nachvollziehbar, und es müssen auch Entscheidungen getroffen werden. Aber ich kann auch den Ärger der Leute nachvollziehen, deren Existenz ruiniert ist“, so Wiener. Restaurants sind im aktuellen Teil-Lockdown geschlossen. Lesen Sie mehr dazu: Corona-Krise: TV-Köchin Sarah Wiener meldet Insolvenz an.

Städtebund stellt Corona-Lockerungen in Frage

7.10 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund mahnt, vor einer Lockerung der Corona-Regeln an den Feiertagen das Infektionsgeschehen in den nächsten anderthalb Wochen abzuwarten.

„Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Rheinischen Post“. Die Lockerungen würden unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten führen und stellten damit ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar.

Notfallzulassung für Corona-Impfstoff in Indien beantragt

7.01 Uhr: In Indien hat das Pharmaunternehmen Serum Institut eine Notfallzulassung für einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus beantragt. Das bestätigte Adar Poonawalla, Geschäftsführer von Serum, auf Twitter.

Bundesweiter Aktionstag zu Kontrolle der Maskenpflicht startet

6.55 Uhr: Heute findet der erste bundesweite Aktionstag zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr statt. Deutschlandweit wollen die zuständigen Behörden und die Verkehrsunternehmen ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Maskenpflicht als Schutz gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie sichtbar erhöhen. Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits Zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.

Dänemark plant Verschärfung der Corona-Beschränkungen

5.47 Uhr: Dänemark verschärft wegen steigender Infektionszahlen seine Corona-Beschränkungen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte in einer im Internet veröffentlichten Videoansprache einen Teil-Lockdown für die drei größten dänischen Städte an. Betroffen sind demnach die Hauptstadt Kopenhagen sowie mehrere umliegende Gemeinden, die westdänische Stadt Aarhus und die Stadt Odense im Zentrum des Landes.

Die Details sollen im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. Die dänischen Behörden meldeten am Sonntag mit 1745 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert. Insgesamt haben sich in Dänemark (ohne Grönland und die Färöer-Inseln) bisher rund 90.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 885 Menschen starben.

Kanzleramtsminister Braun rechnet mit Impfstart Anfang 2021

5.39 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun rechnet dieses Jahr nicht mehr mit ersten Impfungen. „Ich rechne damit, dass das ganz früh im nächsten Jahr in den allerersten Tagen losgehen kann“, so der Kanzleramtsminister im Politik-Talk der Zeitung „Bild“. Braun spricht sich gegen Sonderrechte für geimpfte Menschen aus.

„In der Phase davor, wo wir noch nicht genügend Impfstoff haben, sagen wir ja, dass bestimmte Gruppen zuerst den Impfstoff bekommen. Das ist ein Vorteil. Und wir anderen stehen alle zurück, weil wir es richtig finden, dass diese Gruppen wegen ihrer besonderen Gefährdung zuerst geimpft werden. Dann heißt das aber umgedreht, dass ich es nicht richtig finde, wenn diese Gruppen dann daraus weitere Vorteile ziehen.“

Corona-Krise sorgt für zahlreiche neue Wortschöpfungen

4.15 Uhr: Kein anderes Thema hat den Wortschatz in diesem Jahr so stark geprägt wie die Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, wie eine Sprecherin zu den Erweiterungen des Wörterbuchs der Neologismen, also der neuen Wörter, am Montag mitteilte. Etwa 1000 neue Wörter und Wortverbindungen zu Corona hat das IDS in diesem Jahr demnach gesammelt. Auch Abstandsgebot, Aluhut und zweite Welle landeten neu in der Sammlung.

Schleswig-Holstein ist jetzt Corona-Risikogebiet

3.17 Uhr: Schleswig-Holstein ist am Sonntag als letztes Bundesland in Deutschland in der aktuellen Infektionswelle zum Corona-Risikogebiet geworden. In den vergangenen sieben Tagen kamen auf 100.000 Einwohner im Schnitt 51,6 Infektionen, wie die Landesregierung am Sonntag mitteilte. Damit ist der wichtige Risikowert von 50,1 überschritten. Am Samstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 48,9 gelegen.

Die Landesregierung meldete am Sonntagabend 154 neue Fälle. Seit Beginn der Pandemie sind in Schleswig-Holstein 15.771 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte. In den Krankenhäusern werden den Angaben zufolge 114 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 12.500 geschätzt. Am Sonntagnachmittag hatte bereits das Nachbar-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern den Warnwert überschritten. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind die Bundesländer mit den geringsten Infektionszahlen.

Sonntag, 6. Dezember: Trump-Anwalt Giuliani positiv getestet

21.52 Uhr: Der Anwalt von Donald Trump und frühere Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Trump teilte am Sonntagabend auf Twitter mit, dass sich der 76-Jährige mit dem Virus infiziert habe.

Corona-Regeln in Sachsen könnten verschärft werden

21.21 Uhr: Die sächsische Landesregierung will über weitere Verschärfungen der Corona-Regeln im Freistaat beraten. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“, es müsse „nachgesteuert werden in den Hotspots, in den Regionen, in denen die Zahl zu hoch ist, in denen die Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich ist“. Der CDU-Politiker betonte: „Wir sprechen in der Regierung darüber, was es noch für Möglichkeiten gibt. Wir werden da sicherlich im Laufe dieser Woche auch noch weitere Entscheidungen treffen.“

Kretschmer appellierte an die Eigenverantwortung der Menschen. Die meisten Bürger hielten sich an die Regeln und nähmen sich zurück. Ein Teil lehne die Maßnahmen aber ab. So entstehe ein Infektionsgeschehen, das sehr gefährlich sei und am Ende unschuldige Menschen in Mitleidenschaft ziehe.

Österreich lockert Corona-Regeln

19.58 Uhr: In Österreich wird der seit Mitte November geltende strikte Lockdown am Montag etwas gelockert. Aus der ganztägigen Ausgangssperre wird eine nächtliche Ausgangssperre von 20.00 bis 06.00 Uhr, außerdem dürfen wieder alle Geschäfte und Friseure öffnen. Zudem dürfen sich die Menschen wieder mit Mitgliedern eines anderen Haushalts treffen. Auch Museen und Bibliotheken dürfen am Montag wieder öffnen. Kulturveranstaltungen bleiben hingegen untersagt, Kinos geschlossen.

Einige Sportarten wie Eislaufen, Skilanglauf, Golf oder Leichtathletik sind wieder unter Auflagen erlaubt. Die Skigebiete dürfen aber erst ab dem 24. Dezember öffnen, Hotels und Gastronomiebetriebe müssen bis einschließlich 6. Januar geschlossen bleiben. Der strikte Lockdown war am 17. November in Kraft getreten, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Mehr Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht

19.57 Uhr: Am Montag findet der erste bundesweite Aktionstag zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr statt. Deutschlandweit wollen die zuständigen Behörden und die Verkehrsunternehmen ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Maskenpflicht als Schutz gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie sichtbar erhöhen.

Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.

Droht „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ nach Corona-Impfungen?

19.32 Uhr: Bald sollen erste Corona-Impfungen durchgeführt werden. Längst werden nicht auf einen Schlag so viele Impfdosen verfügbar sein, um Milliarden von Menschen gleichzeitig zu immunisieren. So stellt sich die Frage, wer zuerst drankommt und ob sich Geimpfte künftig überhaupt noch an die Corona-Auflagen halten müssen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) äußerte sich in der „Bild am Sonntag“ aufgrund dieser Tatsache besorgt, dass es zu weiterer Spaltung der Gesellschaft kommen könnte. Zwischen Geimpften und Nichtgeimpften solle bei Beschränkungen des öffentlichen Lebens nicht unterschieden werden, „das spaltet nur unnötig“, glaubt Dreyer. Notwendig sei Solidarität aller Geimpften. Alle müssten sich weiter an die Regeln und die Maskenpflicht halten. Sonderveranstaltungen wie Konzerte nur für Geimpfte dürfe es ebenfalls nicht geben. Lesen Sie hier mehr zum Thema:Corona: Werden Geimpfte anders leben können als Ungeimpfte?

• Kommentar:Bund muss Impf-Pläne so transparent wie möglich gestalten

Bouffier: Ausgangssperre für Corona-Hotspots wäre vernünftig

18.29 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier plädiert für strengere Kontaktbeschränkungen in Corona-Hotspots mit hohen Inzidenzwerten von 200 und mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. „Deshalb glaube ich, dass eine Ausgangssperre dort, wo nachhaltig über 200 Inzidenzen sind, notwendig ist. Aber das muss man immer in der jeweiligen Situation entscheiden“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“. Auch werde man manches verbieten müssen, „zum Beispiel Alkoholverkauf oder Alkoholnutzung in der Öffentlichkeit“.

Dänemark meldet Rekord bei Corona-Neuinfektionen

17.13 Uhr:Dänemark hat bei den erfassten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Wie am Sonntag aus Zahlen des staatlichen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit Samstag 1745 neue bestätigte Fälle bekannt. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im gleichen Zeitraum um sieben auf 885. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen schrieb am Sonntag auf Facebook, dass die Regierung die Einführung neuer Corona-Maßnahmen plane, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Das nordeuropäische Land mit rund 5,8 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang rund 90.600 Corona-Fälle.

Heilbronn kündigt nächtliche Ausgangsbeschränkungen an

17.10 Uhr: Im Corona-Hotspot Heilbronn soll es ab Dienstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung geben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde am Montag verkündet, teilte eine Sprecherin der Stadt am Sonntag mit. Die Ausgangsbeschränkung soll von 21 Uhr bis 5 Uhr gelten. Das Verlassen des Hauses wäre demnach in dieser Zeit nur noch mit „triftigem Grund“ möglich, wie in den Städten Mannheim und Pforzheim, wo eine solche Regelung bereits seit dem Wochenende greift. Die Stadt überschritt zuletzt mehrere Tage den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche und gilt damit als Hotspot.

Lauterbach lobt Söder für geplante Regelverschärfung

15.50 Uhr: Die von Bayern angekündigten schärferen Corona-Maßnahmen sollten nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zügig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. „Der Wellenbrecher-Shutdown reicht bei weitem nicht mehr aus. Es ist nicht akzeptabel, dass wir jeden Tag bis zu 500 Tote haben“, sagte Lauterbach unserer Redaktion. Lesen Sie hier mehr zum Thema:Lauterbach: Bayerns Corona-Regeln sollten bundesweit gelten

Katastrophenfall, Ausgangssperre, Alkoholverbot: Bayern verschärft Corona-Regeln

14.04 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mitgeteilt, dass die Landesregierung dem Landtag in der kommenden Woche vorschlagen wird, die Corona-Regeln bis zum 5. Januar deutlich zu verschärfen. Folgende Punkte soll der Vorschlag laut Söder umfassen:

  • Bayern soll wieder den Katastrophenfall ausrufen, weil, so Söder, die Belastung der Krankenhäuser besser gesteuert werden könne
  • Es soll eine „Allgemeine Ausgangsbeschränkung“ verfügt werden. Menschen sollen wie beim Corona-Lockdown im Frühjahr nur noch in „triftigen Gründen“ das Haus verlassen dürfen. In Corona-Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 soll eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr gelten. Über Weihnachten, vom 23. bis zum 26. Dezember, sollen die Verschärfungen nicht gelten.
  • Demnach sollen die zunächst für Silvester geplanten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. An den Tagen rund um den Jahreswechsel sollen sich genauso wie vor Weihnachten maximal fünf Menschen aus zwei Hausständen treffen dürfen
  • Ab Mittwoch soll an Berufsschulen komplett in den Distanzunterricht gewechselt werden. In Corona-Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 sollen Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse im Distanzunterricht unterrichtet werden. Für alle Schulen soll unabhängig vom Infektionsgeschehen gelten: Ab der 8. Klasse soll in den Wechselunterricht gewechselt werden.
  • Ab dem 9. Dezember soll der Konsum von Alkohol in Bayern unter freiem Himmel untersagt sein.

Saisonstart von Aida Cruises: „Aidaperla“ startet auf Gran Canaria

13.45 Uhr: Das Kreuzfahrtschiff „Aidaperla“ der Reederei Aida Cruises ist am späten Samstagabend von Las Palmas auf Gran Canaria zu einer einwöchigen Tour rund um die Kanarischen Inseln gestartet. Dies teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Es ist ein Neustart für Aida Cruises in dieser von der Corona-Pandemie geprägten Saison, die im November erneut unterbrochen worden war. Als zweites Schiff der Aida-Flotte werde die „Aidamar“ am 20. Dezember in See stechen. Bei den siebentägigen Touren sind auch Landgänge geplant. Die Corona-Inzidenzwerte seien auf den Kanaren seit Monaten sehr niedrig, so Aida.

Im März hatte Aida Cruises wie alle Firmen der Branche wegen der Corona-Pandemie die Reisen eingestellt. Mitte Oktober startete dann das erste Schiff zu einer Italien-Rundfahrt. Doch schon im November musste die Saison wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen in Europa wieder abgebrochen werden. Die bisherigen Umsatzausfälle bei Aida lägen im Bereich von rund 1,5 Milliarden Euro, hieß es.

Lufthansa kappt wegen Corona-Krise bis zum Jahresende 29.000 Jobs

13.21 Uhr: Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie lässt die Lufthansa viele Jets am Boden und baut massiv Jobs ab. Bis zum Jahresende werden 29.000 Stellen weggefallen sein, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Sonntag einen Bericht der „Bild am Sonntag“. Übrig bleiben demnach noch 109.000 Mitarbeiter. Im Ausland werden über 20.000 Jobs gestrichen. Zudem hat die Airline das Europageschäft der Catering-Tochter LSG mit 7500 Mitarbeitern verkauft.

Im nächsten Jahr sollen in Deutschland weitere 10.000 Stellen abgebaut werden. Unterdessen steige bei der Lufthansa die Nachfrage nach Flügen über Weihnachten und Silvester an, sagte die Sprecherin. Buchungen für die Kanareninseln Teneriffa- und Fuerteventura hätten sich verdreifacht. Die Nachfrage nach Flugtickets nach Kapstadt in Südafrika und Cancún in Mexiko habe sich vervierfacht.

Wie andere Fluggesellschaften auch ist der Lufthansa-Konzern in der Corona-Krise wegen des stark reduzierten Flugangebots geschäftlich abgestürzt. Nach drei Quartalen hat das vom Staat gerettete Unternehmen im laufenden Jahr bereits einen Verlust von 5,6 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Lufthansa musste vom Staat vor der Pleite gerettet werden und hat zu viel Personal an Bord für eine langfristig verringerte Nachfrage. Die Stellenzahl soll auf knapp 100.000 sinken, bevorzugt über Teilzeit und freiwillige Abgänge, aber auch über betriebsbedingte Kündigungen. Zudem müssen Beschäftigte Sparbeiträge leisten und etwa auf Teile ihres Einkommens verzichten.

Nach Verbot von „Querdenker“-Demo hunderte Anzeigen

12.41 Uhr: Die Bremer Polizei hat am Wochenende nach einer in letzter Minute verbotenen „Querdenker“-Demonstration 900 Menschen Platzverweise erteilt. Außerdem erhielten 700 Menschen Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und weitere 70 Strafanzeigen. Das erklärte eine Polizeisprecherin am Sonntag in Bremen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am Samstag in letzter Instanz eine Demonstration der sogenannten Querdenker gegen die Corona-Maßnahmen verboten, die Veranstalter hatten mit 20.000 Teilnehmern gerechnet. Ungeachtet des Verbots versammelten sich in der Umgebung des Bremer Hauptbahnhofes mehrere Hundert Menschen, darunter auch viele Gegendemonstranten.

Umfrage: Aussicht auf Corona-Impfstoff hebt Stimmung in Deutschland

11.23 Uhr: Die Aussicht auf einen Corona-Impfstoff wirkt sich positiv auf die Stimmung in Deutschland aus. Nach einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey erwartet nur noch jeder zweite Verbraucher, dass sich die Einschränkungen im Alltag länger als weitere sechs Monate hinziehen. Zum Vergleich: Im September rechneten noch gut zwei Drittel (68 Prozent) mit längeren Einschränkungen. Fast jeder vierte Befragte rechnet demnach mit einem wirtschaftlichen Aufschwung innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate.

„Einen solchen Anstieg beim Optimismus der Konsumenten haben wir seit März nicht gesehen„, sagte McKinsey-Experte Jesko Perrey. Dass sich die Stimmung trotz der verschärften Lockdown-Regeln bessere, spiegele die Signalkraft und Bedeutung eines möglichen Impfstoffes für das Konsumentenvertrauen wider.

Am meisten sehnen sich die Verbraucher der Umfrage zufolge danach, wieder unbesorgt in Restaurants und Bars gehen zu können. Daneben vermissten sie vor allem das regelmäßige Treffen mit Freunden und Familie.

Österreich: Interesse an Massentests geringer als erwartet

9.14 Uhr: In Österreich sind die Corona-Massentests angelaufen – und auf geringeres Interesse gestoßen als von der Regierung erwartet. In den ersten beiden Tagen ließen sich in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg nach einem ersten Überblick rund 300.000 Menschen auf das Virus untersuchen.

Besonders die Teststationen in Wien waren nach Angaben der Stadt nicht ausgelastet. Am Samstag wurden 22.000 Tests gemacht, die Kapazität in der Hauptstadt liegt bei 150.000 täglich. Es wurden insgesamt nur wenige Infizierte gefunden. Von den knapp 160.000 in Tirol getesteten Menschen waren 417 positiv. Dies entspreche 0,27 Prozent, teilte das Land mit.

Die Regierung hofft, dass sich zumindest mehrere Millionen Menschen testen lassen. Die Massentests sind wichtiger Teil der aktuellen Anti-Corona-Strategie, um vor allem die symptomfreien Infizierten zu entdecken.

Queen Elizabeth II. will sich gegen Corona impfen lassen

7.22 Uhr: Großbritanniens Königin Elizabeth II. plant einem Medienbericht zufolge sich bald die Impfung gegen das Coronavirus verabreichen zu lassen. Mit einem Alter von 94 Jahren gehöre die Monarchin genau wie ihr 99-jähriger Ehemann Prinz Philip zur Risikogruppe, weshalb beide Anspruch darauf hätten, sich mit dem im Vereinigten Königreich zugelassenen Biontech-Pfizer-Vakzin impfen zu lassen, schrieb die „Mail on Sunday“.

In Großbritannien werde befürchtet, dass Impfgegner andere Menschen davon überzeugen, sich nicht gegen Covid-19 impfen zu lassen. Mehrere Mitglieder des Königshaus planten deshalb, ihre Impfung öffentlich zu machen. Auf diesem Weg sollen mehr Menschen zu dem Schritt ermutigt werden, wie die „Mail on Sunday“ weiter schrieb. Prominente wie der Monty-Python-Star Michael Palin und der Rockmusiker Bob Geldof wollen sich deshalb laut der Zeitung ebenfalls impfen lassen.

„Querdenker“ – Giffey sieht Verfassungsschutz gefordert

7.12 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert ein härteres Vorgehen des Staates gegen die „Querdenken“-Bewegung. „Bei Gruppen, die sich verfassungsfeindlich äußern oder einen Angriff auf die Demokratie planen, muss sich der Verfassungsschutz einschalten“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion. „Das heißt nicht, dass alle, die bei solchen Demonstrationen mitlaufen, als Verfassungsfeinde angesehen werden.“

Giffey betonte: „Wir als Staat müssen wachsam sein, wenn die Demokratie angegriffen wird. Oder wenn unsere demokratischen Organe bedroht werden, wie neulich, als Störer in den Bundestag eingedrungen sind und Abgeordnete daran hindern wollten, ihrer Arbeit nachzugehen.“

Über 230.000 Corona-Neuinfektionen: USA registrieren neuen Höchstwert

6.20 Uhr: Die USA haben am dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Samstagabend mehr als 230.000 neue Fälle registriert, rund 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten binnen eines Tages lag bei 2527.

Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten bereits mehr als 14,6 Millionen Corona-Fälle. Mehr als 281.000 Infizierte starben.

Kanzleramtschef: Bisher 1,5 Millionen Menschen durch Corona-App gewarnt

5.15 Uhr: Die Corona-Warn-App hat laut Kanzleramts-Chef Helge Braun (CDU) bisher mehr als 1,5 Millionen Menschen vor einer möglichen Infektion gewarnt. „Die App hilft uns in der Pandemie sehr“, sagte Braun der „Welt am Sonntag“. Sie mache „genau das, was sie soll“. Die App zeichne die Kontakte zu Fremden auf, die ansonsten gar nicht gewarnt werden könnten.

Durch die Warnungen der App würden Braun zufolge bisher unbekannte Infektionscluster entdeckt. „Bisher haben über 100.000 Nutzer einen positiven Corona-Test in der App geteilt“, sagte der Minister. Bei 15 relevanten Kontakten je Nutzer wären das mehr als 1,5 Millionen Menschen, die bis heute von der App gewarnt worden seien. Lesen Sie auch:Corona – so könnte eine Smartwatch volle Kliniken entlasten

Die deutsche App sei auch besser als alle asiatischen, sagte Braun der Zeitung. „Die asiatischen Apps, sofern sie auf GPS basieren, sind viel ungenauer und schicken mehr Menschen unnötig in Quarantäne.“

Intensivstationen: 40 Prozent mehr Covid-19-Patienten als im Frühjahr

0.05 Uhr: Die weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen in Deutschland machen sich in den Kliniken bemerkbar: Einem Medienbericht zufolge kommen viele Krankenhäuser angesichts der steigenden Belastungen durch die Pandemie an ihre Grenzen. „In einzelnen Ländern wie Sachsen ist die Zahl der Intensivpatienten fünfmal so hoch wie im April. Dort geraten Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen oder haben diese bereits überschritten“, warnte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“.

Gegenwärtig befinden sich laut dem Bericht 40 Prozent mehr Covid-19-Intensivpatienten auf Station als noch während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr. Hinzu kämen rund 16.000 Corona-Fälle, die auf Normalstationen versorgt würden. „Diese haben einen deutlich höheren Versorgungsaufwand als andere Patienten“, sagte Gaß.

Im Frühjahr hätten kleinere, weniger gut ausgerüstete Kliniken ihre schwer kranken Covid-19-Patienten dem Bericht zufolge meist problemlos an Maximalversorger wie etwa Universitätskliniken überweisen können. Nun würden sich diese in manchen Regionen selbst der Belastungsgrenze nähern.

Samstag, 5. Dezember: Verbotene „Querdenker“-Demo: Bremer Polizei im Großeinsatz

  • Die untersagte Großdemonstration der „Querdenker“ und deren Gegenveranstaltungen in Bremen haben zu einem Großeinsatz der Polizei geführt
  • Die portugiesische Regierung hat die Lockerung der Corona-Einschränkungen über Weihnachten angekündigt. Allerdings werden sie unmittelbar danach wieder eingesetzt, um Neujahrsfeierlichkeiten zu verhindern
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Massenimpfungen gegen das Coronavirus bis Sommer nächsten Jahres in Aussicht gestellt
  • In Bayern will das Kabinett nach Angaben der Staatskanzlei am Sonntag per Videoschalte über „weitere Maßnahmen“ beraten. Lesen Sie hier: Corona – Strenge Kontaktbeschränkungen auch über Weihnachten?
  • Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat vor pauschalen nächtlichen Ausgangssperren gewarnt. Lesen Sie dazu:Ausgangssperre für eine Million Bürger: sinnvoll oder nicht?
  • Familienministerin Franziska Giffey (SPD) rechnet an den Weihnachtstagen im Corona-Lockdown mit einer Zunahme an häuslicher Gewalt. Lesen Sie hier das ganze Interview mit Franziska Giffey: Giffey: „Wir müssen verhindern, dass Menschen vereinsamen“
  • Die Bundesregierung weitet ihre Hilfen für kleine und mittlere Betriebe aus, die trotz Corona ausbilden
  • Die USA haben den zweiten Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität von Samstagmorgen mehr als 227.000 neue Fälle registriert, rund 10.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten binnen eines Tages lag bei 2607.

Freitag, 4. Dezember: Novemberhilfen werden wohl erst im Januar ausgezahlt

  • Die „Novemberhilfen“ der Bundesregierung werden in voller Höhe wohl frühestens im Januar ausgezahlt. Wie die „Bild“ berichtet, ist nicht einmal das Softwaretool fertig, mit dem die Anträge bearbeitet werden können
  • Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci halten eine Eindämmung der Corona-Pandemie bis Ende 2021 für möglich
  • Die portugiesische Regierung hat den Corona-Notstand bis zum 23. Dezember verlängert. Im Rahmen des Ausnahmezustands herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen Portugals unter anderem strenge Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden
  • Auf Instagram vernetzen sich junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler. Wenn es um Risikogruppen geht, werden sie oft vergessen. Lesen Sie hier:Jung, herzkrank, Risikopatient: „Das Virus kann mich töten“
  • Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Bundesfinanzministerium (BMF) die Stundungsmöglichkeiten für Steuerzahler erweitert. Im vereinfachten Verfahren könnten nun Stundungen bis zum 30. Juni 20201 beantragt werden
  • Die Stadt Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz wird ab dem morgigen Samstag eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr einführen. Auch die Städte Speyer, Frankenthal und der Rhein-Pfalz-Kreis werden bis spätestens kommenden Dienstag gleiche Ausgangssperren einführen
  • Tschechien öffnet trotz Corona die Skigebiete des Landes am 18. Dezember. „In Österreich ist das für die Einheimischen gedacht, auch bei uns sollte es nur für unsere Leute sein“, so Regierungschef Andrej Babis im Sender Radio Zet
  • Die Skigebiete in der Schweiz werden über die Weihnachtsferien offen sein. Allerdings müssten Hygiene-Maßnahmen befolgt und die Kapazitäten in Zügen oder Kabinenbahnen begrenzt werden
  • Der Status „Risikogebiet“ gilt ab Sonntag nicht mehr für Regionen des griechischen Festlands, Mittelgriechenland und Epirus, sowie Irlands, South-East. Dafür stehen nun weitere Regionen in Finnland und Estland auf der Risikoliste. Mehr zum Thema:Urlaub 2021: Jetzt schon buchen oder besser noch abwarten?
  • In der Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort (Oberhavel) sind bisher 100.000 Briefe an den Weihnachtsmann eingetroffen. Die Kinder wünschen sich dieses Jahr öfter als sonst Gesundheit für die ganze Familie und dass „Corona weg geht“. Lesen Sie auch: Weihnachten trotz Corona: Wie Sie sicher feiern können
  • Die Zahl der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hat erstmals die Schwelle von 4000 überschritten. Rund 60 Prozent der Patienten werden invasiv beatmet
  • Die Bundesregierung hat betont, dass den Bürgern für eine Impfung keine Kosten entstehen sollen. Lesen Sie hier:Corona-Impfstoff – Alles zu Forschungsstand, Impfstrategie, mRNA und Co.
  • Gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Biontech hat der US-Pharmakonzern Pfizer ein Corona-Vakzin entwickelt. Jetzt muss Pfizer jedoch große Erwartungen auf die Impfstoffmenge dämpfen. Lesen Sie hier:Impfstoff: Darum braucht Pfizer bei der Auslieferung länger
  • In Großbritannien beginnt man schon mit der Corona-Impfung. Warum dauert es in Deutschland noch länger? Es gibt Erklärungsbedarf, meint unser Kommentator Christian Kerl. Lesen Sie den Kommentar:Corona-Impfung: Warum die Briten nicht besser dran sind
  • Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist die Zahl der Infektionen in Alten- und Pflegeheimen wieder besorgniserregend angestiegen. Besonders in der Weihnachtszeit ist in den Einrichtungen mit mehr Besuchern zu rechnen. Um das Infektionsrisiko in Heimen zu verringern, gibt es nun einen Leitfaden für Besucher. Lesen Sie dazu:Corona: Was man bei Besuchen in Altenheimen beachten sollte
  • In den USA sind mit mehr als 210.000 Fällen die meisten Neuinfektionen an einem Tag seit dem Beginn der Corona-Pandemie gemeldet worden. Die Zahl der Toten erreichte mit 2907 ebenfalls einen der höchsten Werte

Donnerstag, 3. Dezember: Mehr als 1,5 Millionen Corona-Tote weltweit

  • Weltweit sind mehr als 1,5 Millionen Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Von den bis Donnerstagabend registrierten knapp 65 Millionen Ansteckungen endeten 1.500.038 tödlich, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab.
  • Italien hat am Donnerstag mit fast tausend Todesfällen die höchste Anzahl an Corona-Toten innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie registriert. Die Gesundheitsbehörden verzeichneten am Donnerstag 993 Todesfälle binnen 24 Stunden - das sind 24 mehr als am 27. März
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine Corona-Vollbremsung mit stärkeren Einschränkungen ins Spiel gebracht. „Die Gesamtzahlen gehen nicht runter. Ganz im Gegenteil.“ Lesen Sie hier:Söder für Verschärfung: Kommt die Corona-Vollbremsung?
  • Die Wissenschaftsjournalistin und Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim hat es mit ihrem Erklärstück „Corona geht gerade erst los“ auf den ersten Platz der beliebtesten YouTube-Videos 2020 in Deutschland geschafft. Lesen Sie mehr dazu:Mai Thi Nguyen-Kim: Von der Hobbyfilmerin zum Verdienstkreuz
  • Berlins Kultursenator Klaus Lederer zweifelt an einer Berlinale im gewohnten Rahmen. Die Organisatoren hatten betont, es sei nach wie vor ihr Wunsch, die Berlinale im Februar als physisches Festival zu organisieren und so „auch 2021 einen Ort des Austauschs und der Begegnung zu bieten“
  • In Corona-Hotspots im Südwesten dürfen die Bürger künftig nachts nur noch mit triftigen Gründen das Haus verlassen. Die baden-württembergische Landesregierung einigte auf die nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche
  • In der US-Bevölkerung gibt es Zweifel an der Sicherheit des Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus. Die ehemaligen Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton wollen sich vor laufenden Kameras impfen lassen, um die Bürger zu überzeugen. Das berichtete der Fernsehsender CNN. In einer Umfrage Mitte November hatten sich lediglich 58 Prozent zu einer Corona-Impfung bereiterklärt. Der renommierte amerikanische Immunologe Anthony Fauci hatte zuletzt Bedenken zurückgewiesen, wonach die Entwicklung der Impfstoffe in den USA zulasten von Verträglichkeit und Wirksamkeit beschleunigt werde.
  • Nach einer Überprüfung durch baden-württembergische Behörden darf die Drogeriekette dm einen Antikörpertest regulär verkaufen. Bereits seit Anfang November hatte dm den Antikörpertest im Online-Shop angeboten. Nach Warnungen von Verbraucherschützern und Fachleuten hatte das baden-württembergische Sozialministerium eine Überprüfung des Angebots angekündigt. Denn nach Rechtsauffassung des Ministeriums sei eine Abgabe eines Antikörper-Tests nur an Fachleute erlaubt, sofern er tatsächlich einen diagnostischen Zweck hat. Die zuständige Marktüberwachungsbehörde habe nun „keinen Hinweis auf einen unzulässigen Vertrieb der Probenahme- und Einsendekits“ gefunden, teilte das Tübinger Regierungspräsidium mit. Dm hat seinen Hauptsitz in Karlsruhe.
  • Die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegsbeschwerden wird noch bis ins Frühjahr hinein möglich sein. Der Gemeinsame Bundesausschuss beschloss die Verlängerung der Sonderregelung um drei Monate bis zum 31. März 2021. Hintergrund seien „die deutschlandweit anhaltend hohen Covid-19-Infektionszahlen“, erklärte das Gremium. Die telefonische Krankschreibung kann für bis zu sieben Tage erfolgen und um maximal sieben weitere Tage verlängert werden. Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Ziel der Regelung ist es, das Infektionsrisiko in Arztpraxen zu senken und die Ärzte zu entlasten. Mehr dazu lesen Sie hier: Wegen Corona-Zahlen: Telefonische Krankschreibungen bis März.
  • Drei Abende, 74 Infektionen: Eine Studie analysiert Clubabende in Berlin. Eine Gruppe von Menschen war beim Feiern besonders gefährdet. Lesen Sie dazu:Studie – Wie wurde der Club X in Berlin Corona-Drehscheibe?
  • Der Fernbus-Anbieter Flixbus bietet ab dem 17. Dezember vorübergehend wieder Verbindungen an. In Deutschland sollen dann 150 Ziele angefahren werden, wie das Unternehmen in München mitteilte. Das Angebot bleibe zunächst bis zum 11. Januar begrenzt. Flixbus hatte seinen Betrieb am 3. November wegen der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorübergehend eingestellt. Zu den Abfahrts- und Ankunftsorten mit Beginn der Schulferien und an den Feiertagen gehören außer Großstädten wie Berlin, München, Hamburg oder Köln auch zahlreiche kleine Städte, hieß es. Zudem werden Fahrten ins benachbarte Ausland angeboten. Lesen Sie dazu: Flixbus nimmt Betrieb über Feiertage wieder auf – 150 Ziele
  • RKI-Präsident Lothar Wieler macht zu Beginn des Pressebriefings klar: „Die Lage bleibt weiterhin sehr angespannt.“ Die Zahlen seien immer noch zu hoch, es gebe immer mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Er erwarte, dass es noch „viele weitere Tote“ geben wird.

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