Corona-Newsblog

Drosten warnt: Die Corona-Lage könnte sich zuspitzen

Berlin.  Der Virologe Christian Drosten warnt angesichts der Corona-Fallzahlen vor einer Zuspitzung der Lage. Alle Infos in unserem Newsblog.

Aktuelle Reisewarnungen - Wien, Amsterdam, Budapest

Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für Wien, Amsterdam, Budapest, weitere Regionen um Prag und in Kroatien ausgesprochen. Urlauber sollen von nicht notwendigen Reisen absehen.

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  • Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage warnt der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung in Deutschland
  • Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden
  • In Israel gilt wegen steigender Corona-Infektionen am Freitag ein erneuter Lockdown
  • Österreich schränkt im Kampf gegen zweite Corona-Welle Sozialkontakte deutlich ein
  • Wenn der FC Bayern und Schalke 04 am Freitag die neue Saison der Fußball-Bundesliga eröffnen, dürfen keine Zuschauer ins Stadion
  • Steigende Corona-Zahlen: RKI erklärt Nord- und Südholland, Gebiete in Frankreich sowie Wien und Budapest zum Risikogebiet
  • Mehr als 30 Corona-Fälle stehen möglicherweise im Zusammenhang mit einer Hochzeit nach einer Panne im Krankenhaus Vilshofen
  • In Deutschland gibt es unseren Recherchen zufolge rund 269.000 registrierte Corona-Infektionen und mehr als 9375 Todesfälle
  • Weltweit wurden über 30 Millionen Corona-Infektionen registriert, mehr als 945.000 Menschen starben an der Lungenerkrankung Covid-19

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden

In Deutschland hat Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen am Donnerstag den höchsten Tageswert seit April erreicht. „Das, was man im Moment sieht, das ist schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg“, sagte der Virologe Christian Drosten bei einem Kommunikationskongress in Berlin. Politik und Wissenschaft sind alarmiert und diskutieren. Lesen Sie hier: Gerät Corona außer in Deutschland erneut außer Kontrolle?

Währenddessen herrscht auch im Fußball Uneinigkeit, wie mit der Lage umgegangen werden soll: Erst bekommt der FC Bayern die Genehmigung für 7500 Zuschauer beim Eröffnungsspiel gegen Schalke 04, dann macht die Stadt einen Rückzieher wegen steigender Corona-Infektionen. Die Hoffnung auf ein Ende der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga schon zum Auftakt der neuen Saison heute Abend in München war also vergebens.

Corona-News-Ticker: 1916 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland innerhalb eines Tages 1916 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das RKI am Freitag auf seiner Homepage bekannt. Alle aktuellen RKI-Fallzahlen für Deutschland lesen Sie hier : Aktuelle RKI-Fallzahlen und Corona-Produktionszahl

Freitag, 18. September: Drosten – Corona-Lage könnte sich auch hierzulande zuspitzen

5.00 Uhr: Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, „dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England“, sagte der Leiter der Charité-Virologie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Er betonte, „dass wir uns aber auch nicht vormachen sollten, dass sich das bei uns alles ganz anders entwickelt. Wir machen auch jetzt nicht sehr viele Sachen sehr anders“.

„Es gibt ein paar Details, die vielleicht bei uns anders sind als in Südeuropa. Unsere Haushalte sind häufig kleiner, wir haben mehr Einpersonenhaushalte“, sagte Drosten. Es gebe weniger Mehr-Generationen-Familien, in denen das Virus über die Altersgrenzen sehr leicht verbreitet werde. „Das sind sicher Unterschiede. Aber ansonsten ist Deutschland nicht viel anders als diese europäischen Nachbarländer. Darum müssen wir da sehr vorsichtig sein und sehr genau beobachten, wie es jetzt weitergeht.“

Die Testhäufigkeit sei in Deutschland zwar extrem groß – aber erst seit dem Beschluss, Reiserückkehrer zu testen, sagte Drosten. „Das ist eine Testhäufigkeit, die wir in Deutschland so nicht mehr lange durchhalten können.“ Die Grund-Testtätigkeit, die man vorher in Deutschland gehabt habe und bald wieder haben werde, sei nicht viel höher als in anderen europäischen Nachbarländern. Der Kern der Infektionsüberwachung sei bei uns nur wenig stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. „Darum müssen wir schon die Zahlen ernstnehmen.“

Russische Operndiva Netrebko nach Corona-Infektion im Krankenhaus

4.15 Uhr: Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. „Sie helfen mir. Alles wird gut“, schrieb die 48-jährige Sopranistin im Online-Dienst Instagram. Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. „Ich werde mich bald erholen“, hieß es weiter. Ihr Manager sagte der „New York Times“, es gehe ihr bereits besser.

Die Auftritte Netrebkos in der Oper „Don Carlos“ im Bolschoi-Theater am 6. und 8. September waren die ersten Vorführungen nach der Schließung des Hauses wegen der Corona-Pandemie. Weitere Vorführungen wurden abgesagt, nachdem auch der russische Bass-Sänger Ildar Abdrasakow positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Netrebko teilte mit, dass ihr Ehemann, der aserbaidschanische Tenor Yusif Eyvazov, positiv auf Corona-Antikörper getestet worden war – ein Anzeichen für eine zurückliegende Corona-Infektion.

Zweiter Corona-Lockdown in Israel - Neue Restriktionen treten in Kraft

4.00 Uhr: Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Von Freitagnachmittag an müssen sich die Menschen in dem Mittelmeerstaat für mindestens drei Wochen erneut mit starken Einschränkungen arrangieren.

Während des erneuten Lockdowns sollen nun Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeitstätten und Strände müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind aber weiterhin erlaubt. Die Menschen dürfen sich aber nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Ein parlamentarischer Ausschuss teilte allerdings am Donnerstag nach Medienberichten mit, die Entfernung könnte auf einen Kilometer ausgeweitet werden.

Unklar blieb, in welchem Umfang sich die Bevölkerung an die Regeln halten wird. Im Lockdown-Zeitraum liegen mit Rosch Haschana und Jom Kippur wichtige Feiertage. Wöchentlich gab es zudem zuletzt Proteste gegen die Corona-Politik von Ministerpräsident Netanjahu. Verteidigungsminister Benny Gantz kündigte an, die Armee werde die Polizei mit 1000 Soldaten bei der Durchsetzung der Maßnahmen unterstützen.

Der bisherige Höchststand an täglichen Neuinfektionen war mit 5523 für vergangenen Dienstag registriert worden. Diese Zahl lag in dem Land zuletzt deutlich höher als in Deutschland – und Deutschland hat neunmal so viele Einwohner wie Israel.

Donnerstag, 17. September: Wehrbeauftragte Högl in Corona-Quarantäne

22.30 Uhr: Die Regionalregierung von Madrid hat die spanische Regierung angesichts stark steigender Corona-Ansteckungsraten in der Hauptstadt zu „entschiedenem“ Handeln aufgerufen. Die Situation in Madrid verschlechtere sich und es seien „größere Anstrengungen“ nötig, sagte der Vize-Präsident der Hauptstadtregion, Ignazio Aguado, am Donnerstag. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez bestellte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso nach eigenen Angaben bereits zu einem Krisentreffen ein, um „eine gemeinsame Strategie“ zu finden.

Corona: WHO warnt vor Entwicklung in Europa

18.26 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als „alarmierend“ bezeichnet. Die Entwicklung müsse ein „Alarmsignal für uns alle“ sein, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge am Donnerstag in Kopenhagen. Mehrere europäische Länder verschärften im Kampf gegen eine zweite Welle ihre Maßnahmen.

Im Nordosten Englands gelten ab Freitag strikte Ausgehregeln, in Österreich werden private Treffen wieder stark eingeschränkt. Frankreich verschärft die Corona-Maßnahmen in Lyon und Nizza. In Europa - wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt - wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.

18.26 Uhr: In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind für das deutsche Gesundheitssystem zusätzliche Kosten von mindestens zwei Milliarden Euro entstanden. Das geht laut einem Bericht der Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Getragen würden diese Kosten allein von den gesetzlichen Krankenkassen, private Krankenversicherungen blieben außen vor, hieß es dazu weiter.

Corona: EU-Parlament sagt finanzielle Hilfe für Kultursektor zu

17.51 Uhr: Knapp zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) wünschen sich, dass Fußballspiele wieder mit einer begrenzten Zahl von Fans im Stadion stattfinden. Dies geht aus dem neuen ARD-„Deutschlandtrend“ hervor. Dagegen war etwa ein Viertel (23 Prozent) der Befragten für Fußballspiele ohne Zuschauer.

Sieben Prozent können sich vorstellen, die Stadien nach der Sommerpause wieder voll zu belegen. Zum Start der 58. Bundesliga-Saison hatten sich Bund und Länder kürzlich darauf geeinigt, dass Fußballstadien und Sporthallen wieder bis zu 20 Prozent mit Fans besetzt werden dürfen.

17.16 Uhr: Das Europaparlament hat angesichts der Coronavirus-Pandemie mehr finanzielle Unterstützung für den Kultursektor gefordert. Der geplante EU-Wiederaufbaufonds müsse mehr Mittel speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa bereitstellen, betonten die EU-Abgeordneten in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution.

16.02 Uhr: Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem sie bei einem Truppenbesuch Kontakt zu einer infizierten Soldatin gehabt habe, bestätigte ihr Büro der Nachrichtenagentur dpa. Ein Testergebnis liegt noch nicht vor.

Österreich schränkt Sozialkontakte deutlich ein

15.52 Uhr: Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle hat die österreichische Regierung die Sozialkontakte nochmals drastisch eingeschränkt. Bei privaten Feiern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind ab kommenden Montag nur noch zehn Teilnehmer erlaubt, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag mitteilte. In Restaurants müssen auch Gäste künftig eine Schutzmaske tragen. Lediglich wenn sie an ihrem Tisch sitzen, dürfen sie diese abnehmen.

Auch auf Märkten und Messen soll ab Montag eine allgemeine Maskenpflicht gelten – auch, wenn diese im Freien stattfinden. Alles, was Freude mache, sei „ein Ort der Ansteckung“, sagte Kurz. Ausnahmen von der Zehn-Personen-Regel in geschlossenen Räumen soll es nach seinen Angaben bei Begräbnissen und religiösen Veranstaltungen geben.

Es handele sich „um Einschränkungen, die wehtun, aber notwendig sind, um einen zweiten Lockdown hoffentlich zu verhindern“, warb Kurz um Verständnis. Ein zweiter Lockdown hätte „katastrophale Folgen“. Dies müsse unbedingt verhindert werden.

Bundepolizei ermahnt 15.000 Reisende ohne Maske

15.27 Uhr: Die Bundespolizei hat innerhalb von fünf Tagen fast 15.000 Reisende an Bahnhöfen oder in Zügen ermahnt, die keinen Mund-Nasen-Schutz gegen das Coronavirus getragen haben. Das jeweilige Gesundheitsamt sei in 221 Fällen informiert worden, um Bußgelder nach den entsprechenden Corona-Regeln der Länder zu verhängen, teilte die Bundespolizei mit.

Der ganz überwiegende Teil der Reisenden habe sich einsichtig gezeigt. Die Bundespolizei ermahnte zwischen dem 12. und dem 16. September genau 14.676 Menschen ohne Gesichtsmaske.

Fußball-Bundesliga startet vor leeren Rängen

13.51 Uhr: Beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 dürfen am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein. Das entschied die Stadt München am Donnerstag mit Verweis auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in der Landeshauptstadt.

Überhaupt ist Bayern derzeit das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag, dass 823 von bundesweit 2194 Corona-Neuinfektionen in Bayern registriert wurden.

Brillen verringern womöglich Corona-Infektionsrisiko

13.06 Uhr: Das Tragen einer Brille kann womöglich das Risiko senken, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Diese Schlussfolgerung legt eine Beobachtungsstudie aus China nahe, die jetzt im Fachjournal „Jama Ophthalmology“ veröffentlicht worden ist. Mehr dazu: Warum Brillen das Infektionsrisiko für Corona senken könnten

Corona-Krise könnte Kluft zwischen Renten und Pensionen vergrößern

13.03 Uhr: Der finanzielle Unterschied zum Altersruhegeld zwischen Rentnern und Pensionären ist groß. Die Corona-Krise könnte die Kluft noch weiter vertiefen. Lesen Sie hier: Vielen Rentnern droht wegen Corona eine Nullrunde

Corona-Ausbruch nach Hochzeit und Krankenhaus-Panne

12.02 Uhr: Mehr als 30 Corona-Fälle stehen möglicherweise im Zusammenhang mit einer Hochzeit nach einer Panne im Krankenhaus Vilshofen. „Aus der Hochzeitsgesellschaft direkt haben sich bisher rund 25 Infektionsfälle bestätigt“, teilte ein Sprecher des Landratsamts Passau mit. Zudem seien acht Personen positiv getestet worden, die im Kontakt mit Hochzeitsgästen gestanden hätten. Zwei Personen sind in stationärer Behandlung. Zuvor hatte es eine Testpanne im Krankenhaus Vilshofen gegeben, bei der zwei Personen mit Symptomen zunächst nicht getestet und isoliert wurden, wie das Krankenhaus bestätigte.

Mehrere Medien berichten über einen familiären Zusammenhang zwischen einer Patientin und der Hochzeit. Der Brautvater, der Vilshofener Stadtrat Wolfgang Leuzinger, sagte der „Passauer Neuen Presse“, zum Zeitpunkt der Hochzeit hätte seine 68-jährige Schwiegermutter seit zwei Tagen mit Covid-Symptomen im Krankenhaus gelegen – in einem Zweibettzimmer, ohne getestet worden zu sein. „Hätten wir das Ergebnis vorher gehabt, hätten wir die Hochzeit natürlich abgeblasen“, zitiert ihn die Zeitung. Zu dem Fest waren 100 Leute geladen, die Patientin sei schließlich erst am Dienstag getestet worden.

Das Landratsamt sagte: Ein Kausalzusammenhang werde sich nie zweifelsfrei feststellen lassen. Vermutungen dazu müssten daher Spekulation bleiben.

Hurtigruten setzt alle Expeditionsreisen bis Jahresende aus

10.23 Uhr: Die norwegische Reederei Hurtigruten wird bis Ende 2020 keine Reisen auf ihren Expeditionsschiffen anbieten. Aufgrund der zunehmenden Corona-Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika habe man sich entschlossen, alle Expeditionskreuzfahrten bis Ende Dezember auszusetzen, erklärte Hurtigruten in einer Börsenmitteilung.

Betroffen von dem Schritt sind mehrere Kreuzfahrten in die Antarktis, die ursprünglich von Oktober bis Dezember starten sollten. Passagiere, die eine Expedition gebucht hatten, können ihre Reise auf die kommende Saison 2021/22 umbuchen. Im Januar 2021 soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Bericht: Reiche Länder sichern sich Großteil an Corona-Impfstoff

9.43 Uhr: Mehrere reiche Nationen, die zusammen nur 13 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, haben sich laut einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam bereits mehr als die Hälfte der angekündigten Corona-Impfstoffdosen gesichert.

Für die in den USA veröffentlichte Studie beleuchtete Oxfam Verträge, die die Hersteller der fünf derzeit potenziell aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten abgeschlossen haben. Die gemeinsame Produktionskapazität dieser Unternehmen schätzte Oxfam auf 5,9 Milliarden Dosen. Dies wäre genug für die Immunisierung von etwa drei Milliarden Menschen, da die meisten der potenziellen Impfstoffe voraussichtlich eine zweimalige Impfung erfordern.

Die Hersteller AstraZeneca, Gamaley/Sputznik, Moderna, Pfizer und Sinovac haben dem Bericht zufolge bereits Verträge über die Lieferung von 5,3 Milliarden Dosen abgeschlossen. 2,7 Milliarden davon wurden von hochentwickelten Ländern oder Staatengruppen wie den USA, der EU, Australien, Großbritannien und der Schweiz gekauft. Die restlichen 2,6 Milliarden Dosen haben sich Schwellenländer wie Brasilien, Indien, Mexiko und China gesichert.

„Der Zugang zu einem lebensrettenden Impfstoff sollte nicht davon abhängen, wo man lebt oder wie viel Geld man hat“, kritisierte Robert Silverman von Oxfam America. Oxfam und andere Hilfsorganisationen fordern deshalb einen „Volksimpfstoff“, der kostenlos und auf der Grundlage des Bedarfs ausgegeben werden soll.

Amateurfußballer verlieren absichtlich – wegen Corona

9.31 Uhr: So ein Spielstand kommt selten vor: Aus Angst vor einer Corona-Infektion haben Fußballer der 3. Kreisklasse im niedersächsischen Uelzen absichtlich ein Spiel verloren – und zwar haushoch: 0:37 hieß es am Ende. mehr zum Spiel lesen Sie hier.

Kinobranche will weniger strenge Corona-Regeln

5.15 Uhr: Die Kinobranche hat „Abstandsregelungen mit Augenmaß“ gefordert. „Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films“, heißt es in einer Erklärung zur 20. Filmkunstmesse Leipzig.

In den meisten Bundesländern gilt demnach noch der Abstand von 1,50 Metern zwischen den Besuchern im Saal. Die Auslastung sei auf 25 bis 30 Prozent beschränkt. „Dies kommt praktisch einem Berufsverbot gleich“, so die AG Kino-Gilde Deutscher Filmkunsttheater.

Die Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen hätten bereits eine solche Regelung umgesetzt, wie sie der Verband nun einheitlich will.

Corona-Ausbruch in Hamburger Bar

5.01 Uhr: In einer Hamburger Bar hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Die Behörden suchen nun nach möglichen Besuchern. Alle Personen, die die Bar „Katze“ am 5., 8. oder 9. September besucht haben und noch nicht kontaktiert wurden, sollen sich telefonisch beim Gesundheitsamt melden und sich freiwillig in Quarantäne begeben, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

„Es besteht das Risiko, dass Menschen infiziert wurden, die bisher keine Symptome zeigen, aber dennoch angesteckt wurden“, sagte Sprecher Martin Helfrich. Wer falsche oder unvollständige Kontaktangaben gemacht hat, konnte womöglich bisher nicht erreicht werden.

In der Bar im beliebten Schanzenviertel wurden mehrere Barmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Es müsse angenommen werden, dass sich Gäste ohne ausreichenden Abstand angesteckt haben könnten. „Es kann sein, dass bis zu 600 Menschen betroffen sein könnten“, sagte Helfrich. Die Bar ist gegenwärtig geschlossen.

Trump stiftet Chaos mit Aussagen zu Corona-Impfung

5.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in einem ungewöhnlichen Vorstoß den Amerikanern viel schneller eine breite Verfügbarkeit von Coronavirus-Impfstoffen versprochen als seine eigene Gesundheitsbehörde. Auf die Frage, wann jeder in den USA Zugang zu einer Impfung bekommen könne, sagte Trump am Mittwoch: „Ich denke, das wird sehr bald sein.“ Einer seiner medizinischen Berater, der Radiologe Scott Atlas, stellte 700 Millionen verfügbare Impfstoff-Dosen bis Ende März in Aussicht.

Zuvor hatte der Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, die für die Versorgung mit Impfstoffen zuständig ist, Mitte kommenden Jahres als Zeithorizont genannt. „Wenn Sie mich fragen, wann das allgemein für die amerikanische Bevölkerung verfügbar sein wird, damit wir die Impfung nutzen und zu unserem normalen Leben zurückkehren können, dann schauen wir, denke ich, in Richtung des späten zweiten oder des dritten Quartals 2021“, sagte Robert Redfield bei einer Anhörung im US-Senat. Er stand dabei unter Eid.

„Ich denke, er hat vermutlich die Frage falsch verstanden“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus zu Redfields Worten. „Ich denke, er war verwirrt.“ Man werde die Impfung viel schneller verteilen. „Vielleicht kennt er sich nicht mit dem Verteilungsprozess aus.“

Der renommierte Immunologe Anthony Fauci bekräftigte wenig später in einem Live-Interview mit dem „Wall Street Journal“, dass er mit einer Rückkehr zur Normalität durch eine breite Impf-Kampagne erst Mitte bis Ende kommenden Jahres rechne.

Wegen Corona-Pandemie 150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut

2.03 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie hat dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt. Seit Ausbruch der Pandemie sei die Zahl der in Ländern mit geringen oder mittleren Durchschnittseinkommen in Armut lebenden Kinder um 15 Prozent auf etwa 1,2 Milliarden gestiegen, heißt es in einem Bericht von Unicef und der Hilfsorganisation Save the Children, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Für den Bericht seien Daten unter anderem zu Bildung, Gesundheitssystemen oder Ernährung aus mehr als 70 Ländern ausgewertet worden.

„Familien, die gerade dabei waren, der Armut zu entkommen, sind wieder hineingezogen worden, während andere mit nie gesehenen Entbehrungen umgehen müssen“, sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. Am besorgniserregendsten ist, dass wir näher am Anfang der Krise als an ihrem Ende sind.“

Mittwoch, 16. September: RKI weist Wien als Risikogebiet aus

21.50 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen hat Tschechien strengere Regeln verhängt. Gaststätten, Cafés, Bars, Nachtklubs und ähnliche Einrichtungen dürfen nur noch so viele Menschen einlassen wie sie Sitzplätze haben. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwochabend bekannt. Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als zehn Leuten muss jedem Besucher künftig ein Sitzplatz zugeordnet sein. Dadurch solle eine „gewisse Distanz“ geschaffen werden, hieß es. Ausnahmen gelten für Ausstellungen und Messen.

Corona: Infektionszahlen in Südafrika gehen wieder zurück

20.19 Uhr: Angesichts sinkender Infektionszahlen lockert Südafrika seine Corona-Beschränkungen. Präsident Cyril Ramaphosa sagte am Mittwochabend in einer Rede an die Nation, die Restriktionen würden am Montag auf das niedrigste Niveau gesenkt. Obwohl das Virus weiter wüte, sei das Schlimmste überstanden. „Wir sind bereit, unsere Tore wieder für die Welt zu öffnen.“ Dazu soll nach knapp sechsmonatiger Sperre der Luftraum vom 1. Oktober an wieder für internationale Flüge geöffnet werden.

19.52 Uhr: Die Bundesregierung hat auch Budapest am Mittwochabend zu Corona-Risikogebieten erklärt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, sind von der Einstufung als Risikogebiet auch weitere Regionen unter anderem in den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und der Schweiz betroffen.

In Deutschland müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen, sofern sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich für 14 Tage in Selbstisolation begeben.

Corona: Musikwirtschaft leidet unter Pandemie

19.19 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Wien auf die Liste der Corona-Risikogebiete gesetzt. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. In der Regel reagiert das Auswärtige Amt in diesen Fällen mit einer Reisewarnung für betreffende Gebiete.

17.46 Uhr: Das Europaparlament dringt auf einen raschen Beschluss der Mitgliedstaaten für neue Einnahmequellen, um die Corona-Schulden der EU zurückzuzahlen. Die Abgeordneten verabschiedeten am Mittwoch in Brüssel eine Entschließung, in der sie einen konkreten Zeitplan zur Einführung neuer EU-Steuern und Abgaben fordern.

17.26 Uhr: Aufgrund der Corona-Pandemie erwartet die deutsche Musikwirtschaft einen deutlichen Umsatzeinbruch. Die Akteure der Branche gehen in diesem Jahr von sieben Milliarden Euro oder knapp 29 Prozent weniger Umsatz aus als vor Corona erwartet, wie eine Musikwirtschaftsstudie ergab, die am Mittwoch in Hamburg im Vorfeld des Reeperbahn Festivals vorgestellt wurde.

Ursprünglich war für das laufende Jahr eine Umsatzsteigerung von 23 Prozent erwartet worden. Besserung ist demnach erst 2021 in Sicht. In den Jahren zwischen 2014 und 2019 hatte die Branche laut Studie deutlich zugelegt: Die Gesamterlöse stiegen um 18 Prozent von circa 11,5 Milliarden Euro auf rund 13,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Erwerbstätigen wuchs um rund 25 Prozent auf fast 158 000, darunter 64 000 Selbstständige und rund 93 000 Arbeitnehmer.

Corona-Krise: Paris hält an Pop-up-Radwegen fest

16.42 Uhr: Nach der Veröffentlichung einer Studie zu dem neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen „Sputnik V“ im medizinischen Fachblatt „The Lancet“ hagelt es international Kritik von Forschern. Wegen der vielen Fragen hat die Zeitschrift nun die Autoren der russischen Impfstudie zu einer Stellungnahme aufgerufen. Sie seien eingeladen worden, auf offene Fragen zu antworten, sagte eine Sprecherin der Fachzeitschrift am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir verfolgen die Situation weiterhin genau.“ Hintergrund ist ein offener Brief von rund 40 internationalen Wissenschaftlern. Sie äußern darin erhebliche Zweifel an der Studie. Nach ihrer Ansicht wirft „die Darstellung der Daten einige Bedenken auf“.

13.01 Uhr: Paris hält an seinen in der Corona-Krise eingerichteten Pop-up-Radwegen fest. Bürgermeisterin Anne Hidalgo sagte dem Sender Europe 1, rund 50 Kilometer Straße würden dauerhaft umgewidmet.

„Das Fahrrad ist in Paris ein Verkehrsmittel für die Fahrt zur Arbeit geworden“, sagte Hildalgo. „Außerdem trägt es dazu bei, die Umweltverschmutzung zu senken.“

Unter anderem wurde die zentrale Verkehrsachse Rue de Rivoli am Louvre zur Fahrrad-Schnellstraße umgewandelt. Auch beide Uferstraßen an der Seine waren für Autos gesperrt und für Fußgänger und Radfahrer geöffnet worden.

Die französische Regierung sieht in ihrem Corona-Hilfspaket rund 200 Millionen Euro für den Ausbau von Radwegen und Fahrrad-Parkplätzen an Bahnhöfen vor. Zudem können Franzosen derzeit staatliche Prämien von 50 Euro zur Reparatur und von 200 Euro zum Kauf eines Elektrorads in Anspruch nehmen. In der Region Paris liegt der Zuschuss für ein E-Bike sogar bei 500 Euro.

Quarantäne und Isolierung – Was ist der Unterschied?

11.36 Uhr: Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss in – Quarantäne? Oder Isolierung? Wer ordnet das eigentlich an und wie lange dauert das? Eine Übersicht über die Begrifflichkeiten und die Quarantäne-Regeln, finden Sie hier: Wie lange dauert die Corona-Quarantäne?

Die Psyche in der Corona-Krise: 6 Tipps für mentale Gesundheit
Die Psyche in der Corona-Krise- 6 Tipps für mentale Gesundheit

Virologin überzeugt: Coronavirus stammt aus Militärlabor

11.27 Uhr: Stammt das Coronavirus womöglich doch nicht von einem Tiermarkt im chinesischen Wuhan – sondern aus einem Militärlabor? Das glaubt die chinesische Virologin Li-Meng Yan und hat in einer Arbeit angebliche Beweise vorgelegt. Ob diese belastbar sind, lesen sie hier.

Steigende Corona-Zahlen – Kommt die Reisewarnung für Wien?

10.57 Uhr: In der österreichischen Hauptstadt Wien steigen die Corona-Zahlen weiter an, die deutsche Bundesregierung ist laut Medienberichten alarmiert. Wie „Der Standard“ schreibt, erwäge Deutschland Wien zum Risikogebiet zu erklären und eine Reisewarnung für die Stadt auszusprechen.

„Seit dem 5. September liegen deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner vor, daher sehen wir uns zum Handeln gezwungen“, zitierte die Tageszeitung deutsche Regierungskreise.

Am Sonntag hatte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärt, in dem Land habe seiner Einschätzung nach die zweite Infektionswelle begonnen. Zuletzt war dort ein drastischer Anstieg der Corona-Infektionen verzeichnet worden.

Kurzarbeit wird verlängert – Kabinett stimmt zu

10.43 Uhr: Deutschlands Unternehmen sollen ihre Beschäftigten wegen der Corona-Krise auch weiter leichter in Kurzarbeit schicken können. Das Bundeskabinett gab grünes Licht für das Beschäftigungssicherungsgesetz und weitere Verordnungen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Die Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld soll auf bis zu 24 Monate verlängert werden, maximal bis Ende 2021. Die Verlängerung soll für alle Betriebe mit einem Beginn der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020 gelten. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten sich Ende August im Koalitionsausschuss auf die Verlängerung des Kurzarbeitergelds geeinigt.

Statt Mundschutz – Mann trägt lebende Schlange im Bus

10.01 Uhr: Statt einem Mundschutz hat sich in Manchester ein Mann im Bus eine Schlange ums Gesicht gewickelt – eine lebendige. Mehr über die kuriose Geschichte lesen Sie hier.

„How I Met Your Mother”-Star mit Corona infiziert

9.42 Uhr: US-Schauspieler Neil Patrick Harris (47), sein Ehemann David Burtka (45) und die gemeinsamen 9-jährigen Zwillinge Gideon und Harper kämpfen Ende März mit einer Coronavirus-Infektion. Das verriet Harris im Interview mit dem US-amerikanischen Frühstücksfernsehen „Today Show“. Inzwischen gehe es der Familie aber wieder besser, so der „How I Met Your Mother“-Star. Lesen Sie hier: „How I Met Your Mother“: Das machen die Schauspieler heute

Harris litt unter den klassischen Corona-Symptomen, so habe er seinen Geschmacks- und Geruchssinn verloren. „Es war nicht angenehm, aber wir haben es überstanden und haben Antikörper und fühlen uns gut”, sagte der Schauspieler weiter.

Irlands Regierung muss doch nicht in Quarantäne

9.10 Uhr: Die irische Regierung muss nun doch nicht in Quarantäne, nachdem der Corona-Test eines Ministers negativ ausgefallen ist. Dies berichteten irische Medien am Dienstagabend.

Gesundheitsminister Stephen Donnelly hatte zuvor Covid-19-Symptome gezeigt. Als Vorsichtsmaßnahme waren seine Kollegen aufgefordert worden, sich zu isolieren. Nach dem Negativtest sei das nicht mehr nötig, sagte ein Regierungssprecher der „Irish Times“. Auch das Parlament müsse nun doch nicht pausieren.

Nächster Corona-Rekordwert in Israel

8.56 Uhr: Zwei Tage vor Beginn eines Lockdowns in Israel hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen eine Rekordmarke erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 5523 neue Fälle registriert worden. Auch die Zahl der Schwerkranken lag mit 535 auf Rekordhöhe.

Corona-Übertragungen könnten sich ab Oktober verdoppeln

8.51 Uhr: Mit Beginn der Grippesaison könnten auch die Corona-Fallzahlen in die Höhe schnellen. Darauf machen Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie aufmerksam. Welche Impfungen jetzt schützen sollen und warum sich die Corona-Übertragungen ab Oktober mehr als verdoppeln könnten, lesen Sie hier.

Mehr als fünf Millionen Corona-Fälle in Indien – Sauerstoff wird knapp

8.38 Uhr: Indien hat mehr als fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen erfasst. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land. In den vergangenen 24 Stunden kamen mehr als 90.000 neue Fälle dazu.

Örtliche Medien berichteten nun von einem Mangel an medizinischem Sauerstoff für Patienten in mehreren Regionen. Einige sollen deshalb gestorben sein. Zwar hätten Sauerstoffhersteller ihre Produktion im vergangenen halben Jahr vervierfacht, wie die indische Herstellervereinigung für industrielle Gase dem Fernsehsender CNBC-TV18 sagte. Trotzdem könne die gesteigerte Nachfrage nicht gedeckt werden.

Im südlichen Bundesstaat Karnataka hatten Ärzte angesichts steigender Sauerstoffpreise einen Preisstop gefordert, um die Behandlung der Covid-Patienten sicherzustellen, wie der Fernsehsender NDTV berichtete.

Corona: So hat sich der Lockdown auf Geburten ausgewirkt

8.35 Uhr: Babyboom, gestiegene Nachfrage nach Schwangerschaftstests, Rückgang der Frühgeburten im Frühjahr: Verliefen Schwangerschaften während der Corona-Pandemie unproblematischer? Lässt sich sagen, welche Auswirkungen der Lockdown auf Geburten und Schwangerschaften in Deutschland hat?

Strenge Corona-Regeln für Bordelle in NRW

6.46 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat nun auch für Bordelle und Prostituierte Corona-Regeln aufgestellt. Das Land schreibt unter anderem vor, dass nur „Einzelkontakte“ angeboten werden dürfen: „Andere Personen dürfen sich während der Erbringung der sexuellen Dienstleistung nicht im Raum befinden.“

Auch sei das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im Kontakt zwischen Kunden und Prostituierten „ab der Kontaktaufnahme zwingend und konsequent geboten“.

Umfangreich sind auch die Regelungen, die für die Zeit direkt nach dem Kundenkontakt gelten. Etwa müssen die Räume, in denen sexuelle Dienstleistung erbracht wurden, für 15 Minuten gelüftet werden. Zudem wird beiden Seiten auferlegt, sich vorher und nachher die Hände zu waschen, beziehungsweise zu desinfizieren.

Von Prostituierten oder Bordellbetreibern gestellte Bettwäsche muss nach jedem Kunden gewechselt werden. Ähnliches gilt für die Outfits: „Bei der Dienstleistung getragene Kleidung soll nach jedem Kontakt gewechselt und/oder gereinigt werden.“

Hintergrund für die nun aufgestellten Hygieneregeln ist ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG). Es hatte entschieden, dass Bordellbetreiber und Prostituierte ihre Dienstleistungen in NRW vorläufig wieder anbieten dürfen.

Trump geht von Impfstoff in nächsten Wochen aus

6.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass es in den nächsten drei bis vier Wochen einen wirksamen Coronavirus-Impfstoff geben wird. „Wir stehen kurz vor einem Impfstoff“, sagte er dem Sender ABC News. „Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, hätte die vorherige Regierung aufgrund der FDA und aller Zulassungen vielleicht Jahre gebraucht, um einen Impfstoff in den Händen zu halten. Und wir könnten ihn innerhalb von Wochen, drei Wochen, vier Wochen, nun haben.“

Die Pharmakonzerne Pfizer und BionTech hatten vergangene Woche bekräftigt, bei erfolgreichen Ergebnissen ihrer Phase-3-Studie eines gemeinsamen Impfstoffkandidaten bereits im Oktober die Zulassung zu beantragen. Für Trump käme ein Termin vor der Präsidentschaftswahl am 3. November gelegen.

Kommission rechnet mit unterschiedlichen Impfstoffen für Deutschland

1.05 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut rechnet damit, dass es in Deutschland in Zukunft mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neue Coronavirus geben wird: „Angesichts der großen Zahl von potenziellen SARS-CoV-2 Impfstoffkandidaten ist es wahrscheinlich, dass am Ende mehrere Impfstoffe in Deutschland zugelassen werden“, sagte die Vize-Vorsitzende der Stiko, Sabine Wicker, unserer Redaktion. Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe insbesondere für bestimmte Bevölkerungsgruppen geeignet wären – zum Beispiel für Ältere.

Dienstag, 15. September: Drosten weißt Kritik an Corona-Maßnahmen zurück.

Montag, 14. September: Vereinigte Arabische Emirate geben grünes Licht für Notfall-Impfstoff

Sonntag, 13. September: Israels Regierung beschließt landesweiten Lockdown

  • Die Corona-Lage in Deutschland hat sich zuletzt stabilisiert – Virologe Streeck plädiert dafür, nicht nur auf die Ansteckungszahlen zu achten. Lesen Sie dazu: Pandemie – Virologe Streeck fordert einen Strategiewechsel
  • Israels Regierung hat angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Verhängung eines zweiten landesweiten Lockdowns beschlossen. Das Kabinett stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für neue drastische Ausgangsbeschränkungen.
  • Nach einem heftigen Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hatte in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ gefordert, in der Corona-Debatte nicht nur auf die Infektionszahlen zu schauen, sondern auch die nicht stark wachsenden Todeszahlen in den Blick zu nehmen.
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) greift diese Forderung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf. Er teile nicht die Annahme, dass es bei leichten Fällen bleiben wird. „SarsCov-2 ist nicht harmloser geworden, dafür gibt es eine Evidenz.“
  • Die Zahl der Neuinfektionen auf Mallorca wurde pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage aufgrund der Übertragungsfehler mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wesentlich höher lag.
  • Bei der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München sind mehrere Menschen festgenommen worden.
  • Die meisten am Frankfurter Flughafen positiv auf das Coronavirus getesteten Reiserückkehrer sind aus dem Kosovo eingereist.
  • Trotz der Pannen bei den Corona-Tests in Bayern halten die meisten Bürger den CSU-Vorsitzenden Markus Söder für die beste Option für das Kanzleramt. 31 Prozent trauen Söder den Posten zu, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ ergab.

Samstag, 12. September: Corona-Demos in München und Hannover

Freitag, 11. September: Garmisch-Partenkirchen verschärft die Corona-Maßnahmen

  • Über 80 Mitglieder einer kurdischen Jugendbewegung haben in einem Zug von Lüneburg Richtung Hamburg erst eine Zugbegleiterin heftig angepöbelt und danach die hinzugerufene Bundespolizei attackiert. Die Aktivisten waren am Donnerstag ohne Mund-Nasenschutz und gültige Fahrscheine unterwegs.
  • Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Maßnahmen wieder.
  • Durch die Corona-Krise hat sich die Lage am Ausbildungsmarkt nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek weiter verschlechtert.
  • Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat vor einer weiteren Isolation der Menschen in Alten- und Pflegeheimen gewarnt.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage dafür, dass der Bundestag bei der Corona-Bekämpfung wieder die volle Entscheidungshoheit zurückerhält. Knapp 58 Prozent der Befragten vertraten in einer repräsentativen Erhebung die Auffassung, dass die im März zugebilligten Sonderrechte der Bundesregierung im Kampf gegen die Pandemie enden sollen.
  • Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App in einem Blogeintrag hingewiesen.
  • US-Präsident Donald Trump hat dementiert, die Amerikaner über die Gefahr durch das Coronavirus belogen zu haben. „Ich habe nicht gelogen“, sagte Trump im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage eines Reporters. In Interviews des Investigativjournalisten Bob Woodward hatte Trump gesagt, er habe die Gefahr durch das Virus heruntergespielt.
  • Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro erhalten.

Donnerstag, 10. September: Trump gibt in Interview Lügen über Corona zu

  • Die Ärzte in Madrid wollen wegen der durch die Corona-Pandemie verursachten Überlastung streiken. Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem „unbefristeten und kompletten“ Streik ab dem 28. September aufgerufen.
  • Die Gesundheitsbehörden in Frankreich haben mehr als 8500 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden bestätigt. Das ist gut viermal so viel wie in Deutschland. Die französische Regierung will deshalb am Freitag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten.
  • Das Robert Koch Institut (RKI) hat für Würzburg einen Wert von 52,4 bei der Sieben-Tage-Inzidenz vermeldet. Doch die Stadt wollte die Zahl gegenüber dem Bayrischen Rundfunk (BR) nicht bestätigen. Zudem wies eine Sprecherin des Gesundheitsamtes Würzburg auf eine bayernweite Panne bei der Übertragung der Daten an das RKI hin.
  • Die Stadt München hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit 5000 angemeldeten Teilnehmern auf dem Odeonsplatz untersagt. Stattdessen dürfe sie unter strikten Auflagen und mit weniger Teilnehmern auf der Theresienwiese stattfinden.
  • Schon früh soll der US-Präsident Donald Trump über die Gefährlichkeit des Coronavirus gewusst haben. Dennoch soll er die Öffentlichkeit bewusst angelogen haben. Lesen Sie hier: Trump soll Corona-Gefahr ganz bewusst heruntergespielt haben
  • In Österreich wurden am Donnerstag 664 Neuinfektionen registriert. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März.

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