ZDF-Sendung

"Fernsehgarten": Klima-Sünden der Show sorgen für Empörung

| Lesedauer: 2 Minuten
Der Rundfunkbeitrag

Der Rundfunkbeitrag

Jeder Haushalt in Deutschland muss den Rundfunkbeitrag bezahlen. Dieser wird pro Quartal bezahlt: Dafür sind 18,36 Euro im Monat fällig.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Der ZDF-"Fernsehgarten" hat am Sonntag viel Kritik auf sich gezogen. Es geht um Flugzeuge und um den Einsatz der Rundfunkgebühren.

Die ZDF-Sendung "Fernsehgarten" hat ihre klimabewussten Zuschauerinnen und Zuschauer mit einer Aktion verärgert. Zur 600. Ausgabe der Sendung am Sonntagabend ließ das ZDF gleich fünf Flugzeuge über Mainz aufsteigen. Diese zeichneten einen Schriftzug zum Jubiläum des "Fernsehgartens" in den Himmel.

Die Macher der Sendung feierten demnach die "am längsten laufende Live-Open-Air-Unterhaltungssendung der Welt". Moderatorin Andrea Kiewel kündigte das Flugzeug-Spektakel an: "Skytexting nennt man das." Die Schrift entstehe durch von den Flugzeugen ausgestoßene Paraffinwölkchen. Das konnte viele Nutzerinnen und Nutzer im Netz allerdings nicht überzeugen. Lesen Sie hier: Dieter Hallervorden feiert mit 86 nochmal Hochzeit

ZDF-"Fernsehgarten": Zuschauer ärgern sich über Skytexting

Sie ärgerten sich in den sozialen Netzwerken darüber, dass das ZDF in Zeiten der Klimakrise und anhaltender Diskussionen über CO2-Fußabdrücke solche Aktionen durchführt. Die Paraffinwölkchen selbst würden zwar ohne Rückstände wieder verschwinden, sagte der Veranstalter. Von den Abgasen der fünf Flugzeuge kann man das hingegen nicht behaupten. "Super nachhaltig: Fünf Flugzeuge nebeneinander pupsen Abgase aus für Werbebotschaften", schrieb ein Nutzer voller Ironie. "Das ZDF weiß wohl nicht mehr, wohin mit den ganzen Rundfunk-Beiträgen", schrieb der Journalist Enno Lenze. "Statt es für mehr Journalismus auszugeben, lassen sie Kunstpiloten für den Fernsehgarten werben." Lesen Sie auch: Tankrabatt floppt: Wie Habeck gegen Ölmultis vorgehen will

Es ist nicht das erste Mal, dass das ZDF mit der Sendung Kritik auf sich zieht. Moderatorin Kiewel lebt seit sieben Jahren in Tel Aviv – Woche für Woche wird sie eigens für die Sendung aus Israel eingeflogen, morgens hin und abends wieder zurück. Die 57-Jährige lebt wegen ihres Partners in Israel. Sie wurde in Ost-Berlin geboren und war früher Leistungsschwimmerin. Auch interessant: Wirbel um Norwegens Prinzessin: Verlobt mit einem Schamanen (fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de