Inflation

Haribo verkündet Preissteigerung: Kleinere Goldbären-Packung

Sebastian Kohler
Süßigkeiten könnten bald knapp werden

Süßigkeiten könnten bald knapp werden

Viele Produkte werden im Zuge des Ukraine-Kriegs teurer. Bei einigen Produkten droht sogar eine Knappheit. Davon könnten bald auch Süßigkeiten betroffen sein.

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Berlin  Haribo reagiert mit Preissteigerungen auf Inflation und erhöhte Produktionskosten. Die Goldbären-Tüte wird kleiner, der Preis nicht.

Der Süßwarenhersteller Haribo verkleinert die Goldbären-Packung. Von traditionell 200 Gramm schrumpft die Packung mit den beliebten Gummibärchen auf 175 Gramm, der Preis bleibt jedoch derselbe. Die Geschäftsführung begründete den Schritt mit gestiegenen Produktionskosten, der Inflation sowie Lieferengpässen.

Die Änderung findet "ganz transparent" statt, wie Haribo-Chef Gordon Kaup gegenüber der "Lebensmittelzeitung" betonte. Das bedeutet, dass die Tüte erkennbar mit dem Inhalt schrumpft. Dem Kunden soll an derSupermarktkassenicht vorgegaukelt werden, es sei alles beim Alten. Gleich bleibt die große 360-Gramm-Packung, die beim Discounter erhältlich ist. Dafür steigt die unverbindliche Preisempfehlung von 1,29 Euro auf 1,39 Euro.

Goldbären-Tüte schrumpft: Haribo will Preise "transparent" für Kunden anheben

Haribo entschied sich für den Einschnitt bei dem Produkt, obwohl der Marktanteil zuletzt laut Marktforschungsdaten auf 60 Prozent gestiegen war. Im ersten Halbjahr 2022 steigerte der Süßigkeitenkonzern um 12 Prozent. Grund für die Erfolgsserie dürften die hohen Investitionen ins Marketing sein, zuletzt steigerte man die Werbeausgaben um 56 Prozent.

Die "Goldbärchen", wie sie offiziell heißen wurden nur zwei Jahre nach der Unternehmensgründung 1920 kreiert und feierte dieses Jahr unter anderem mit einer Hommage an das Heavy-Metal-Festival "Wacken" den 100. Geburtstag.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.