Pandemie

Corona: In welchen Ländern ist an Ostern Urlaub möglich?

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Berlin.  Urlaub und Reisen über Ostern trotz Corona? Einige Länder gestatten bereits die quarantänefreie Einreise – allerdings nur für Geimpfte.

Mit Corona-Impfpass in den Urlaub?

Geimpften mit einer Art Passierschein Urlaubsreisen ermöglichen - in der EU mehren sich die Forderungen nach einem Impfpass in der Corona-Pandemie. Andere Stimmen warnen vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft und Privilegien für Geimpfte.

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  • Nicht mehr lange, dann steht Ostern an: Auch dieses Jahr werden die Feiertage durch Corona anders sein
  • Das gilt auch für mögliche Reisen, die derzeit nur schwer möglich sind - es sei denn, man hat bereits eine Corona-Impfung erhalten
  • Wir zeigen, in welchen Ländern Geimpfte bereits an Ostern Urlaub machen können

Was wird dieses Jahr aus dem Oster-Urlaub? Mit den näher rückenden Feiertagen, den Corona-Impfungen und teils sinkenden Infektionszahlen im Ausland – etwa in Großbritannien oder Spanien – stellen sich viele Menschen diese Frage. Kann eine Reise geplant werden, nachdem sie bereits 2020 Corona-bedingt ins Wasser fallen musste?

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Tatsächlich erlauben immer mehr Länder die quarantänefreie Einreise zu Urlaubszwecken - für Geimpfte. Die EU will bis zum Sommer einen europaweit gültigen Impfpass einführen, mit dem auch Urlaubsreisen ermöglicht werden sollen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach einer Video-Konferenz der Staats- und Regierungschefs mitteilte, benötigt die EU-Kommission "etwa drei Monate", um die technischen Voraussetzungen für das digitale Dokument zu schaffen.

Auch die Tourismusbranche arbeitet an Öffnungsplänen, die an den Impfstatus der Reisenden gekoppelt sind. So verkündete der Düsseldorfer Reiseveranstalter Alltours bereits, dass ab Herbst in den Urlaubshotels der Marke Allsun nur noch Gäste mit einer Corona-Impfung willkommen sind. Unter der Marke Allsun betreibt Alltours 35 Hotels in Griechenland, auf den Kanaren – und Mallorca.

Urlaub mit Corona-Impfung: In diesen Länder ist das Realität

Die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen verzeichnet zusammen mit den Kanaren und der Region Extramadura die besten Inzidenzwerte in Spanien. Seit Kurzem stuft das Auswärtige Amt (AA) Spanien nicht mehr als Hochrisiko-, sondern nur noch als Risikogebiet ein. Die Ein- und Ausreise genauso wie ein Urlaub in Spanien unterliegt als dennoch immer noch strengen Corona-Beschränkungen. Lesen Sie auch: Das gilt für die Einreise aus Tschechien, Tirol und Co.

Es gibt jedoch bereits Länder, die einen ganzen Schritt weiter sind. Dort ist Urlaub schon jetzt ohne Einreisebeschränkungen und Quarantäne möglich ist – sofern man geimpft ist oder eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat. Eine Übersicht:

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Wo Urlaub für Corona-Geimpfte schon möglich ist

  • Madeira: Das Auswärtige Amt stuft das portugiesische Festland als Virusvarianten-Gebiet mit den entsprechenden Reisebeschränkungen ein. Doch eine Reise nach Madeira ist möglich. Wie das Tourismusbüro der beliebten Urlaubsinsel im Atlantik mitteilt, müssen vollständig Geimpfte auch keinen negativen PCR-Test vorweisen. Die Impfbescheinigung muss in englischer Sprache vorliegen und wichtige Daten wie Name, Geburtsdatum, Art des Impfstoffs und Impfdatum enthalten. Personen, die in den vergangenen 90 Tagen eine Corona-Infektion überstanden haben, sind ebenfalls von der Testpflicht befreit. Dies muss aber mit einer ärztlichen Bescheinigung nachgewiesen werden. Alle anderen Besucher der Insel müssen weiterhin einen negativen PCR-Test vorlegen.
  • Polen: Das deutsche Nachbarland hat die zehntägige Quarantänepflicht bei der Einreise für nachweislich Geimpfte abgeschafft. Für diese Personengruppe entfällt ebenfalls die Corona-Testpflicht. Das sehen die aktuellen Einreisebestimmungen vor. Ansonsten gilt: Wer zum Urlaub nach Polen reisen will, ohne in Quarantäne zu müssen, braucht einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.
  • Rumänien: Auch die rumänische Regierung hat die Testpflicht bei der Einreise für Geimpfte aufgehoben. Das gleiche gilt für Personen, in den vergangenen 90 Tagen von Corona genesen sind. Die zweite Impfdosis muss laut AA mindestens zehn Tage vor Einreise nach Rumänien verabreicht worden sein. Bei überstandener Infektion müssen mindestens 14 Tage ab Testergebnis bis Einreise verstrichen sein.
  • Estland: Eine Reise nach Estland ist ohne Einschränkung für Geimpfte und Genesene möglich. Sowohl Impfung als auch Genesung müssen in den vergangenen sechs Monaten geschehen sein. In beiden Fällen sind ärztliche Nachweise vorzulegen, nachzulesen etwa in den Reise- und Sicherheitshinweisen des AA für Estland.

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In Israel und auf den Seychellen müssen Corona-Geimpfte nicht in Quarantäne

  • Georgien: Das Kaukasus-Land erlaubt die uneingeschränkte Einreise auf dem Luftweg für Personen, die vollständig gegen das Virus geimpft sind und einen Nachweis darüber haben. Bei einem Impfstoff, der zweimal gespritzt werden muss, sind beide Dosen nötig. Alle anderen benötigen einen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ein weiterer Test ist dem AA zufolge nach Einreise nötig.
  • Israel: Kaum ein Land auf der Welt kommt so schnell mit der Impfung der Bevölkerung voran wie Israel. Im Mittelmeerstaat werden Geimpften daher bereits wieder größere Freiheiten eingeräumt. Das gilt auch für Ausländer, die ins Land kommen wollen. Ausnahmen von der Test- und Quarantänepflicht bestehen laut Informationen des AA für Reisende, die nachweisen können, bereits geimpft worden oder an Covid-19 erkrankt gewesen zu sein. Allerdings besteht vorerst weiterhin ein Einreiseverbot für Ausländer. Ausnahmen gelten laut AA nur für ausländische Reisende, die einen Lebensmittelpunkt in Israel nachweisen können. Lesen Sie dazu: So wurde Israel Weltmeister im Impfen
  • Seychellen: In dem Inselstaat im Indischen Ozean entfällt zumindest die Quarantänepflicht für Reisende, die eine vollständige Impfung nachweisen können. Die Impfung muss zwei Wochen zurückliegen, heißt es in den Reisehinweisen des AA. Allerdings: Ein negativer PCR-Test nicht älter als 72 Stunden ist weiterhin vorzulegen.

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Griechenland will Urlaub für Geimpfte im Sommer ermöglichen

Noch müssen Einreisende nach Griechenland einen negativen PCR-Test vorlegen. Bis Sommer soll eine Einreise ohne Beschränkungen aber auch für Geimpfte möglich sein. Das stark vom Tourismus abhängige Land setzt sich sehr für den EU-Impfpass ein: „Die Personen, die geimpft sind, müssen frei reisen dürfen“, forderte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bereits vor Wochen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich ebenfalls für eine EU-weit anerkannte Bescheinigung für eine Corona-Impfung ausgesprochen. „Ich begrüße die Initiative des griechischen Ministerpräsidenten“, sagte von der Leyen der Athener Zeitung „Ta Nea“. Was allerdings noch beschlossen werden müsste, sind eine europaweite Regelung und wie die Reisen stattfinden können. Darüber könne aber laut von der Leyen erst beraten werden, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist. Lesen Sie dazu: In der EU wachsen Zweifel an von der Leyens Krisenmanagement

Mit Israel hat Griechenland bereits eine Abmachung getroffen, dass Geimpfte zwischen den Ländern ohne Auflagen reisen können. Mit Großbritannien soll eine ähnliche Regelung bereits auf dem Weg sein. Gegenüber der BBC bestätigte der griechische Tourismusminister Harry Theocharis entsprechende Verhandlungen. Derartige Absprachen innerhalb der EU gibt es jedoch noch nicht.

Muss ich für Flug oder Kreuzfahrt gegen Corona geimpft sein?

Die australische Fluggesellschaft Qantas kündigte im November an, auf bestimmten Strecken nur noch Geimpfte mitzunehmen. Andere Airlines zeigten sich daraufhin irritiert. Der Luftverkehrsverband BDL machte daraufhin prompt deutlich, dass er davon nichts hält. Lesen Sie auch: Corona-Impfung: Millionär will Impfung im Flugzeug anbieten

Unter den Kreuzfahrt-Reedereien gibt es bislang fast keinen Anbieter, der eine Impfpflicht plant, wie ein Überblick des Portals Cruisetricks.de zeigt. Darunter sind demnach die für deutsche Urlauber relevantesten Reedereien Aida Cruises, TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises, MSC Cruises und Costa. Hier haben die angelaufenen Häfen letztlich aber wohl ein Wort mitzureden. Im großen Hafen von Funchal auf Madeira dürfen Kreuzfahrtschiffe laut AA beispielsweise anlegen. Über einen Landgang der Passagiere wird aber im Einzelfall entschieden.

(dpa/afp/jas/raer)