Wurzbacher waren die Besten bei Waldjugendspielen

Tanna  Die jährliche Veranstaltung des Schleizer Forstamtes mit den Schulen des Saale-Orla-Kreises wurde am Mittwoch im ­Gebiet um die Tannaer Leitenteiche von 18 Schulklassen ­besucht, natürlich ganz aktiv.

Waldjugendspiele des Forstamtes Schleiz an den Leitenteichen in Tanna: Das Umschichten eines Holzstapels machte den Klassen durch die Bank am meisten Spaß. Foto: Judith Albig

Foto: zgt

„Das Holzstapeln“, „Na, das mit dem Holz“, „Ja, wo wir um die Wette die Holzstämme umgeschichtet haben“. So kommen die Antworten fast identisch von jedem Kind, das man von der Klasse 6 der Remptendorfer Regelschule anschaut. Die Frage war: „Was fandet ihr denn heute am besten?“ Saskia sagt – etwas verspätet: „Das mit dem Plastemüll war auch interessant.“ Und auf Nachfrage: „Na, man weiß ja, dass es nicht gut für die Natur ist, Plastemüll oder Glas und anderen Abfall liegenzulassen. Aber ich hab‘ schon gestaunt, dass man da erfahren hat: Styropor zum Beispiel zersetzt sich überhaupt nie!“

„Noch nicht einmal in 1000 Jahren“, hatte übrigens Forstamtsmitarbeiter Martin Hirsch OTZ gegenüber zu diesem Thema gesagt, das man in diesem Jahr neu in die Waldjugendspiele aufgenommen habe. Revierförster Wolfgang Ladwig bestätigt, dass es beunruhigenden Anlass dazu gibt. „Viele schmeißen bedenkenlos weg, was sie nicht mehr brauchen“, ergänzt ein Forstkollege – unter zustimmendem Nicken der anderen in der Runde.

An all den Stationen und auf den Wanderwegen dazwischen hätte man das gestern kaum glauben mögen, so wohl fühlten sich die Mädchen und Jungen aus dem vierten und sechsten Schuljahr bei diesem etwas anderen Schultag. Sie überschlugen sich gegenseitig fast beim Bestimmen von Tieren und Bäumen, waren allzeit gut gelaunt, interessiert und eifrig. Vielleicht ein Zeichen, dass man sie in Sachen Natur und Umwelt noch gut bilden könnte, dass ein Wille dazu in ihnen steckt.

So blätterten Lilli und Juliane aus der 4 a der Schleizer Grundschule geschäftig in einem Tierbestimmungsbuch, um dann ­Revierförster Jens Baumann den richtigen Namen für eine Ente zu nennen, die er neben vielen anderen Tieren auf einem Tisch und dem Boden daneben aufgestellt hatte. Jonas liebte an dieser Station vor allem das kleine Rehkitz, Max den Waschbär. Marlon aus der 6 b der Regelschule Bad Lobenstein konnte sich nicht zurückhalten und musste die Tiere sofort streicheln. Beim Umsetzen eines Holzstoßes in 15 Meter Entfernung konnte Revierförster André Pasold beim OTZ-Besuch der Grundschule Gefell gerade ein „gut“ zuerkennen, der Regelschule Hirschberg sogar ein „sehr gut“. Hier war eine möglichst geringe Zeit gefragt und ein „exakt bündiges Aufschichten“. Tatsächlich ging es aber, wie André Pasold erklärte, „um Teamarbeit – dass man sich nicht gegenseitig behindert und die Finger kaputt haut.“

An anderen Stationen ging es um Bäume und Nisthilfen, um Pilze, um Zug- und Standvögel, einen Lauf auf Baumscheiben, die Jagd und Geweihe. Neun Stationen hatten die Forstmitarbeiter aufgebaut. Zum Abschluss konnte man noch das Waldmobil, das die Tiere und Pflanzen des Jahres vorstellte, und die Geräte und Werkzeuge der Forstarbeiter begutachten.

Bei der Wertung der Disziplinen zeigte sich, dass die Kinder des vierten Schuljahres der Wurzbacher Grundschule mit 126,8 Punkten am besten abgeschnitten haben. Sie verwiesen damit auch alle zwölf sechsten Klassen auf Plätze hinter ihnen. Ihnen folgte mit 124,5 Punkten die Klasse 6 a vom Schleizer Gymnasium und auf dem dritten Platz mit 123,35 Punkten deren Mitschüler aus der 6 c.

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