Nahverkehr

9-Euro-Ticket: SPD will künftig bundesweite Tickets für ÖPNV

Jan Dörner
| Lesedauer: 2 Minuten
Das ist das Egal-Wohin-Ticket

Das ist das Egal-Wohin-Ticket

Auf das 9-Euro-Ticket folgt nun das Egal-Wohin-Ticket. Fahrten mit der Deutschen Bahn sind bundesweit dann mit einem Festpreis von 39,90 Euro möglich.

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Berlin.  Das 9-Euro-Ticket ist ein Kassenschlager: Die Politik diskutiert, wie es danach weitergeht. Eine offene Frage ist die Finanzierung.

  • Das 9-Euro-Ticket ist ein voller Erfolg
  • Zum September läuft es aus
  • Die Politik diskutiert, wie es danach weitergehen soll
  • Die SPD hat sich nun positioniert

Wie geht es weiter nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets? In der Politik mehren sich die Stimmen, auch in Zukunft bundesweit gültige Fahrkarten für Bus und Bahn anzubieten. „31 Millionen Nutzerinnen und Nutzer allein im Juni machen das 9-Euro-Ticket bereits jetzt zu einem klaren Erfolg“, sagte der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Detlef Müller, dieser Redaktion.

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„Ausschlaggebend für den Erfolg ist neben dem sehr günstigen Preis für viele Menschen vor allem die Einfachheit des Tickets“, fügte der sozialdemokratische Verkehrspolitiker hinzu. „Einsteigen, mitfahren, aussteigen - ohne sich über Tarifzonen oder Verbundgrenzen Gedanken zu machen – das spricht viele Menschen an. Daran müssen wir anknüpfen.“

Auch der Verkehrsminister will den „Tarif-Dschungel“ beseitigen

Die Bundesregierung hatte das Ticket als Reaktion auf die auch infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine stark gestiegenen Energiepreise beschlossen. Das Ticket berechtigt Käuferinnen und Käufer, für jeweils 9 Euro in den Monaten Juni, Juli und August im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch ganz Deutschland zu fahren. Mit Blick auf die Zeit danach hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sich bereits dafür ausgesprochen, den „Tarif-Dschungel“ im Nahverkehr dauerhaft zu beseitigen.

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Es stellt sich allerdings die Frage der Finanzierung, sollte es auch in Zukunft günstige Tickets für den Nahverkehr mit bundesweiter Gültigkeit geben. Der SPD-Verkehrsexperte Müller warnt davor, zur Finanzierung solcher Angebote an anderen Stellen im Öffentlichen Personennahverkehr zu sparen.

„Klar ist aber auch, dass die Finanzierung des ÖPNV weiterhin eine Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen bleiben muss und gerade in Zeiten gestiegener Energie- und Lohnkosten Preisanreize nicht zu Lasten des Betriebs und des Angebotsausbaus gehen dürfen“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete.

Dieser Artikel erschien zuerst auf waz.de.