Sozialleistungen

Bürgergeld-Rechner: Regelsatz online berechnen – So geht's

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Das ist das neue Bürgergeld

Das ist das neue Bürgergeld

Nach der Einigung im Vermittlungsausschuss haben Bundestag und Bundesrat die Einführung des Bürgergelds beschlossen. Damit kann die neue Grundsicherung für Langzeitarbeitslose wie geplant zum 1. Januar in Kraft treten.

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Berlin.  Wie viel Bürgergeld steht mir zu? Das können Sie mit einem Online-Rechner einfach ermitteln. Doch ein paar Dinge sollten Sie beachten.

Mit dem Ende von Hartz IV tritt ab Januar 2023 das neue Bürgergeld in Kraft. Durch die Regelsatzerhöhungen, die mit dem neuen Gesetz einhergehen, kommt auch die Frage auf, mit wie viel Geld man ungefähr rechnen kann. Einrichtungen und Verbände wie der Verein für soziales Leben e.V., bieten online Berechnungen, mit denen schon vor dem Bescheid der zu erwartende Betrag kalkuliert werden kann.

Ab dem 1. Januar 2023 soll der Regelsatz für Alleinstehende um 53 Euro angehoben werden. So steigt dieser auf 502 Euro. Für Partner in einer Lebensgemeinschaft gibt es einen Anstieg von 47 Euro auf 451 Euro. Kinder bekommen zwischen 33 und 44 Euro mehr je nach Altersgruppe. Dieser angehobene Basis-Satz dient als Grundlage der Bürgergeld-Berechnung. Ein paar andere Faktoren werden aber ebenfalls berücksichtigt.

Bürgergeld-Rechner: Diese Informationen sind wichtig für die Berechnung

Der Bürgergeld-Rechner des Vereins für soziales Leben e.V. braucht folgende Informationen um den Anspruch auf das Bürgergeld zu berechnen:

  • Partnerschaft
  • Alter und Anzahl der Kinder im Haushalt
  • Monatliche Kaltmiete, Nebenkosten und Heizkosten
  • Besondere Lebensumstände wie Schwangerschaft
  • Monatliche Einkommen
  • Sonstige Einkommen z.B. Kindergeld oder Unterhaltsvorschuss

Nicht nur die Anzahl der Kinder ist entscheidend, wenn es um die Berechnung geht, sondern auch das Alter dieser spielt eine Rolle. Je nachdem, wie alt die Kinder sind, wurden unterschiedliche Erhöhungen des Regelsatzes festgelegt. Kinder, die unter 5 Jahre alt sind, bekommen 318 Euro im Monat, also 33 Euro mehr. Für Minderjährige von 6 bis 13 Jahren gilt ein Grundbetrag von monatlich 348 Euro und dementsprechend ein Plus von 37 Euro. Kinder, die zwischen 14 und 17 Jahre alt sind, können mit 44 Euro mehr und damit 420 Euro im Monat rechnen.

Schwangerschaft unbedingt im Bürgergeld-Rechner angeben

Zusätzlich wird abgefragt, ob eine Schwangerschaft bei der Antragstellerin vorliegt. Das liegt daran, dass ab der 13. Schwangerschaftswoche werdende Mütter einen zusätzlichen Anspruch auf Unterstützung haben. Damit sollen besondere Kosten, die durch eine Schwangerschaft entstehen, abgedeckt werden. Durch diesen sogenannten Mehrbedarf gibt es 17 Prozent der Regelleistung zum Basis-Regelsatz dazu.

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Neben dem eigenen monatlichen Einkommen vor der Arbeitslosigkeit ist auch das Einkommen des Partners oder der Partnerin wichtig für die Berechnung. Wer bereits Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bezieht, muss keinen neuen Antrag auf Bürgergeld stellen.

Außerdem müssen zusätzliche Einkünfte wie Kranken-, Eltern- und Kindergeld oder Ähnliches angegeben werden. Auch kann vermerkt werden, wenn eine kostenaufwendige Ernährung zum Beispiel auf Grund einer Krankheit nötig ist, vermerkt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.