Sozialleistungen

Hartz IV-Rechner: So berechnen Sie Ihren Regelsatz online

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Arbeitslosigkeit und Hartz IV: Das ändert sich 2022

Arbeitslosigkeit und Hartz IV: Das ändert sich 2022

Das neue Jahr steht vor der Tür und bringt einige Veränderungen mit sich. Vor allem Hartz-IV-Bezieher können davon profitieren.

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Berlin  Per Online-Rechner können Sie vor dem Jobcenter-Besuch Ihren Hartz IV-Anspruch ermitteln. Was bei der Berechnung beachtet werden muss.

Bevor Arbeitslose ins Jobcenter gehen, um Hartz IV zu beantragen, interessiert viele schon vorab, mit welchen Regelsätzen sie rechnen könnten. Einrichtungen und Verbände wie die Caritas bieten online einen Rechen-Service an, mit dem der zu erwartende Betrag automatisch bestimmt wird.

Seit dem ersten 1. Januar 2022 haben sich in Deutschland die Regelsätze für Sozialleistungen grundsätzlich um drei Euro erhöht. Demnach liegt der Basis-Satz für Arbeitslosengeld II aktuell bei 449 Euro. In die Berechnungen fließen aber auch einige andere Angaben mit ein. Auch interessant: Hartz IV: Tipps für die Befreiung vom Rundfunkbeitrag

Hartz-IV-Regelsatz – Diese Infos braucht der Rechner

Der Online-Rechner der Caritas berücksichtigt dabei die aktuellen Regelsätze für 2022. Folgende Informationen müssen angegeben werden, um den Anspruch auf Arbeitslosengeld II einfach und schnell zu berechnen:

  • Partnerschaft
  • Alter und Anzahl der Kinder im Haushalt
  • Monatliche Kaltmiete, Nebenkosten und Heizkosten
  • Besondere Lebensumstände wie Schwangerschaft
  • Monatliches Einkommen
  • Weiteres monatliches Einkommen wie Kindergeld oder Rente

Arbeitslosengeld II-Rechner: Angaben zu Kindern

Neben der Anzahl der Kinder, die mit dem Hartz-IV-Empfänger im gleichen Haushalt leben, ist auch die Altersangabe von entscheidender Bedeutung. Denn je nach Alter der Kinder kann die finanzielle Unterstützung vom Staat unterschiedlich hoch ausfallen. Unberücksichtigt bei den Berechnungen des Online-Programms bleiben erwachsene Kinder, die einen Beruf haben.

Hartz IV-Berechnung berücksichtigt auch Hypothekenzinsen

Neben den Angaben zu Kaltmiete, Neben- und Heizkosten profitieren auch Eigenheimbesitzer vom Hartz-IV-Regelsatz. Geld, das in Hypothekenzinsen, die Grundsteuer oder die Wohngebäudeversicherung fließt, wird bei der Berechnung berücksichtigt.

Rechner fragt auch Angaben zur Schwangerschaft ab

Ab der 13. Schwangerschaftswoche haben werdende Mütter Anspruch auf mehr Geld. Rund 17 Prozent können so auf den Basis-Regelsatz obendrauf kommen.

Die Caritas weißt in ihrem Online-Rechner aber auch darauf hin, dass noch weitere Angaben zum Mehrbedarf bei der Berechnung des Hartz IV-Satzes gemacht werden können. Diese können im Rechenprogramm allerdings nicht berücksichtigt werden und müssen beim Jobcenter gemeldet werden.

Hartz IV und Kindergeld oder Rente: Diese Informationen nutzen bei der Regelsatz-Berechnung

Neben dem eigenen monatlichen Einkommen aus der Zeit vor der Arbeitslosigkeit ist auch das Einkommen des Partners für den Rechner interessant. Achtung: Der Zeitpunkt des Jobverlusts und der Beantragung von Arbeitslosengeld II müssen im gleichen Jahr liegen.

Außerdem können sonstige Einkünfte wie Kranken-, Eltern- oder Kindergeld sowie Unterhaltszahlungen, Renten, Mieteinnahmen, Zinsen oder Steuererstattungen des Finanzamts angegeben werden. (lim)

Dieser Artikel ist zuerst auf waz.de erschienen.