Gehaltsreport

Gehalt: Wer in Deutschland wo am meisten verdient

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Bedingungsloses Grundeinkommen erklärt

Bedingungsloses Grundeinkommen erklärt

Jeden Monat viel Geld vom Staat bekommen, ohne dafür zu arbeiten: Das bedingungslose Grundeinkommen beschreibt genau das.

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Berlin  Das Durchschnittsgehalt liegt in Deutschland bei 51.000 Euro. Ein Gehaltsreport zeigt, wer wo in welchen Berufen am besten verdient.

Verdienen Sie mehr als der Durchschnitt? Dann wären es mehr als 51.009 Euro im Jahr. Das ist das durchschnittliche Jahres-Bruttogehalt in Deutschland.

Gehalt: Wo Sie am meisten verdienen

Wenn Sie in Frankfurt am Main leben, sind ein paar Tausend Euro mehr drin. Im Süden verdient man mehr als im Norden, Männer mehr als Frauen, Akademiker mehr als Nicht-Akademiker. Und: Erfahrung zahlt sich aus.

Im ersten Berufsjahr verdienen Deutsche im Mittel 33.800 Euro, zwischen dem elften und dem 25. Jahr 52.000 Euro. Das geht aus dem 87seitigen "Gehaltsreport 2022" von StepStone & GEHALT.de hervor, einer Analyse von rund 600.000 Gehaltdaten.

Geld ist ein Tabu. Sechs von zehn Befragten haben keine Ahnung, was auf dem Gehaltszettel ihrer Kolleginnen und Kollegen steht. Und vielleicht ist es auch gut so, denn die Unterschiede sind gewaltig.

Gehalt der Unterschied zwischen Durchschnitt und Median

Bei der Analyse muss man zwischen dem Durchschnittsgehalt und dem Median unterscheiden. Der Durchschnitt ist ein rein statistischer Wert, die Summe aller Werte geteilt durch die Anzahl der Teilnehmer/Datensätze.

Der Median ist alltagsnäher: Es ist der Mittelwert. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind. Während das Durchschnittsgehalt bei 51.009 Euro liegt, beziehen die Deutschen im Mittel ein Jahresgehalt von 44.074 Euro. Männer verdienen 47.320 Euro, Frauen 40.533 Euro. Der Gehaltsreport bezieht sich überwiegend auf den Median.

Ärzte sind die Topverdiener

Bei den Ärzten ist der Unterschied eklatant: Das Bruttomediangehalt liegt bei 78.317 Euro, das Bruttodurchschnittsgehalt bei 92.597 Euro. Die obere Hälfte verdient so viel, dass sie den Durchschnitt anhebt.

Das ändert aber nichts daran, dass die Hälfte weniger als 78.317 Euro verdient. Und damit sind die Mediziner schon die Top-Verdiener, gefolgt von den Ingenieuren (59.280 Euro) und IT-Experten (59.992 Euro). Nicht-Akademikern geht es finanziell am besten in der Banken- und Versicherungsbranche: Jahresgehalt 43.175 Euro.

Gehalt: Eklatanter Unterschied zwischen Ost und West

Am wenigsten verdient man in Mecklenburg-Vorpommern (34.320 Euro), am meisten in Baden-Württemberg (47.806 Euro). Krass fällt der Unterschied zwischen Ost und West aus: Median-Gehalt im Westen, 45.292 Euro, im Osten 35.416 Euro. Das ist ein Unterschied von über 20 Prozent.

Besonders hohe Gehälter werden im Süden gezahlt, in den Großstädten Frankfurt am Main (54.100 Euro), München (53.900 Euro) sowie Stuttgart (53.600 Euro). Allerdings sind dort die Lebenshaltungskosten, insbesondere die Mieten, deutlich höher als in kleineren Städten.

Die Topbranchen: Halbleiter, Biotechnologie, Banken

Am meisten wird in folgenden Branchen gezahlt:

  • Halbleiter (Median: 62.963 Euro),
  • Biotechnologie,
  • Banken,
  • Luftfahrt,
  • Pharma,
  • Auto.

Am wenigsten wird in Callcentern (28.916 Euro), in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel verdient. (fmg)

Dieser Artikel ist zuerst auf waz.de erschienen.