Hochwasserübung im Hofwiesenpark Gera: Damm in kürzester Zeit verschlossen

Gera.  Krisenstab hatte den Bauhof beauftragt, an mehreren Stellen Hochwasserschutzmaßnahmen durchzuführen. Mehrere Stunden lang waren die Mitarbeiter im Einsatz.

Blick auf die Weiße Elster in Untermhaus.

Blick auf die Weiße Elster in Untermhaus.

Foto: Peter Michaelis

Am vergangenen Donnerstag kam es für die Mitarbeiter des Geraer Bauhofs vor allem auf eines an: Schnelligkeit. Vom Krisenstab der Stadt Gera wurden sie damit beauftragt, operative Hochwasserschutzmaßnahmen für den Einsatz zu üben und das Dammbalkenverschlusssystem im Hofwiesenpark zu verbauen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Die insgesamt sieben Stellen an der Ost- und Westseite des Parks konnten innerhalb von rund drei Stunden geschlossen werden. „Wir sind auf den Ernstfall vorbereitet, kommentiert Justus Sieper, Leiter des Bauhofs, die Übung: „Der Einbau der Dammbalkenverschlüsse im Hofwiesenpark wird regelmäßig geübt und kann jederzeit schnell erfolgen.“ Konrad Nickschick, Leiter des städtischen Umweltamtes, ergänzt: „Im Katastrophenfall müssen sich die Bürgerinnen und Bürger Geras auf eine strukturierte und effiziente Durchführung von Abwehrmaßnahmen wie diese verlassen können.“

Der Bereich des Hofwiesenparks ist von einer gut ins Gelände integrierten, unauffälligen Schutzmauer und Verwallungen umgeben, die an verschiedenen Stellen, wie etwa am Hofwiesenbad, am Faulenzerweg und in der Tschaikowskistraße, für den Besucherverkehr über Durchlässe verfügen. Diese werden bei Hochwasser mittels eines Dammbalkensystems jeweils verschlossen.

Damit soll im Falle eines Hochwassers der Weißen Elster verhindert werden, dass sich das Wasser ungehindert ausbreiten kann. Hintergrund der Übung war das Tauwetter, das zu einem kurzfristigen Anstieg des Pegels der Weißen Elster geführt hatte. Dieser hatte seinen vorläufigen Höchststand laut Hochwassernachrichtenzentrale des Umwelt-Landesamtes zwischen dem 19. und 20. Februar erreicht.