Gera: Kinder lernen Vereinsarbeit beim Sport

Gera  Bei der Jahresversammlung der Geraer Sportjugend gibt es ein Plädoyer für das Ehrenamt

Von links: Petra Franke, Armin Allgäuer, Paula Kerndt, Romy Stief und René Soboll.

Von links: Petra Franke, Armin Allgäuer, Paula Kerndt, Romy Stief und René Soboll.

Foto: Reinhard Schulze

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Ehrenamtliches Engagement gewinnt mehr und mehr an Bedeutung, es wird aber immer schwieriger, dafür Menschen zu begeistern. Helfer, hier und da ja, aber für die Übernahme von langfristigen Tätigkeiten oder gar Funktionen, gibt es oft Absagen. Dies trifft auch auf die Arbeit der Geraer Sportjugend zu.

So wirkten die Worte von Armin Allgäuer in seinem Grußwort des Präsidiums des Stadtsportbundes Gera auf der Jahresversammlung im Vereinsheim des TSV 1880 Gera-Zwötzen, eher als Motivation. „Das Präsidium des Stadtsportbundes bedankt sich bei der Leitung der Geraer Sportjugend und den Jugendvertretern der Geraer Sportvereine für ihr ehrenamtliches Engagement. Ein Engagement, was längst nicht mehr als selbstverständlich gilt.“

Noch gut im Gedächtnis geblieben ist ihm, wie schwierig sich die Wahl der Jugendleitung vor zwei Jahren gestaltet hatte. Ein praktikables Konzept konnte er verständlicherweise nicht aus dem Hut zaubern. So wünschte er der Geraer Sportjugend in ihrer Arbeit viel Kraft und Mut wie auch Kreativität, um neue Wege zu gehen.

„Ich kann euch versichern, dass das Präsidium fest an eurer Seite steht und euch jede Unterstützung zuteil werden lässt“, so Armin Allgäuer.

„Wir sehen uns als Stadt in der Pflicht, nicht nur den Vereinen Unterstützung zuteil werden zu lassen, sondern auch der Geraer Sportjugend, die mit ihren zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen, an denen sie mitwirkt und die sie selbst initiiert, einen entscheidenden Beitrag leistet, um Gera als Sportstadt aufzuwerten“, so René Soboll, Fachdienstleiter Sport und Ehrenamt.

Angestrebt wird eine noch engere Zusammenarbeit zwischen der Jugendleitung und dem Fachdienst, versprach René Soboll. „Es gibt nichts, was wir nicht noch besser machen können“, sagte er.

Kinder und Jugendliche für den Sport begeistern, darin sieht die Sportjugend eine ihrer wichtigsten Aufgaben. „Nicht immer läuft es so, wie wir es uns vor­stellen“, so die Vorsitzende der Geraer Sportjugend Petra Franke. Im Blick hatte sie dabei die Entwicklung der Mitgliederzahl, die 2018 gegenüber 2017 zwar anstieg, im laufenden Sportjahr aber etwas rückläufig ist. Positiv ist der Mitgliederzuwachs bei den sieben- bis 14-Jährigen. Dem gegenüber ist die Mitgliederzahl unter den drei- bis sechs-Jährigen etwas zurückgegangen.

„Großer Beliebtheit erfreuen sich unsere Veranstaltungen im Vorschulalter, wie die Löwenspiele. Sie zeigen auch, dass es sich lohnt, Kinder bereits in jungem Alter an den Sport heranzuführen. Was uns aber noch nicht so recht gelingt, ist, diese Impulse auf die Vereinsarbeit zu übertragen.“, heißt es im Bericht der Jugendleitung.

Die Jugendarbeit im Sport noch weiter in die Öffentlichkeit zu bringen, sieht man in der Geraer Sportjugend als eine wichtige Herausforderung. Neben Facebook, die Seite zählt immer mehr Abonnenten, gilt es die Vielfalt der sozialen Netzwerke zu nutzen. „Was uns in der Öffentlichkeitsarbeit unter den Vereinen gelingt, gilt es nun, über die Vereine hinauszutragen. Hier müssen wir noch kreativer werden“, sagte Petra Franke.

1273 Teilnehmer bei den Stadtjugendspielen

Ehrenamt – es wird seltener und ist dennoch so wichtig. „Den Ehrenamtlichen für ihr Engagement Dank zu sagen, ist uns als Leitung ein besonderes Anliegen“, so die Vorsitzende.

So war es möglich, wiederum zahlreiche Veranstaltungen durchzuführen, bei denen über 2500 Kinder und Jugendliche in Bewegung gebracht wurden, allein bei den Stadtjugendspielen waren es 1273.

Um immer auf der Höhe der Zeit zu sein, wurden 2018 wiederum zahlreiche Bildungsmaßnahmen durchgeführt, an denen sich 172 Vertreter aus den Sportvereinen beteiligten.

Im Schlusswort zur Jahres­versammlung forderte die ­Vorsitzende die anwesenden ­Jugendvertreter auf, in ihrer ­ehrenamtlichen Tätigkeit nicht nachzulassen, um so mit ihrem Engagement, dass Interesse ­dafür bei anderen zu wecken.

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