Geraer Hürdensprinter Erik Balnuweit bangt um EM-Start

Ein leichtes Knochenödem am Fuß hat dem in Gera geborenen Hürdensprinter Erik Balnuweit vom LAZ Leipzig den Start bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm gekostet.

Erik Balnuweit. Foto: Jens Lohse

Erik Balnuweit. Foto: Jens Lohse

Foto: zgt

Leipzig/Gera. Beim lockeren Training am Freitag vor den Titelkämpfen war die Verletzung beim 25-Jährigen wieder aufgebrochen, die ihn schon einmal im Trainingslager in Orlando (USA) im Frühjahr behindert hatte. Trotz der sofort eingeleiteten Behandlung durch den medizinischen Dienst des DLV war ein Start in Ulm unmöglich.

"Beim Einlaufen habe ich die Schmerzen gemerkt und deshalb als Vorsichtsmaßnahme auf einen Start verzichtet", erklärte Erik Balnuweit, ehe die am Montag durchgeführte MRT- und CT-Diagnostik Klarheit über die Verletzung brachte.

Somit konnte der Sportsoldat nur zuschauen, wie sich Matthias Bühler (Offenburg) und Gregor Traber (Tübingen) im Hürdenfinale bei zu viel Rückenwind einen Zweikampf um den Meistertitel lieferten, den Bühler in 13,20 s schließlich für sich entschied. Für die Europameisterschaften wurde der Zweite der deutschen Jahresbestenliste, der in Prag Anfang Juni in 13,46 s die EM-Norm frühzeitig geknackt hatte, vom DLV dennoch nominiert. "Mein Start in Zürich ist nach derzeitigem Stand nicht gefährdet. Allerdings gestaltet sich die direkte Wettkampfvorbereitung natürlich schwierig. Viel mehr als Aqua-Jogging und von Tag-zu-Tag-Denken kann ich derzeit nicht machen. Ein Hürdentraining ist nicht möglich", verrät Erik Balnuweit, der sich vor Ulm durchaus fit gefühlt hatte.

Nun heißt es für den gebürtigen Geraer, den Medizinern zu vertrauen, bevor es nach Zürich geht, wo sich Balnuweit gegebenenfalls auch spritzen lassen würde, um im Letzigrund an den Start gehen zu können.