Kommentar: Wo das Leben zurückkehrt

Christiane Kneisel über Wandel und Handel in Gera.

Christiane Kneisel, Redaktion Gera.

Christiane Kneisel, Redaktion Gera.

Foto: Peter Michaelis

Sind sie Ihnen auch schon begegnet? Nein, ich meine nicht die versteckten Blitzer an Südost-Tangente & Co in den vergangenen Tagen. Sondern die weitaus erfreulicheren, neuen Werbetafeln des Theaters Altenburg Gera. Abgesehen davon, dass sie großflächig von mancher Dreckecke an unseren Stadteinfahrten ablenken, laden sie zu Kultur-Genuss ein.

Dabei meldet sich aktuell nicht nur das Fünf-Sparten-Haus zurück, sondern mit Fettnapp und Kleiner Komödie auch die Kabarett-Szene. Schön, dass in Sachen Kunst wieder vieles ins Rollen, sprich auf die Bühne kommt und Leben zurückbringt.

Letzteres suche ich vergebens in traditionellen Einkaufsstraßen und -zentren. Über diesen Missstand kann auch die laut Investor 70-prozentige Vermietung der Amthorpassage nicht hinwegtäuschen. Da ist der Bummel im Grünen attraktiver.

Vielleicht im Hofwiesenpark, den Kinder während ihres Schülerfreiwilligentages quasi auf Hochglanz polierten. Oder zu Schloss Osterstein, welches Motiv für den neuen Kalender des Fördervereins Stadtmuseum ist – womit wir wieder bei der Kunst wären.