Stadt Gera und Kreis Greiz bei Impfstelle nicht involviert

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Symbolfoto: Blick in die Impfstelle in Gotha.

Symbolfoto: Blick in die Impfstelle in Gotha.

Foto: Claudia Klinger

Greiz  Bürgermeister und Landrätin hätten andere Entscheidung besser gefunden. Schweinsburg beklagt Informationspolitik des Landes.

Die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), die Impfstelle für den Landkreis in Zeulenroda-Triebes und zwar in einer ehemaligen Apotheke in der Goetheallee 8 anzusiedeln, hat nicht nur unter Lesern für Diskussion gesorgt. "Ich hätte sie gern in Greiz gehabt", sagt auch der Greizer Bürgermeister, Alexander Schulze (parteilos). Corona-Blog: Erste Impfstellen nehmen Betrieb auf – Thüringen nun Bundesland mit höchstem Inzidenzwert

Allerdings sei man bei der Suche überhaupt nicht eingebunden gewesen. Zwar seien über den Landkreis geeignete Objekte abgefragt worden, die Standortwahl liege aber ausschließlich in den Händen der KVT. Jedoch werde man weiterhin zur Verfügung stehen, falls zum Beispiel ein zweite Impfstelle benötigt werde, betont er.

Ähnlich äußert sich auch die Greizer Landrätin, Martina Schweinsburg (CDU): "Wir hätten gerne geholfen, aber wir waren bei der Entscheidung nicht involviert", sagt sie, "der Standort der Impfstelle wurde ohne Rücksprache mit unserem Gesundheitsamt bestimmt".

Aus ihrer Sicht habe sie sich sowieso zwei Impfzentren gewünscht, meint die Landrätin, eines in Zeulenroda-Triebes und eines in Greiz. Gerade mit Blick auf das Alter jener Menschen, die nun geimpft werden sollen, sei diese Variante zu bevorzugen gewesen. Nicht alle Menschen hätten ein Auto zur Verfügung oder könnten mit dem Bus nach Zeulenroda fahren, um den Termin wahrzunehmen. Das sei auch eine große Herausforderung für die Angehörigen.

Sie verstehe zwar, dass die Menschen durch die "desaströse Informationspolitik der Landesregierung" derzeit viele Fragen zu den Impfungen, der Terminverteilung und der Impfstelle hätten. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Greiz könnten diese aber auch nicht alle beantworten, da sie nicht in die Informationskanäle zwischen KVT und Land eingebunden seien. Deswegen bitte sie darum, von Nachfragen derzeit abzusehen beziehungsweise sich an die KVT zu wenden.