Pößneck. Nach der erfolgreichen Premiere legt Stadtführerin Christel Ziermann den Pößnecker Sonntagsstreifzug mit dem Motto „Worüber man in Pößneck früher lachte“ noch einmal auf. Dieses Mal kann man auch etwas gewinnen.

„In diesen verrückten Zeiten ist es durchaus angebracht und auch erlaubt zu lachen“, sagt die Pößnecker Stadtführerin Christel Ziermann. „Denn wie sagte bereits Joachim Ringelnatz: ‚Humor ist der Knopf der verhindert, dass uns der Kragen platzt.‘“

In diesem Sinne lädt sie am 12. Mai zum zweiten Mal zu einem Pößnecker Sonntagsstreifzug mit dem Motto „Worüber man in Pößneck früher lachte“ ein. Zur Premiere des heiteren Rundgangs, im August des vergangenen Jahres, lief die frühere Museumsnacht-Aktrice mit nahezu 100 Menschen durch den Stadtkern.

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Wer damals nicht dabei sein konnte, habe nun eine zweite Chance, so Ziermann mit dem Hinweis, dass sie am Sonntag eine Wiederholung des Premierenprogramms darbiete. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Marktplatz.

Raus aus der Meckerecke

„Weil man uns Pößnecker eher in die Meckerecke stellen will, können wir mit diesem Spaziergang das Gegenteil beweisen“, sagt die pensionierte Stadtmuseums- und Stadtbibliotheksleiterin. „Denn egal ob im Mittelalter, im 19. Jahrhundert oder der jüngeren Vergangenheit – es gab für die Einwohner genügend Gründe zum Schmunzeln. Und Schadenfreude schweißt ja bekanntlich zusammen.“

Unter den legendären Museumsnacht-Rollen von Christel Ziermann ist jene des Bergermädels.
Unter den legendären Museumsnacht-Rollen von Christel Ziermann ist jene des Bergermädels. © OTZ | Marius Koity

Auf das anekdotenreiche Programm geht sie unter anderem mit diesen Fragen ein: „Wussten Sie zum Beispiel, dass wir den Weißen Turm einer wirklich besch… Angelegenheit zu verdanken haben?“ Sie werde außerdem beispielsweise erläutern, was die Neigung der Erdachse mit dem Bierverbrauch im Ratskeller zu tun hatte. Und mit welchen seltsamen Angewohnheiten frühere Stadtoberhäupter auffielen.

Stift für das Quiz einstecken!

Karten gibt es in der Stadtinformation, für Kurzentschlossene auch noch am Sonntag. „Da am 12. Mai der Muttertag begangen wird, ist dieser Rundgang vielleicht auch eine nette Geschenkidee“, meint Ziermann.

Ein Eichstrich spielt einer Rundgangs-Anekdote von Christel Ziermann eine besondere Rolle. Lassen Sie sich überraschen!
Ein Eichstrich spielt einer Rundgangs-Anekdote von Christel Ziermann eine besondere Rolle. Lassen Sie sich überraschen! © OTZ | Hartmut Bergner

Wer mitläuft, könnte dieses Mal sogar etwas gewinnen. „Im Anschluss gilt es, ein kleines Quiz zu lösen“, so Ziermann. Wer sich diesen Spaß gönnen möchte, sollte einen Stift einstecken.

Und was ist, wenn’s regnet? „Dann halten wir es einfach mit Karl Valentin“, sagt Ziermann, diesen Spruch des deutschen Komikers zitierend: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“