Saalfeld. Der Autor über den Rückzug des Landes aus der Finanzierung der Bäder im ländlichen Raum - und die Folgen bis heute

Eigentlich sind die meisten heute bestehenden kleinen Freibäder noch Relikte einer vergangenen Zeit. Und Stiefkinder der heutigen Zeit. Als vor ungefähr 20 Jahren die Förderung der kleinen Bäder vom Land gestrichen wurde, bedeutete es das Aus für einige von ihnen.

Die Orte mit Schwimmbädern mussten, wissend um den Naherholungswert ihrer Bäder, jährlich tief in die Tasche greifen, um diese zu betreiben. Gelang dies, tat sich das nächste Problem auf – es fehlte an Bademeistern bzw. Rettungsschwimmern. Eine „Mangelware“ in ganz Deutschland. Mancherorts gelang die Badsicherstellung über angestellte Mitarbeiter zu regeln, aber wo das nicht funktionierte, war eine Schließung unvermeidbar.

Henry Bechtoldt ist Redakteur der OTZ in Saalfeld.
Henry Bechtoldt ist Redakteur der OTZ in Saalfeld. © Funke Medien Thürigen | Guido Berg

Zum Glück haben sich an vielen Orten über bürgerliches Engagement Schwimmbadvereine gegründet, die neben dem Erhalt des Bades sich auch der Problematik Rettungsschwimmer annahmen, Lehrgänge organisierten oder wie in Gräfenthal sich die Lehrgänge in ihr Bad holten.

Der Newsletter für Saalfeld-Rudolstadt

Alle wichtigen Informationen aus der Region Saalfeld-Rudolstadt, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wenn so viel Engagement aus der Bevölkerung kommt, kann man sich doch auch die Frage stellen, wo bleibt das Interesse und der Wille des Landes, die gerade für die Landbevölkerung so wichtigen Freibäder wieder zu fördern?

Auch interessant

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: