Saalräumung

Kommunikation mit Niveau

30 Jahre nach dem Mauerfall hat die Kommunikation untereinander an Niveau verloren. Zwischenmenschliche Beziehungen werden nicht geachtet.

Heidi Henze, Foto:

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Foto: Peter Michaelis

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Gerade jetzt, wo sich der Mauerfall zum 30. Mal jährt, kommen mir viele Gedanken zu diesem historischen Ereignis. Ich hinterfrage ganz oft die Ereignisse, meine Reaktionen. Viele Erinnerungen werden wach. Wohl auch deshalb habe ich vollen Respekt vor den Personen, die dafür gesorgt haben, dass ich heute die Möglichkeit bekomme, in der Ostthüringer Zeitung unparteiisch zu berichten, dass die Ereignisse mir die Möglichkeit erst eingeräumt haben, dass ich mir einen Kindheitstraum erfüllen konnte.

So auch über die letzte Stadtratssitzung. Anwesenden sprachen davon, dass sie gespannt wären, auf die Berichterstattung, gerade weil die Sitzung so hoch emotional geprägt war, voller Spannung und manchen Zwistigkeiten. Für mich hat es als Erstes gezeigt, dass bei einer Sache, die viele unmittelbar betreffen, viele motiviert werden können, für ihre Meinung einzustehen. Zu DDR-Zeiten wäre der Saal geräumt wurden.

Auf der anderen Seite hat es mir aber auch gezeigt, dass man kein Fingerspitzengefühl bei der Kommunikation duldet oder wie soll ich den Beitrag des Elternsprechers der Kindereinrichtung „Sonnenschein“ sonst deuten, wenn er mit Statistiken aufwartet, die die kommunale Trägerschaft eines Kindergartens als das Allheilmittel herausgestellt hat. Nicht nur manchem Stadtrat hat das Herz geblutet, mir auch. Zumal ich von vielen sehr guten Beispielen in den anderen Kindergärten unter freien Trägern sehr wohl weiß und das nicht nur vom Kindergarten „Villa Kinderglück“. Solche Reaktionen wollte Uli Schäfer, Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes garantiert nicht auslösen. Er wollte doch lediglich eine Kommunikation darüber anschieben, dass das DRK in Zeulenroda ein großer Arbeitgeber ist und sich entwickeln möchte. Kommunikation ist nötig, aber bitte auf gebührenden Niveau.

Am Sonntag findet ein Festakt zum Mauerfall-Jubiläum in der Dreieinigkeitskirche Zeulenroda um 16 Uhr statt. Wäre doch schön, wenn die Kirche nicht nur vor 30 Jahren voll besetzt war, sondern eben auch 30 Jahre später.

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